Rugby-WM-Finale komplett

Springboks wollen England vom Thron stürzen

SID
Montag, 15.10.2007 | 13:57 Uhr
springboks
© Getty
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Hannover/Paris - Die Springboks sind bereit für den großen Sprung: Südafrika hat als einzige Mannschaft das Endspiel der 6. Rugby-Weltmeisterschaft in Frankreich ungeschlagen erreicht und will im Finale von Paris den Titelverteidiger stürzen.

Die Engländer um Superstar Jonny Wilkinson erlebten bei den Titelkämpfen eine kaum für möglich gehaltene Steigerung - kein Experte hatte sie als möglichen Weltmeister auf der Rechnung gehabt.

Südafrikas Trainer Jake White blickt nach dem überzeugenden 37:13- Erfolg gegen Argentinien im zweiten WM-Halbfinale dem zweiten Duell gegen England innerhalb von vier Wochen mit Zuversicht, aber auch mit Respekt entgegen.

36:0-Klatsche in der Vorrunde

In der Vorrunde hatten die Südafrikaner die Briten am 14. September mit 36:0 überrollt und gedemütigt. "Die Gruppenspiele sind unerheblich. Am Samstag geht es um den Titel. Das ist ein großer Unterschied. Ich rechne mit einem zähen Spiel", erklärte White.

Gegen die eisenharten Argentinier, die bis dahin kein Spiel verloren hatten, überzeugte Südafrika in Angriff und Abwehr. Zwei grobe Schnitzer der Pumas nutzte der Weltmeister von 1995 bereits in der Anfangsphase zu zwei schnellen Versuchen. Auch in der Folgezeit zwang die kompakte Defensive der Südafrikaner den Gegner immer wieder zu technischen Fehlern. "Wir waren im Gedränge und in der Gasse stark", lobte White seine Spieler.

Ganz Südafrika fiebert mit

In Johannesburg, Pretoria und Kapstadt rückt das Thema Fußball-WM 2010 in diesen Tagen in die zweite Reihe. Die Hoffnung auf den zweiten Rugby-WM-Titel, zwölf Jahre nach dem Turnier im eigenen Land, ist nach dem vorzeitigen Scheitern der anderen Favoriten Neuseeland, Australien und Frankreich groß.

England gilt aber spätestens seit der Rückkehr von Wilkinson - der Verbinder fehlte verletzungsbedingt bei der 0:36-Klatsche in der Vorrunde - als ebenbürtiger Gegner. "Sie haben nicht nur Wilkinson, sondern eine Vielzahl von Spielern, die bereits vor vier Jahren Weltmeister waren. Das ist ein Vorteil", warnte White.

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