Weltklasse: DHB-Frauen ungeschlagen

SID
Dienstag, 04.12.2007 | 20:09 Uhr
Jurack, Grit
© Getty
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Nantes - Mit einer Weltklasse-Leistung und der maximalen Punktausbeute sind die deutschen Handball-Frauen als Gruppenerster in die Hauptrunde der WM gestürmt. Zum Abschluss der Vorrunde besiegte der EM-Vierte in Nantes Südkorea unerwartet deutlich mit 32:26 (14:12).

Der erste Sieg einer Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) über den Olympia-Zweiten sicherte der Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich ungeschlagen Platz eins in der Gruppe F. Am 5. Dezember reist das DHB-Team per Flugzeug nach Dijon, wo in der Hauptrundengruppe II der WM-Zweite Rumänien, der WM-Dritte Ungarn, Polen und Spanien die kommenden Kontrahenten sind.

 

Die deutsche Mannschaft startet nach ihren bravourösen Auftritten mit 2:0 Punkten in die zweite Turnierphase und zählt nun endgültig zum Favoritenkreis auf eine Medaille. Die deutschen Spielerinnen feierten ihren Erfolg mit Freudentänzen auf dem Parkett und lauten Jubelgesängen in der Kabine.

Bei der Glanzvorstellung gegen Angstgegner Südkorea war vor 4460 Zuschauern Grit Jurack (Viborg/11/2; im Bild) beste deutsche Werferin. Als beste Spielerin wurde jedoch die überragende Torfrau Sabine Englert (Hypo Niederösterreich) ausgezeichnet, die unter anderem vier Siebenmeter pariert hatte.

"Jetzt ist alles drin"

"Das war ein sensationelles Spiel. Jetzt ist alles drin bei dieser WM. Wir haben unsere Schwächephase vor der Pause schnell überwunden. Danach haben uns die Abwehr und Sabine Englert wieder ins Spiel gebracht. Das Wichtigste ist, dass wir mit zwei Punkten in die Hauptrunde gehen", sagte Jurack. Und Sabine Englert meinte: "Wir wussten, dass wir unsere Gruppe gewinnen können, aber dass wir Südkorea so klar distanzieren können, ist eine Sensation."

Gegen die Asiatinnen, die ebenfalls vor der Partie bereits für die Hauptrunde qualifiziert waren, legte Englert den Grundstein zum Erfolg. Allein in der ersten Halbzeit wehrte sie 13 Würfe ab. Dies - und die sechs Tore von Jurack vor der Pause - waren die Basis für die knappe 14:12-Pausenführung.

Korea phasenweise vorgeführt 

Im Angriff lief nach gutem Start (10:4/22.) allerdings phasenweise nichts mehr zusammen. Auch als sich das Team wieder gefangen hatte und auf 12:7 davonzog, fehlten Sicherheit und Konzentration.

Nach der Pause war ein von Torfrau Clara Woltering in der 33. Minute parierter Strafwurf die Initialzündung für den Sturmlauf des deutschen Teams, das im Angriff nun deutlich beweglicher agierte. Zudem bezwang man die Koreanerinnen mit deren ansonsten stärkster Waffe ­ dem Tempogegenstoß.

Nach dem 18:15 (37.) brach Korea völlig ein und wurde phasenweise vorgeführt. Deutschland erzielte sechs Treffer in Folge und hatte beim 24:15 (43.) die Partie entschieden.

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