Kiel holt Szilagyi als Sportchef

SID
Donnerstag, 02.11.2017 | 18:35 Uhr
Viktor Szilagyi trug von 2005 bis 2008 das Trikot des THW und spielte zuletzt für den Bergischen SC
© getty
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Der THW Kiel hat auf den sportlichen Abwärtstrend reagiert und baut seine Teamführung um. Der langjährige Bundesliga-Spieler und Ex-Kieler Viktor Szilagyi wird ab dem 1. Januar 2018 die neu geschaffene Stelle des Sportlichen Leiters beim zuletzt strauchelnden Branchenriesen übernehmen.

Der 203-malige österreichische Nationalspieler lief von 2005 bis 2008 für den THW auf, nun kommt er vom Zweitligisten Bergischer HC und unterschrieb einen Vertrag bis 2022.

Gleichzeitig verlängerte der THW den Vertrag mit Geschäftsführer Thorsten Storm, der sich künftig voll auf den kaufmännischen Bereich konzentrieren wird, vorzeitig um zwei Jahre bis 2021.

"Der Handball in Europa hat sich enorm verändert. Wir passen nun unsere Struktur an und stellen uns den neuen Anforderungen", sagte Kiels Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Ziegenbein. Storm wird sich deshalb künftig um die Internationalisierung der Marke THW Kiel, das nationale und internationale Sponsoring sowie das Marketing der Norddeutschen kümmern. "Ohne weitere, maßgebliche Sponsoreneinnahmen aus Werberechten ist das Erreichen der sportlichen Ziele des THW Kiel nicht möglich", sagte Ziegenbein.

Knieverletzung beendet Szilagyis Karriere

Szilagyi, der mit Kiel seinerzeit drei Mal die deutsche Meisterschaft, zwei Mal den DHB-Pokal und 2007 die Champions League gewonnen hatte, spielte 17 Jahre in der Bundesliga. Nach Stationen in Dormagen, Essen, Kiel, Gummersbach und Flensburg lief er zuletzt für den Bundesliga-Absteiger Bergischen HC auf, bis ihn eine schwere Knieverletzung Anfang des Jahres stoppte.

"Viktor Szilagyi kennt den THW Kiel, die Stadt und das Umfeld. Er wird kaum Eingewöhnungszeit brauchen und uns direkt unterstützen können", sagte Kiels Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Ziegenbein. Und Szilagyi meinte: "Ich freue mich, wieder Teil der THW-Familie zu werden." Die Jahre beim THW seien "prägend" für ihn gewesen. "Der Kontakt nach Kiel ist nie abgerissen."

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