Radsport

Audi steigt aus T-Mobile-Team aus

SID
Donnerstag, 29.11.2007 | 17:37 Uhr
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Ingolstadt/Hamburg - Dem T-Mobile-Team ist der dritte wichtige Sponsor abhandengekommen. Nach Hauptgeldgeber Telekom und dem Sportartikelhersteller Adidas beendet auch der Autokonzern Audi das Engagement beim Bonner Rennstall.

"Durch den Rückzug der Deutschen Telekom fehlt dem Team der wichtigste Partner und somit die Basis, auf der die Audi AG sich engagiert hat. Daher werden wir unser Engagement im kommenden Jahr nicht weiterführen", bestätigte Audi-Sprecherin Iris Altig.

Das Unternehmen aus Ingolstadt hatte sich bis 2008 vertraglich an das bisherige T-Mobile-Team gebunden.

Giant bleibt Sponsor 

Nur Europas größter Fahrradhersteller Giant will trotz der jüngsten Doping-Enthüllungen auch künftig mit der Mannschaft von Teammanager Bob Stapleton zusammenarbeiten. "Es ist unsere Absicht weiterzumachen", sagte der Sportmarketingchef von Giant Europe, Tom Davies. Gute Nachrichten hatten die Veranstalter der Deutschland-Tour parat. "Wir planen diese Veranstaltung langfristig", sagte D-Tour-Sprecher Reinald Achilles.

Davies betonte, die Entscheidung der anderen Sponsoren habe keinen Einfluss auf die eigenen Pläne bis 2010 gehabt. "Wir folgen ihnen nicht. Es ist unsere Absicht, mit den jungen und hoffnungsvollen Talenten weiterzumachen", sagte der Giant-Vertreter.

Auch Gerolsteiner mit Problemen

Im Kampf um 66 Arbeitsplätze machen die Doping-Schlagzeilen auch dem Konkurrenz-Team Gerolsteiner zu schaffen. Nach dem Rückzug des Mineralwasser-Herstellers zum Ende der kommenden Saison will Teammanager Hans-Michael Holczer spätestens im Mai 2008 eine Entscheidung verkünden. "Bis April/Mai muss ich einen neuen Sponsor für 2009 haben, sonst müsste ich meinen Fahrern sagen, sie sollen sich nach etwas anderem umschauen", sagte Holczer. Deutsche Geldgeber für den Radsport zu begeistern dürfte im Moment nahezu unmöglich sein. "Es müsste sicher mindestens ein Sponsor mit internationalem Zuschnitt sein", meinte Gerolsteiners Marketing-Chef Stefan Göbel.

Probleme bei der Rad-WM 

Die Krise des Radsports zeigte sich auch anhand neuester Zahlen der Heim-WM in Stuttgart. Nach Angaben der Stadt ist der ursprüngliche Etat der "Stuttgarter Chaostage" Ende September von 2,3 Millionen Euro um 700 000 bis 1 Million überzogen worden.

Und auch Andreas Klöden wartete nicht mit positiven Nachrichten auf: Der deutsche Spitzenfahrer und seine Astana-Kollegen haben der Teamleitung wegen ausstehender Gehälter ein Ultimatum gestellt. "Sollten bis Weihnachten keine Zahlungen eingehen, wenden wir uns an die UCI. Dort musste Astana eine Bürgschaft hinterlegen, aus der wir bezahlt werden können", sagte Klöden "Sport Bild online".

Deutschland-Tour gesichert 

Zumindest die Zukunft der Deutschland-Tour ist dauerhaft gesichert. Trotz des angekündigten Ausstiegs der Deutschen Telekom AG aus dem Profi-Radsport wird das einzige deutsche ProTour-Rennen auch 2008 stattfinden.

"Wir organisieren das nicht als Eintagsfliege", betonte Achilles. Zuvor hatte die ARD zugesagt, auch im kommenden Jahr die rund 1200 Kilometer lange Rundfahrt zwischen dem 29. August und dem 6. September zu übertragen, wenn "sie überhaupt stattfindet". 

Rückzug nicht "Knall auf Fall" 

Doch den Verlust des bisherigen Hauptsponsors T-Mobile müssen die Organisatoren der D-Tour verkraften. Der Bonner Kommunikationskonzern hat zwar noch für 2008 einen Vertrag. Allerdings ist anzunehmen, dass dieser mit einer Ausstiegsklausel versehen ist. "Sowohl für dieses Engagement als auch für unsere breitensportlichen Aktivitäten sind wir gerade dabei, das so abzufedern, damit es nicht die mit voller Wucht trifft, die nichts dafür können", sagte Telekom-Sprecher Christian Frommert.

Der Rückzug werde jedoch nicht "Knall auf Fall" passieren: "Wir werden schauen, dass wir eine Kompensationslösung finden und uns dann sukzessive zurückziehen." Das Marketing-Paket soll dem Vernehmen nach bei rund einer halben Million Euro liegen. Denkbar ist, dass T-Mobile einen gewissen Entschädigungsbetrag bezahlen sowie sich um die Bereitstellung des Pressezentrums kümmern wird.

Die Farbe Magenta wird allerdings bei der Deutschland-Tour nicht mehr zu sehen sein.

 

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