THW Kiel: Das Desaster in Paris und die Folgen

Lövgren: "Gislason-Entlassung unvorstellbar"

Von SPOX
Mittwoch, 15.03.2017 | 09:17 Uhr
Alfred Gislason musste sich nach dem Debakel in Paris kritische Stimmen gefallen lassen
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Nach dem 24:42-Desaster in der Champions League bei Paris Saint-Germain sitzt der Stachel beim THW Kiel tief. Auch die kritischen Stimmen gegen Trainer Alfred Gislason werden allmählich lauter. Zebra-Legende Stefan Lövgren glaubt allerdings bei SPOX nicht an ein mögliches Aus des Isländers.

"Ich glaube nicht, dass man Alfred Gislason nun ernsthaft in Frage stellen oder gar entlassen wird. Das ist für mich unvorstellbar", sagte Lövgren im Gespräch mit SPOX: "Der THW wird auch in Zukunft eine ganz starke Rolle spielen. Die kommen da wieder raus."

Und der Schwede, der von 1999 bis 2009 das Trikot der Zebras trug, weiter: "Teilweise wird in Deutschland ja schon davon gesprochen, dass der gute Ruf des THW auf dem Spiel stehen würde. Den sehe ich überhaupt nicht in Gefahr. So ein Spiel wie gegen Paris kann eben auch mal einem Klub wie Kiel passieren."

Aktuell wird Gislason ohnehin noch der Rücken von Manager Thorsten Storm gestärkt. Allerdings gibt es auch immer wieder Stimmen, die das etwas einfallslose Angriffsspiel der Kieler kritisieren. Zudem passen in dieser Saison die Ergebnisse nicht.

"Der Druck kommt nicht nur von außen"

In der Bundesliga haben die Nordlichter (38:8 Punkte) bereits vier Niederlagen kassiert. Der Rückstand auf die SG Flensburg-Handewitt (41:3) und die Rhein-Neckar Löwen (37:5) ist riesig, die Meisterschaft quasi futsch.

Während der THW im Pokal zwar immerhin mal wieder das Final Four erreicht hat, lief es in der Champions-League-Gruppenphase äußerst mau. Mit sieben Pleiten aus 14 Partien belegt Kiel lediglich Rang fünf und trifft nun im Achtelfinale auf die Rhein-Neckar Löwen.

"Die Erwartungshaltung beim THW Kiel ist riesig. Dieser Druck kommt nicht nur von außen, Verein und Mannschaft machen ihn sich auch selbst. Wenn dann diese Erwartungen nicht erfüllt werden, wird es unruhig. Das ist aber ganz normal", so Lövgren.

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