Sonntag, 20.01.2008

BBL

All-Star-Spiel begeistert nur wenige

Mannheim - Die Dominanz des Nordens blieb beim traditionellen All-Star-Spiel der Basketball-Bundesliga (BBL) ungebrochen.

Mit dem 104:88 (49:48) gegen die Süd-Auswahl verlängerte das vom Berliner ALBA-Trainer Luka Pavicevic gecoachte Nord-Team vor 9404 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena sein Abonnement auf 15 Siege. Dem stehen nur zwei Erfolge (2005 und 1994) der diesmal von Bambergs Meistercoach Dirk Bauermann betreuten Süd-Auswahl gegenüber.

"Die Überlegenheit des Nordens hatte diesmal auch mit der Gewichtung in der Liga zu tun, in der Mannschaften wie Berlin, Quakenbrück, Bonn, Leverkusen und Köln tonangebend sind. Das All-Star-Spiel spiegelte die derzeitigen Kräfteverhältnisse Nord-Süd wider", sagte Bauermann. Der mit Bamberg momentan in einem Leistungstief steckende Bundestrainer verliert auch Spiele nicht gern, bei denen der Spaß und die Show im Vordergrund stehen.

Bauermann stellt positive Aspekte heraus 

Obwohl sich die ganz spektakulären Szenen in Grenzen hielten, stellte Bauermann die positiven Aspekte der Traditions-Veranstaltung in den Vordergrund. "Ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht. Aber das Spiel hatte lange Zeit einen schönen Rhythmus, und auch der Rahmen war okay", meinte der 50-Jährige. BBL-Geschäftsführer Jan Pommer sprach von einem "unterhaltsamen und stimmungsvollen Event".

Noch nie allerdings geizten die Protagonisten des All-Star-Spiels so mit Körben. Nur 192 Punkte waren absoluter Minusrekord und weit entfernt von der Bestmarke (330) der Ludwigsburger Premiere 1987, als der Norden 179:151 gewann. "Es gab schon bessere Spiele", stellte der Frankfurter Spielmacher Pascal Roller als sechsmaliger All-Star fest.

Sechs Nord-Spieler punkten zweistellig 

Die "Sterne des Südens" funkelten kaum und hatten in Derrick Allen (Skyliners Frankfurt/13), Jeff Gibbs (ratiopharm Ulm/11), Steffen Hamann (Brose Baskets Bamberg/10) und Brandon Woudstra (EnBW Ludwigsburg/10) vier zweistellig treffende Akteure.

Im Nord-Team waren es sechs: Der zum "wertvollsten Spieler" (MVP) gewählte Julius Jenkins (ALBA Berlin/22), Tim Black (Paderborn Baskets/16), Bobby Brown (ALBA Berlin/14), Aleksandar Nadjfeji (Köln 99ers/11), Rickey Paulding (EWE Baskets Oldenburg/10) und Patrick Femerling (ALBA Berlin/10).

Siegercoach Pavicevic meinte: "Es war ein typisches All-Star-Spiel, in dem jeder seine Fähigkeiten zeigen konnte."

Nixon gewinnt Dunbking-Wettbewerb 

Dies taten auch die Spieler der Nachwuchs-BBL, deren Vergleich der Süden dank der Topscorer Christian Standhardinger (Team Urspring/19) und "MVP" Elias Harris (BIS Speyer/15) mit 65:47 gegen den Norden gewann.

Den Sieg im Dunking-Wettbewerb holte sich Ray Nixon von den Tigers Tübingen, den Drei-Punkte-Wettbewerb gewann E.J. Gallup von ratiopharm Ulm.


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