Positive Doping-Tests

Russische Ruderer überführt

SID
Donnerstag, 17.01.2008 | 13:00 Uhr
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Lausanne - Die russischen Ruderer sind weiter in Misskredit geraten. Wie der Weltverband FISA mitteilte, wurden Alexander Litwintschew, Ewgeni Lusjanin und Ivan Podschiwalow wegen Doping-Vergehen für zwei Jahre gesperrt worden.

Die drei Ruderer gehörten dem Achter an, der bei den Weltmeisterschaften im August 2007 in München Siebter wurde und die Olympia-Qualifikation damit geschafft hatte.

Das Resultat wurde nun annulliert und Australien von Platz acht auf Rang sieben befördert. Die FISA schließt nach der Häufung der russischen Doping-Fälle weitere Konsequenzen für den Mitgliedsverband nicht aus.

Die neuen drei Doping-Fälle stehen im Zusammenhang mit den Sperren von ihren Landsleuten Denis Moisejew, Wladimir Warfolomejew und Sewtlana Fedorowa. Ihnen wurde nach der Entdeckung von blutigen Kanülen beim Weltcup im Juli 2007 in Luzern die Anwendung verbotener Methoden nachgewiesen.

Anwendung von Infusionen verboten 

Das Trio wurde ebenso für zwei Jahre von Wettkämpfen verbannt. Anhand von DNA-Proben im russischen Ruderer- Lager konnten die sechs Athleten identifiziert werden, die sich verbotene Injektionen verabreicht hatten.

Die Sperren wurden ausgesprochen, obwohl die gespritzte Substanz nicht auf der verbotenen Liste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) steht. Nach den Anti-Doping-Bestimmungen ist allein die Anwendung von Infusionen verboten.

WM-Gold-Athletin positiv getestet 

"Wir wollen mit unserem Kampf gegen Doping erreichen, dass sich niemand einen unfairen Vorteil verschaffen kann und seine Gesundheit gefährdet", erklärte FISA-Generalsekretär Matt Smith. Der Weltverband wolle nach dieser hohen Zahl von Doping-Fällen den Status der russischen Föderation in der FISA überprüfen.

Mit diesen sechs neuen Fällen erhöht sich die Zahl der russischen Doping-Verstöße in den vergangenen zwölf Monaten auf sieben. Ebenfalls erwischt wurde Olga Samulenkowa (Testosteron-Einnahme) aus dem Vierer der Frauen. Sie war 2006 zwar vor der WM getestet worden, gewann aber mit ihrem Boot noch Gold bei den Titelkämpfen.

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