Leichtathletik

Medaillen-Rückgabe der Jones-Staffeln?

SID
Dienstag, 16.10.2007 | 13:13 Uhr
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Monte Carlo/Düsseldorf - Mitgehangen, mitgefangen? Diese bange Frage stellen sich die Staffel-Kolleginnen nach der Doping- Beichte von Marion Jones.

Nachdem die US-Sprinterin ihre fünf bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gewonnenen Medaillen bereits abgegeben hat, müssen nun der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) und das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheiden, ob auch die Plaketten ihrer Mitläuferinnen über 4x100 (Bronze) und 4x400 Meter (Gold) zurückgefordert werden.

"Wir untersuchen den Fall zur Zeit sorgfältig", erklärte IAAF-Sprecher Nick Davies.

Binnen 30 Tagen nach Eingang des offiziellen Untersuchungsberichts der amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) muss die IAAF über die Aberkennung der Olympia-Medaillen im Fall Jones entscheiden.

Entscheidung am 10. Dezember?

Die Disziplinarkommission des IOC unter Vorsitz von Thomas Bach wird diesen Entscheid abwarten und möglicherweise am 10. Dezember auf der Exekutivkomitee-Sitzung in Lausanne einen Schlussstrich unter diese Affäre ziehen.

Dass die Mitläuferinnen der geständigen Jones die Medaillen behalten können, wie einst die Staffel-Kameraden des 1999 vor den Spielen in Sydney des Dopings überführten Jerome Young, ist sehr zweifelhaft.

"Der Fall Young ist nicht unmittelbar mit dem von Marion Jones zu vergleichen", sagte Bach. Dem inzwischen lebenslang gesperrten US-Läufer war die olympische Goldmedaille, die er mit der 4x400-Meter-Staffel der USA in Sydney gewann, aberkannt worden - seine Staffel-Mitläufer, angeführt von Michael Johnson, konnten ihre aber behalten.

Anderer Fall als bei Young

Der Unterschied: Young war im Vorlauf und im Halbfinale eingesetzt worden, nicht jedoch im Finale. Außerdem war er vor den Sydney-Spielen positiv getestet worden. Nach ihrem Geständnis ist davon auszugehen, dass Marion Jones in Australien gedopt an den Start ging. "Das sind die elementaren Unterschiede", so Bach.

Gleich geblieben ist andererseits die juristische Grundlage. Im Jahr 2000 existierte kein Passus im IAAF-Regelwerk, wonach allen Staffel-Mitgliedern ihre Medaillen aberkannt werden, wenn einer des Dopings überführt wird.

Die Regel 39.2, die die automatische Disqualifikation für das ganze Läufer-Team sowie die Rückgabe von Titeln, Medaillen, Punkten sowie Preis- und Antrittsgelder vorsieht, wurde erst als Konsequenz aus der Young-Affäre ergänzt.

Miles-Clark und Richards wollen Medaillen behalten

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne hatte deshalb die IAAF-Bestrafung des gesamten Young-Kollektivs abgewiesen. Das CAS hatte in seiner Urteilsbegründung 2005 das "juristische Abrakadabra", mit dem das gesamte Team belangt werden sollte, als nicht regelkonform bezeichnet.

Unterdessen hat der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der USA (USOC), Peter Ueberroth, angekündigt, die einstigen Staffel- Gefährtinnen von Marion Jones ermutigen zu wollen, die Medaillen abzugeben.

Jearl Miles-Clark, die mit der damaligen 4x400-Meter- Staffel Olympia-Gold holte und Passion Richards - sie gewann Bronze mit dem Sprint-Quartett der USA - kündigten allerdings an, das Edelmetall behalten zu wollen. Sie könnten im Fall der Wegnahme ihrer Medaillen vor den CAS gehen.

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