Doping

Österreichs Lopatka: Kein Indiz für Blutdoping

SID
Montag, 21.01.2008 | 11:33 Uhr
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Wien - Der für Sport zuständige Staatssekretär in der österreichischen Bundesregierung, Reinhold Lopatka, hat sich für eine Verschärfung des nationalen Arzneimittel-Gesetzes zur Bekämpfung des Dopings ausgesprochen. Dazu gehören künftig auch Gefängnisstrafen.

Gleichzeitig warnte Lopatka jedoch vor pauschalen Verdächtigungen gegen Sportler. "Ich glaube nicht, dass alle Sportler im Rudel lügen", sagte Lopatka der Nachrichtenagentur APA.

"Aufgrund der Informationen, die ich bisher aus Deutschland und Österreich erhalten habe, gibt es nicht einmal ein Indiz dafür, dass Sportler bei Humanplasma Blutdoping betrieben haben", erklärte der Politiker zu den jüngsten, bisher nicht bestätigten Berichten über angebliches Blutdoping bei der Wiener Firma.

Verschärfung des Arzneimittelgesetzes sinnvoll

Andererseits zeige der jüngste Fall der auch, dass eine Verschärfung des österreichischen Arzneimittelgesetzes im Kampf gegen Doping sinnvoll wäre. Es müssten sämtliche Methoden des Sportbetrugs berücksichtigt werden.

"Und da ein Sportler diese Art von Doping nicht alleine durchführen kann, muss in solchen Fällen sein Umfeld - Trainer, Betreuer bzw. Ärzte - strafrechtlich belangt werden können", meinte der Politiker. Das Strafmaß solle dabei auf Gefängnis von sechs Monaten bis zu drei Jahren ausgeweitet werden.

Bisher stehen auf Dopingvergehen in Österreich relativ milde Geldstrafen. Hier kann nur derjenige strafrechtlich verfolgt werden, der Dopingmittel "verabreicht oder in den Verkehr bringt". Dies müsse künftig "ab einer gewissen Menge - auch auf den Besitz" ausgeweitet werden. Dazu müssten alle Methoden zum Blut- sowie Gendoping eingeschlossen werden. Allerdings könnte der Sportler, wie auch schon im seit Juli 2007 geltenden Anti-Doping-Gesetz, weiterhin nur bei einer Falschaussage vor Gericht strafrechtlich belangt werden.

Lopatka kündigte an, er werde sich mit Vertretern aus den nationalen Sportverbänden sowie Fachleuten des Bundeskriminalamtes und des Österreichischen Anti-Doping-Komitees (ÖADC) treffen, um einen entsprechenden Gesetzesvorschlag auszuarbeiten.

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