Radsport

T-Mobile: Rogers von Vorwürfen nicht betroffen

SID
Dienstag, 30.10.2007 | 17:03 Uhr
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Berlin/Bonn - Michael Rogers, Kapitän des T-Mobile-Teams, ist von den pauschalen Doping-Vorwürfen seines ehemaligen Mannschafts-Kollegen Patrik Sinkewitz nach eigener Aussage nicht betroffen.

"Wir haben mit Rogers gesprochen, er hat gesagt, er sei 2006 in Doping-Praktiken im T-Mobile-Team nicht involviert gewesen", sagte Teamsprecher Stefan Wagner. Kronzeuge Sinkewitz, 2007 des Testosteron-Dopings überführt, hatte vor dem Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) laut dessen Vorsitzendem Peter Barth ausgesagt, 2006 sei in der Mannschaft auch nach dem Rausschmiss Jan Ullrichs unter Teamaufsicht weiter gedopt worden.

Der dreifache australische Zeitfahr-Weltmeister Rogers ist der einzige "Überlebende" aus dieser Zeit im heutigen T-Mobile-Team. Alle anderen Mitglieder des neunköpfigen Tour-de-France-Kaders von 2006 haben den Arbeitgeber gewechselt, ihre Karriere beendet (Giuseppe Guerini), sind des Doping überführt oder unter starkem Verdacht.

"Neuanfang" noch strikter

Der durch starke Indizien belastete Ullrich, gegen den die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt, beendete seine Karriere im Februar. Der zusammen mit dem Toursieger von 1997 vor dem Start der Frankreich-Rundfahrt zusammen mit Ullrich-Intimus Rudy Pevenage suspendierte Oscar Sevilla ist in seinem Heimatland Spanien wieder im Einsatz. Andreas Klöden, nach dem Landis-Urteil zum Tour-Zweiten 2006 aufgerückt, hat noch einen Vertrag bei Astana.

Klödens ehemaliger Astana-Team-Kollege Matthias Kessler aus Nürnberg (Tour-Etappengewinner 2006) wurde dort in diesem Jahr wegen Dopings entlassen, ebenso wie der Italiener Eddy Mazzoleni wegen Doping-Verdachts. Der zweifache Etappengewinner und Träger des Gelben Trikots für zwei Tage, Sergej Gontschar (Ukraine), war in diesem Jahr wegen auffälliger Blutwerte von der Bonner Teamleitung entlassen worden. Sinkewitz war in diesem Juni positiv getestet worden.

"Sinkewitz soll behauptet haben, 'Teile der Mannschaft' hätten 2006 weiter gedopt. Rogers war davon nicht betroffen", sagte Wagner. Er kündigte an, 2008 werde der Anti-Doping-Kurs bei den Bonnern, die im August 2006 einen "Neuanfang" propagierten, noch strikter ausgelegt.

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