Handball

Handball-WM: Kroatien und Spanien meistern zweite Hürde

SID

Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat mit Außenseiter Japan bei der Handball-WM in Deutschland und Dänemark die nächste Niederlage kassiert. Die Asiaten waren beim 27:35 gegen Mitfavorit Kroatien in München erwartungsgemäß chancenlos und haben nach der Auftaktniederlage gegen Mazedonien (29:38) kaum noch Chancen, die Hauptrunde zu erreichen.

Kroatien feierte vor 12.000 Zuschauern in der ausverkauften Olympiahalle den zweiten Sieg und präsentierte sich in guter Form. Bester Werfer des ehemaligen Weltmeisters war Zlatko Horvat mit acht Toren.

Japan hält phasenweise gut mit

"Wir hatten am Anfang gegen die starke Abwehr keine Chance. Es war wirklich schwierig. Wir haben aber Moral und Kampfgeist bewiesen. Wir hatten keine Angst mehr", sagte Sigurdsson, der die Auswahl des Deutschen Handballbundes 2016 sensationell zum EM-Titel geführt hatte.

Die Japaner hielten zwar phasenweise gut mit, gegen die individuelle Klasse der auch körperlich überlegenen Kroaten konnten sie am Ende aber nichts ausrichten. Im zweiten Durchgang wechselte der zweimalige Olympiasieger munter durch, um Kräfte für den weiteren Turnierverlauf zu sparen.

Spanien überzeugt, Katar wahrt Chance

Mitfavorit Spanien überzeugte mit einer disziplinierten und mannschaftlich geschlossenen Leistung. Ferran Sole erzielte fünf Tore für die Iberer. Island steht nach zwei Niederlagen in der Gruppe C schon unter Druck. Mazedonien weist hingegen wie Kroatien und Spanien die Idealpunktzahl auf. Angeführt von Oldie Kiril Lazarov siegte der EM-Elfte 28:23 (12:8) gegen Außenseiter Bahrain. Der 38 Jahre alte ehemalige WM-Torschützenkönig erzielte acht Treffer.

Deutschland-Schreck Katar hat derweil seine Chance in der Gruppe D auf den Hauptrunden-Einzug gewahrt. Der ehemalige Vizeweltmeister besiegte Ägypten in Kopenhagen mit 28:23 (15:12) und rehabilitierte sich damit für die peinliche 23:24-Niederlage gegen Außenseiter Angola. Bester Werfer gegen die Ägypter (0:4 Punkte) war Youssef Ali mit neun Toren. Katar hatte den deutschen Medaillentraum bei den Weltmeisterschaften 2015 (Viertelfinale) und 2017 (Achtelfinale) beendet.

Angola verpasste nach dem Coup gegen Katar die nächste Überraschung und musste sich dem WM-Siebten Ungarn (3:1) mit 24:34 (8:18) geschlagen geben. Am Sonntagabend traf Vize-Europameister Schweden noch auf Argentinien.

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