Hamburg 2008 mit höchstdotiertem Springen

SID
Mittwoch, 19.12.2007 | 13:28 Uhr
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Hamburg - Das Hamburger Derby hängt den CHIO Aachen ab: Das höchstdotierte Springen des Landes wird 2008 Jahr beim Reitturnier in der Hansestadt ausgerichtet.

300.000 Euro werden 2008 beim Großen Preis von Hamburg als Gewinngeld ausgeschüttet. Möglich macht dies die Global Champions Tour, eine weltweite Serie, die im dritten Jahr erstmals eine Etappe in Deutschland hat. Das Hamburger Derby vom 1. bis 4. Mai wird damit deutlich aufgewertet und ist das einzige Turnier der Welt, bei dem mit der Global Champions Tour und der Riders Tour zwei Springsport-Serien Station machen.

Die Springreiter dürfen sich die Hände reiben, denn so viel gab es in Deutschland auf einen Schlag noch nicht zu gewinnen: 100.000 Euro erhält der Sieger in Hamburg. Der Große Preis von Aachen war im vorigen Jahr mit 255.000 Euro dotiert, die siegreiche Beezie Madden (USA) kassierte 82.000 Euro.

Wie viel es 2008 sein werden, ist noch offen, aber den neuen Höchstwert dürfte auch das CHIO kaum toppen. "Wir sind noch dran. Wir passen die Dotierung jedes Jahr an", sagte Frank Kemperman. Der CHIO-Manager betonte jedoch: "Unsere Politik ist es nicht, alles auf den Großen Preis zu setzen." Aachen bleibe auf jeden Fall die höchstdotierte Reitsport-Veranstaltung der Welt.

Rund 1,5 Millionen Euro schütteten die Aachener in diesem Jahr insgesamt aus, davon allein 914.639 Euro für die Springreiter. Zum Vergleich: Die Gesamtdotierung des Derby-Turniers beträgt 2008 etwa 500.000 Euro.

Einigung zwischen Tour-Machern 

Möglich geworden ist die Rekord-Dotierung in Hamburg durch eine Einigung von Riders-Tour-Macher Paul Schockemöhle mit dem Initiator der Global Champions Tour, dem Niederländer Jan Tops. Beide Serien waren bisher Konkurrenten. Die 2001 gestartete Riders Tour warb lange damit, die höchstdotierte Springsport-Serie der Welt zu sein, und sollte international ausgeweitet werden. Inzwischen hat Schockemöhle sie aber wieder abgespeckt: Stationen im Ausland, die Dressur, die Teamwertung und einen Teil des Preisgeldes hat er gestrichen. Im kommenden Jahr soll die Riders Tour sechs Etappen in Deutschland haben: Hamburg, Wiesbaden, Münster, Paderborn, Hannover und München.

Gesamtpreisgeld von 5,5 Millionen 

Die Global Champions Tour ist nach dem beigelegten Streit mit dem Weltverband FEI dagegen genau das, was Schockemöhle und sein früherer Partner Hans Werner Aufrecht eigentlich wollten - eine einzigartige und internationale Serie mit dem weltweit höchsten Preisgeld. Doha, Hamburg, Cannes, Monte Carlo, Estoril, Valkenswaard, Arezzo und Sao Paulo sind 2008 Stationen. Das Gesamtpreisgeld der acht Turniere und der Serie beträgt nach Angaben der Veranstalter 5,5 Millionen Euro.

Für Hamburg bedeutet die neue Serie einen deutlichen Fortschritt, denn zuletzt fehlten viele Weltklasse-Reiter, da sie kein spezielles Pferd für den schweren Derby-Parcours besaßen. Nun hofft Organisator Volker Wulff, dass die Global Champions Tour mehr Stars anlockt, "von denen der eine oder andere sicher auch ein Derbypferd mitbringt".

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