Weltverband hofft auf TV-Lösung für Frauen-WM

SID
Freitag, 20.01.2017 | 18:22 Uhr
Der Streit um die Fernsehrechte für die Handball WM geht weiter
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Im Streit um die Fernsehrechte hat der Weltverband IHF den öffentlich-rechtlichen Sendern mit Blick auf die Handball-WM der Frauen in Deutschland (1. bis 17. Dezember 2017) ein Friedensangebot gemacht.

"Ich hoffe auf eine Lösung. ARD und ZDF sollen ein Angebot machen", sagte IHF-Präsident Hassan Moustafa auf einer Pressekonferenz in Rouen im Vorfeld des deutschen WM-Gruppenspiels gegen Kroatien. Zudem hoffe er, Rechteinhaber beIN Sports und die Sender treffen sich bei den Verhandlungen "in der Mitte".

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Die laufende Männer-WM in Frankreich ist nicht im nationalen TV zu sehen, die Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie ausgewählte weitere Partien werden im Internet auf der Homepage eines Sponsors übertragen. Rechteinhaber beIN Sports aus Katar hatte sich aus unterschiedlichen Gründen weder mit ARD/ZDF, noch mit einem Privat- oder Pay-TV-Sender auf einen Deal einigen können.

Auch für die Frauen-WM liegen die Rechte bei beIN Sport, es droht ein neuer Blackout. "Ich bitte die IHF mit Blick in die Zukunft, die Besonderheiten des deutschen Marktes zu berücksichtigen", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. Wie schon bei der WM 2015 erlaubt der Rechteinhaber auch beim Turnier in Frankreich keine Übertragung auf unverschlüsselten Satellitensendern.

"Es wäre traurig"

"Es wäre traurig, wenn die Frauen-WM nicht im deutschen Fernsehen zu sehen wäre", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Es werde "auf eine Last-Minute-Lösung hinauslaufen". Der Verbandsvize betonte aber, dass es nicht zwangsläufig ARD und ZDF sein müssten, die das Turnier übertragen. Der DHB habe aber keinen Einfluss. "Wir sind Spielball des gesamten Systems und nicht in der Position wie der Fußball, laut zu fordern", sagte Hanning.

"Es tut mir leid für die Zuschauer in Deutschland", betonte Moustafa. Mit Blick auf die Rechte-Verhandlungen für die Turniere ab 2019 machte er den deutschen Handball-Fans Hoffnung. "Wir sind nicht mit einer Firma verheiratet", sagte der Ägypter. Die Rechte werden noch in diesem Jahr vergeben.

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