Donnerstag, 10.01.2008

Volleyball

Schwere Schlappe für DVV-Team - Peking weit weg

Izmir - Der Traum vom ersten Olympia-Start nach 36 Jahren ist für die deutschen Volleyballer erst einmal in weite Ferne gerückt.

Nach zwei knappen Siegen im Qualifikations-Turnier im türkischen Izmir ging das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu gegen den EM-Vierten Finnland unerwartet deutlich mit 0:3 (23:25, 15:25, 16:25) unter und hat damit das Halbfinale verspielt.

Der standesgemäße 3:1-Sieg von Serbien am Abend gegen die sieglosen Gastgeber Türkei beendete in Gruppe B die letzten kleinen Hoffnungen des Deutschen. Nur mit einem Heimerfolg bei einem weiteren Qualifikations-Turnier im Mai in Düsseldorf würden die Männer des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) noch das letzte europäische Olympia-Ticket für Peking buchen.

"never ending Story" 

Nachdem das DVV-Team bei den 3:2-Siegen gegen die Türkei und Serbien einige Schwächephasen noch kompensiert hatte, blieb der EM- Fünfte in der Halkapinar-Halle von Izmir gegen die Finnen jeden Beweis von internationaler Klasse schuldig. Konnte der erste Abschnitt noch weitgehend ausgeglichen gestaltet werden, so brachen Kapitän Björn Andrae und seine Kollegen im Laufe der einseitigen Partie förmlich ein und sammelten nur noch 15 bzw. 16 Zähler.

"Das ist eine never ending Story. Immer wenn du denkst, jetzt sind die Jungs soweit, kommt wieder solch ein Rückschlag", kommentierte der Bundestrainer die Pleite. Der Sieger von Izmir bekommt eine Fahrkarte nach China, beim Vierer-Turnier vom 23. bis 25. Mai in Deutschland wird ein weiterer Peking-Startplatz vergeben. Der letzte Auftritt eines deutschen Team bei Olympia datiert aus dem Jahr 1972.

Trost: Noch eine Chance 

Moculescu, der in seinem Stammsechser Christian Pampel als Mittelblocker aufgeboten hatte, versuchte mit vielen personellen Wechseln noch zu retten, was nicht mehr zu retten war. Eine hohe Fehlerquote, miserable Aufschläge, ungewohnte Wackler in der Annahme und mangelnde Durchschlagskraft am Netz brachten Deutschland auf die Verlierer-Straße.

Die Nervosität konnte der WM-Neunte nach sieben vergebenen Aufschlägen allein im ersten Durchgang nie ablegen, so dass sich die Finnen fast ohne Gegenwehr ins Halbfinale schmettern konnten. "Ich habe keine Erklärung dafür", erklärte der Chefcoach. Im dritten Spiel in drei Tagen wirkte seine Mannschaft platt. "So eine Leistung ist ärgerlich", sagte Italien-Legionär Stefan Hübner und bezeichnete die letzte Chance in Düsseldorf zumindest als "Trost".


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