Sportpolitik

Doping-Task-Force: Keine Rückforderungen

SID
Donnerstag, 20.12.2007 | 11:07 Uhr
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Berlin - Im Zuge der Doping-Skandale wird der Bund keine Fördermittel von deutschen Sportfachverbänden zurückfordern. Dies empfiehlt die behördeninterne Doping-Task-Force, die ihren Abschlussbericht Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble übergeben hat.

"Die festgestellten Tatsachen lassen erkennen, dass die Verbände und Stützpunkte eine aktive Dopingbekämpfung betreiben", heißt es in dem Report. Nach den Erkenntnissen der Projektgruppe sei allerdings zum Teil die Bedeutung einer ordnungsgemäßen rechtlichen Umsetzung des Codes der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) nicht erkannt oder unterschätzt worden.

"Eine direkte Unterstützung von dopenden Sportlern konnte nicht festgestellt werden", lautet das Fazit. Im Rahmen des vorgeschlagenen standardisierten Verfahrens zur Überprüfung der Einhaltung der Anti-Doping-Bestimmungen werde jedoch insbesondere das künftige Verhalten der Verbände und Stützpunkte weiter zu beobachten sein. Im Einzelfall könnten dann eine Rückforderung oder zusätzliche Auflagen oder Bedingungen im Zuwendungsbescheid angezeigt sein.

50 Einrichtungen unter die Lupe genommen 

"Die ersten Reaktionen der geprüften Institutionen belegen, dass es gut und notwendig war, die Projektgruppe einzurichten", sagte Schäuble. "Es hat sich gezeigt, dass alle Beteiligten sensibilisiert sind und die Dopingbekämpfung zur Chefsache erklärt haben."

Überprüft wurden von der Task Force die olympischen Fachverbände, Stützpunkte des organisierten Sports sowie das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft. Insgesamt sind mehr als 50 Einrichtungen unter die Lupe genommen worden. Geklärt werden sollte, ob die Anti-Doping-Klauseln in den Zuwendungsbescheiden des Bundes in vollem Umfang erfüllt werden.

Sportschiedsgericht ab 1. Januar aktiv 

Angeordnet hatte Schäuble die Überprüfung im Frühsommer nach einer Serie von Dopingbekenntnissen ehemaliger Radsportler und den Enthüllungen über Dopingaktivitäten von Sportmedizinern an der Universität Freiburg.

Die Projektgruppe hat zudem konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um die Unabhängigkeit des Doping-Kontrollsystems von etwaigen Verbandsinteressen zu erhöhen: Hierzu gehören die umfassende Inanspruchnahme des zum 1. Januar 2008 neu eingerichteten deutschen Sportschiedsgerichts, die Bündelung der Trainings- und Wettkampfkontrollen in der Hand der NADA sowie die Entscheidung über eine Anstellung bzw. Wiederanstellung von Trainern mit "Doping- Vergangenheit" durch ein Gremium des Sports anhand konkreter Kriterien.

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