Schwimmen

Gold und Weltrekord für DSV-Frauenstaffel

SID
Samstag, 15.12.2007 | 19:09 Uhr
steffen, pietsch, schwimmen
© DPA
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Debrecen - Deutschlands Topschwimmerin Britta Steffen und ihre Mitstreiter sind in Debrecen auf dem besten Weg, zum siebten Mal hintereinander Europas Nummer 1 zu werden.

Nach Gold und Weltrekord von 1:46,67 Minuten für die Frauen-Lagenstaffel und Silber für Rücken-Expertin Janine Pietsch ist die Ausbeute der Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei den kontinentalen Kurzbahn- Titelkämpfen in Ungarn mit fünfmal Gold, viermal Silber und viermal Bronze schon vor dem Finale fast so gut wie bei der Gesamtbilanz 2006 in Helsinki (6-6-3).

25 Stunden nach dem Einzeltitel über 100 Meter Freistil führte die 24-jährige Berlinerin Steffen Pietsch, Janne Schäfer (Wolfsburg) und Annika Mehlhorn aus Baunatal über 4 x 50 Meter Lagen unwiderstehlich zur Weltbestmarke, den seit zwei Jahren die Niederlande (1:47,44) hielten. "Auf der Startbrücke haben wir uns gesagt, wir können das - und plötzlich waren wir alle ganz locker", schilderte Steffen die nicht so einfache Situation.

"Stimmung drohte zu kippen"

Denn Weltmeisterin Pietsch war vor dem krönenden Finale des dritten Tages ihren Titel über 50 Meter Rücken losgeworden, war gegen die neue kroatische Weltrekordlerin Sanja Jovanovic (26,50 Sekunden) als Zweitplatzierte (27,11) chancenlos. Und sauer auf sich selbst. "Da drohte unsere gute Stimmung zu kippen", sagte Britta Steffen.

Doch sie und DSV-Sportdirektor Örjan Madsen konnten später vereint strahlen. "Einen Tag mit Weltrekord abzuschließen - das ist doch klasse", kommentierte Madsen den Coup.

Viele Medaillenchancen am Sonntag

Am Sonntag greift Britta Steffen wieder an: Über 50 Meter Freistil gilt sie nach der Einstellung ihrer nationalen Rekordmarke (23,90 Sekunden) am Start des deutschen Kraul-Quartetts als Anwärterin auf die Sprint-Krone.

Mit besten Chancen auf seine 54. internationale Einzelmedaille geht Europarekordler Thomas Rupprath (Rostock) in das Lagen-Finale über 100 Meter. In der Vorschlussrunde wurde der 30-Jährige Zweiter (53,77) hinter Peter Mankoc (Slowenien/53,45).

Helge Meeuw (Frankfurt/Main) greift nach seinem Halbfinalsieg (51,26) über 100 Meter Rücken nach Gold. Sarah Poewe (Wuppertal), EM-Dritte über 50 Meter Brust, erreichte über die doppelte Distanz als Sechste den Endlauf. Annika Mehlhorn (Baunatal) wurde Halbfinal-Siebte über 100 Meter Schmetterling und steht gleichfalls im Finale.

Cseh schafft Hattrick

Über 200 Meter Schmetterling holte sich der Ungar Laszlo Cseh bei seinem "Heimspiel" das dritte Gold, blieb dabei aber erstmals ohne Final-Weltrekord. Die französische Olympiasiegerin Laure Manaudou verfehlte beim erneuten Titelgewinn über 400 Meter Freistil ihren Weltrekord nur um 1,34 Sekunden.

Polens Langbahn-Weltmeister Mateusz Sawrymowicz löste im Freistil-"Marathon" über 1500 Meter Juri Prilukow als Europameister ab. Der Russe, in Ungarn nicht am Start, hatte diese EM-Strecke zuletzt fünf Mal in Serie für sich entschieden.

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