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Sprung vom höchsten Haus der Welt

SID
Mittwoch, 12.12.2007 | 15:31 Uhr
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Wien - Die Aktion erinnert an einen Agententhriller: In geheimer Mission ist der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner als Erster vom offiziell höchsten fertigen Gebäude der Welt in Taiwan gesprungen.

Der 38-jährige Salzburger stürzte sich am 11. Dezember unerlaubt von dem Wolkenkratzer Taipeh 101 in 509 Meter Tiefe, berichtete seine Sprecherin Lisa Fürst. Nach fünf Sekunden freien Falls öffnete sich sein Fallschirm, danach landete er auf dem Dach eines Parkhauses und machte sich auf den Weg zum Flughafen, um das Land zu verlassen.

"Direkt nach dem Sprung geht es immer darum, dass er möglichst schnell weg kommt", sagte seine Sprecherin. Sie hätten vorsorglich Anwälte in Taipeh alarmiert, um Baumgartner im Falle einer Verhaftung aus einem chinesischen Gefängnis herauszubekommen. Der Sprung sei ein Jahr lang vorbereitet worden. Baumgartner hatte nach Schilderung seiner Sprecherin bei mehreren Besuchen in dem Gebäude die Sicherheitssysteme und Absperrungen erkundet.

Fallschirm auf Toilette versteckt

Mit Hilfe eines taiwanesischen Bekannten schmuggelte er dann seinen Fallschirm an den Sicherheitskräften vorbei und versteckte ihn auf einer Toilette. Am Tag des Sprunges lenkten Komplizen die Menschen auf der Aussichtsplattform des Wolkenkratzers ab, während der Extremsportler über die drei Meter hohe Absperrung kletterte und sich in die Tiefe fallen ließ. Dabei prellte er sich die Ferse, blieb ansonsten aber unverletzt.

Inzwischen befindet sich der Salzburger in Hongkong und will dort feiern. "Das ist wie Olympiagold", sagte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Petronas Tower und Christus-Statue bereits "erledigt" 

Der Österreicher bezeichnet sich selbst als "Base-Jumper". In diesem - in den meisten Ländern verbotenen - Sport lassen sich Menschen in aufsehenerregenden Aktionen von Häusern, Sendemasten, Brücken oder Felsen fallen. Baumgartner stürzte sich bereits von der Christus-Statue im brasilianischen Rio de Janeiro und 1999 von dem damals höchsten Gebäude der Welt, dem Petronas Tower in Malaysia. 2003 flog der Salzburger mit einem selbst entwickelten Karbonflügel von England über den Ärmelkanal nach Frankreich.

Das internationale Finanzzentrum Taipeh 101 gilt offiziell noch als das höchste fertiggestellte Gebäude der Welt, wird diesen Titel aber bald an den Wolkenkratzer Burj Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlieren. An dem Turm wird noch gebaut, er überragt aber auch unfertig schon den Taipeh 101. Die genaue geplante Höhe wird aus Angst vor Konkurrenten im Wolkenkratzer-Wettbauen geheim gehalten.

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