Samstag, 19.01.2008

Reiten

Ahlmann siegt mit "Ferrari unter dem Hintern"

Leipzig - Christian Ahlmann hat sich beim Championat von Leipzig mit einem rasanten Ritt ein Kilogramm Gold gesichert.

Der 33 Jahre alte Springreiter aus Marl gewann beim Weltcup-Turnier die Siegprämie im Wert von 19.235 Euro durch den Erfolg in der wichtigsten Prüfung des Tages. In 32,18 Sekunden siegte der Doppel-Europameister vor 8000 Zuschauern im Sattel von Coquet.

"Dafür braucht man einen Ferrari unter dem Hintern, und den habe ich mit ihm", sagte der Sieger über seinen neunjährigen Wallach. "Wenn man gewinnen will, muss man alles riskieren."

Hinter dem Sieger, der im Vorjahr an gleicher Stelle den Großen Preis gewonnen hatte, kamen Marcus Ehning (Borken) mit Gitania (32,90) und Piet Raymakers (Niederlande) mit Curtis (33,11) auf die Plätze zwei und drei.

Höhepunkt des Turniers ist das Weltcup-Springen. Vor der achten Station der Westeuropa-Liga führt die Irin Jessica Kürten mit 59 Punkten vor dem Spanier Rutherford Latham (48) und der Schwedin Helena Lundbäck (41). Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) liegt mit 36 Zählern auf dem fünften Platz.

Cöster wird geschont 

Das stark besetzte Turnier in Leipzig nutzte Bundestrainer Kurt Gravemeier, um mit seinen Kandidaten für die Olympischen Spiele die Vorbereitung und Turnierplanung zu besprechen. Einige Eckpunkte stehen bereits fest. So wird Ahlmann sein Toppferd Cöster in der Hallensaison nicht mehr einsetzen. "Der ist erfahren genug, der braucht nicht mehr so viele Turniere", erklärte der Doppel- Europameister von 2003.

Anders sieht die Situation bei Marco Kutscher (Riesenbeck) aus, der sich mit dem erst neunjährigen Cornet Obolensky Hoffnungen auf einen Start in Hongkong macht. "Der ist noch jung und benötigt noch ein paar Starts vor der Freiluft-Saison", sagte der Doppel-Europameister von 2005. Für den Weltcup plant Kutscher mit Cash und hofft zudem auf das Comeback des lange verletzten Montender.

Während Ahlmann - ebenso wie Meredith Michaels-Beerbaum mit Shutterfly - als gesetzt gilt für das Olympia-Team, gehört Kutscher zu den vier Anwärtern für die beiden verbleibenden Plätze. Hoffnungen dürfen sich als Mitglieder des Championatskaders auch Rene Tebbel (Emsbüren), Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Heinrich-Hermann Engemann (Bissendorf) machen.

"Wir schauen aber auch noch, was die Reiter aus dem B-Kader machen", sagte der Bundestrainer: "Noch ist nichts entschieden, und es kann noch einiges passieren."


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