Sonntag, 27.01.2008

America's Cup

Team Germany gibt nicht auf

Hamburg - Das deutsche Segel-Team gibt nicht auf. Weil die Räder im America's Cup aufgrund des Gerichtsstreits zwischen Titelverteidiger Alinghi und Kläger BMW Oracle Racing weiter still stehen, ist der Mehrheit der Teammitglieder zum 31. März gekündigt worden.

"Noch sind wir nicht zu. Wir haben die Zuversicht, dass es genügend Aktivitäten geben wird, dass wir nicht zugemacht werden müssen", sagte Teamachef Jochen Schümann.

Die "Schümänner" arbeiten gemeinsam mit anderen Teams, insbesondere dem britischen TeamOrigin, an der Organisation von Grand-Prix-Veranstaltungen noch in diesem Jahr.

Grand-Prix-Serie in Kiel 

Nach dem Vorbild des von rund 200.000 Zuschauern besuchten German Sailing Grand Prix vor zwei Jahren soll auch eine Serie vor Kiel stattfinden.

Diese Schauveranstaltungen sollen Sponsoren und Fans über die ereignislose Zeit hinwegtrösten, solange die Kontrahenten vor Gericht kämpfen.

Teamsprecher Michael Mronz sagte: "Wir wollen noch in diesem Jahr drei Grand Prix-Serien realisieren. Wenn die stattfinden, sind alle drei Sponsoren gerne bereit das mitzutragen."

Warten auf neues Regelwerk 

Selbst wenn es keine Segel-Show geben wird, soll weitergemacht werden. "Für den Fall, dass die drei Sailing Grand Prix-Veranstaltungen im Jahr 2008 nicht zum tragen kommen, wird das Management des United Internet Team Germany trotzdem weiter fortbestehen und uneingeschränkt an der erfolgreichen Fortsetzung dieser Kampagne arbeiten", erklärte Syndikatschef Michael Scheeren am Sonntag in einer Pressemitteilung.

Die Verträge der Segler würden dann zum 31. März 2008 auslaufen und es werde sportlich eine Pause geben, bis das neue Regelwerk für den 33. Americas Cup fest steht. "Dann werden wir sportlich exakt an der Stelle weiter machen, an der wir zum heutigen Zeitpunkt mit dem gesamten Team stehen."

Zur Zeit tragen die United Internet AG und vor allem ihr Vorstandsvorsitzender Ralph Dommermuth privat den Löwenanteil der laufenden Kosten der Kampagne.

Ende des Streits nicht absehbar 

In aktiven Zeiten gilt im America's Cup die Faustregel, dass ein Team durchschnittlich eine Million Euro pro Monat kostet. Das Budget der Kampagne hatte Syndikatschef Michael Scheeren im November mit "mehr als 50 Millionen Euro" beziffert.

Im lähmenden Gerichtsstreit warten die Parteien nach mehreren Anhörungen und Vertagungen auf das Urteil von Richter Cahn. Gibt dieser dem Schweizer Team Alinghi Recht, dann könnte es voraussichtlich zu einer konventionellen Cup-Regatta im Jahr 2011 kommen.

Gewinnen die Amerikaner und ihr Golden Gate Yacht Club, kommt es möglicherweise zu einem Exklusiv-Duell der beiden Teams im Jahr 2009. Die Entscheidung Cahns ist berufungsfähig, ein Ende des Streits ist damit vorerst nicht absehbar.


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