Handball

Handball: Heim-WM 2019 hat DHB einen Millionengewinn beschert

SID
Die Heim-WM hat dem DHB einen Millionengewinn beschert.

Die Heim-WM im Januar hat dem Deutschen Handballbund einen satten Gewinn beschert. Nach den Millionen-Einnahmen plant der Verband die Bewerbung um weitere Groß-Events.

Das Wintermärchen der deutschen Handballer glänzt im Nachhinein auch ohne Medaille: Vier Monate nach dem Ende der Heim-WM hat der Co-Gastgeber aus finanzieller Sicht eine überaus positive Bilanz gezogen.

Nach dem Kassensturz verzeichnete der Deutsche Handballbund (DHB) ein sattes Plus von rund drei Millionen Euro - und nahm angesichts des Erfolgs gleich die nächsten Bewerbungen für Groß-Events in Angriff.

"Wir waren bereits während des Turniers optimistisch, aber dieses Ergebnis übertrifft unsere Erwartungen", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. Rund 550.000 Zuschauer bei den Spielen in Berlin, München, Köln und Hamburg bedeuteten eine Hallen-Auslastung von 98 Prozent.

Die DHB-Auswahl hatte bei dem zusätzlich in Dänemark ausgetragenen Turnier mit dem Einzug ins Halbfinale überzeugt, das Podium als Vierter letztlich aber knapp verpasst.

DHB: Schober soll Verwendungsplan erstellen

Um die Weichen für die Zukunft wieder Richtung Titel zu stellen, sollen die Einnahmen der Heim-WM deshalb nun clever eingesetzt werden.

"Dank dieses einmaligen Effekts haben wir zusätzliche Möglichkeiten, weiter strategisch und mit Augenmaß in die Entwicklung des Handballs zu investieren", kündigte etwa Mark Schober an.

Der Vorstandsvorsitzende des DHB ist damit beauftragt, einen Verwendungsplan für den WM-Gewinn zu erstellen.

"Haus des Handballs" steht auf Investitionsplan

Dabei sollen 80 Prozent des Geldes in die langfristige Entwicklung des Handballs in Deutschland investiert werden.

Auch die Restrukturierung der Landesverbände, Maßnahmen zur Digitalisierung der Verbandsarbeit und ein "Haus des Handballs" stehen auf dem Investitionsplan.

Rund 20 Prozent kommen zudem aktuellen Projekten der Mitgliederentwicklung zugute, etwa einer Ehrenamtskampagne oder dem "Tag des Handballs", dessen zentrale Veranstaltungen am 26. Oktober in Hannover stattfinden.

DHB will weitere Turniere ausrichten

Dazu animiert der finanzielle Erfolg den DHB, sich für weitere internationale Großereignisse ins Spiel zu bringen.

Nach der EM 2024, die bereits nach Deutschland vergeben wurde, will sich der Verband gemeinsam mit den Niederlanden für die Frauen-WM 2025 sowie im Alleingang für die Männer-WM 2027 bewerben. Auch an der Ausrichtung der U18- oder U20-EM 2022 will Deutschland sein Interesse hinterlegen.

"Der Deutsche Handballbund möchte weiter ein aktiver Teil der internationalen Handball-Familie sein", sagte Michelmann: "Daher ist es nur konsequent, dass wir uns weiter als Ausrichter einbringen und so einen Beitrag zur Entwicklung unseres Sports leisten."

Die Weltmeisterschaft 2019 war für den DHB "emotional und auch wirtschaftlich" ein Erfolg. Dieser Schwung soll nun genutzt werden.

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