Handball: Nationalspieler Paul Drux im Interview

"Besser als ein 0:0 im Stadion"

Von SPOX
Donnerstag, 12.01.2017 | 19:13 Uhr
Soll aus dem Rückraum Tore für den DHB erzielen: Paul Drux
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Mit der deutschen Nationalmannschaft gewann Paul Drux die Bronzemedaille. Die WM in Frankreich will er ähnlich erfolgreich bestreiten. Der 21-jährige Rückraumspieler verrät im Interview, wie er nach den Spielen abschaltet und welche Rolle der scheidende Bundestrainer Dagur Sigurdsson für das Team spielt. Außerdem zieht der AOK-Sportbotschafter Vergleiche zum Fußball und erklärt, wie man Frankreich diesmal schlagen kann.

Frage: Die WM im Januar steht vor der Tür. Was sind deine persönlichen Erwartungen und was hat sich das Team vorgenommen?

Paul Drux: Wir nehmen uns immer vor, die K.o.-Phase zu erreichen. Ich denke, da haben wir gute Chancen. Wir haben gute Gegner in der Gruppe, aber auch Gegner, die wir auf jeden Fall schlagen müssen. Persönlich hoffe ich, dabei zu sein und ein gutes Turnier zu spielen, um der Mannschaft zu helfen.

Frage: Ist ein Minimalziel formuliert? Der DHB hat wohl mindestens Platz 5 oder 6 angedacht.

Drux: Davon habe ich noch nichts gehört, aber ich denke, bisher haben wir immer gut daran getan, erst einmal die Gruppenphase zu überstehen und dann von Spiel zu Spiel weiterzuschauen.

Frage: Ihr seid fast ausschließlich im Hotel, freust du dich trotzdem auch auf Frankreich?

Drux: Ja, schon. Ich weiß nicht, wie groß der Ort ist, in dem wir dann sind. An spielfreien Tagen werden wir wohl schon etwas rauskommen.

Frage: Es ist also auch mal Zeit für einen Kaffee?

Drux: Eine kleine Tour für zwei Stunden und etwas besichtigen. Nur im Hotel sitzen ist ja auch irgendwann langweilig.

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Frage: Ist Paris für dich etwas besonderes, wenn die Gruppenphase und das ein oder andere KO Spiel überstanden sind?

Drux: Ich war bisher einmal in Paris, das war eine coole Erfahrung. Ich habe nicht viel gesehen, aber es ist eine riesige Stadt mit vielen coolen Leuten. Es würde mich freuen, wenn wir dort auch ein Spiel hätten.

Frage: Warst du dort privat oder aus sportlichen Gründen?

Drux: Das war für ein Shooting und dann war ich noch ein paar Stunden am Eifelturm. Danach ging es aber direkt zum Flughafen.

Frage: Hast du schon Pläne für den 29.1.?

Drux: Hoffentlich das Finale spielen. Das wäre schön,aber mal schauen, ob das klappt.

Frage: Und am 30.1.?

Drux: Hoffentlich ausschlafen nach einer langen Feier.

Frage: Weg vom rein sportlichen und dem Turnier, Wiede und Weinhold sind leider nicht dabei. Du hast ähnliches erlebt, als du auch ein großes Turnier verpasst hast. Wie geht man damit um?

Drux: Erst einmal tut es mir leid für die Beiden. Es sind beides begnadete Handballer, die auch sehr wertvoll für das Team sind. Für Fabi tut es mir besonders leid, da er auch mein Teamkollege ist und wir auch schon viele Jahre zusammen spielen. Ihm geht es zum Glück ganz gut mit der Schulter, es ist alles gut verlaufen. Ich wünsche den beiden eine gute Genesung. Ich weiß, wie das ist, so ein Turnier zu verpassen. Es macht keinen Spaß, nur vorm Fernseher zu sitzen. Das nächste Turnier kommt aber schon wieder im nächsten Jahr.

Frage: Es ist natürlich eine bittere Situation. Es sind 3/4 Spieler, die ausfallen. Wie geht die Mannschaft damit um? Wie kann man so etwas kompensieren?

Drux: Wir haben einen breit gefächerten Kader mit Spielern, die oft nicht berücksichtigt werden. Diese können jetzt aufrücken. Wir haben so viel Qualität, dass wir das abfangen können.

Frage: Wie bereitet ihr euch auf ein solches Turnier vor und gibt es Präventivmaßnahmen, um Verletzungen kurz vor, oder während des Turniers, zu verhindern?

Drux: Ich denke es ist ganz wichtig, dass wir unsere zwei Physios immer dabei haben. Wenn etwas ist,kann man nach dem Training direkt zu ihnen gehen, um kleine Blessuren direkt behandeln zu lassen. Man muss versuchen, seinen Körper zu schützen und darauf achten, dass man genug schläft und Vitamine zu sich nimmt, um nicht noch durch eine Erkältung auszufallen.

Frage: Ist Regeneration während des Turniers überhaupt möglich?

Drux: Es ist schon extrem, wenn man jeden zweiten Tag spielt oder sogar am Tag nach dem Spiel schon wieder. Da bleibt nicht viel Zeit sich zu regenerieren. Deshalb ist die Vorbereitung so wichtig. Man braucht eine gute Ausdauer, um alles kompensieren zu können.

Frage: Wie schaltet man in diesem Turnier-Dauerstress ab?

Drux: Das ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Manche Spieler brauchen ein paar Stunden nach dem Spiel, um einschlafen zu können. Bei mir geht das meistens -ich bin da relativ entspannt. Nach dem Spiel direkt abhaken und sich auf das nächste Spiel vorbereiten. Man ist in so einem Fluss, dass man die Belastung eigentlich gar nicht mitbekommt.

Frage: Gehen die Spieler dann raus oder hören sie Musik?

Drux: Viele hören Musik oder schauen Filme und Serien. Das mache ich auch gern, da das französische Fernsehen ohne Französischkenntnisse eher schwierig ist.

Frage: Bei den Fußballern weiß man, die spielen viel Fifa etc ... Macht ihr das auch?

Drux: Ich glaube nicht, dass jemand etwas mitnimmt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir das machen. Bisher war das jedenfalls nicht so.

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Frage: Ist der Trainer während des Turniers auch wirklich Trainier oder nimmt er eher die Rolle des Motivators ein?

Drux: Motivieren braucht man einen Spieler bei so einem Turnier eigentlich nicht -das kann ich mir nicht vorstellen. Er ist schon fürs Training da, wir haben ja auch jeden zweiten Tag ein Training nach dem Spiel, um uns auf unseren nächsten Gegner einzustellen. Unsere Co-Trainer schneiden die Videos und bereiten uns vor.

Frage: Gibt Sigurdsson einen besonderen Kick, den er Euch mitgibt vor einem Spiel?

Drux: Ja, er ist sehr impulsiv und emotional im Spiel. Wenn man bei so einem Turnier einlaufen kann ist man so motiviert, da braucht man nicht noch eine zusätzliche Motivation.

Frage: Im Handball gehen ja immer alle mit nach vorne und jeder kann ein Tor erzielen. Gibt es trotzdem taktische no-gos, die vom Trainer verboten wurden?

Drux: Eigentlich nicht. Es kann von überall ein Tor fallen und man muss immer aufpassen.

Frage: Im Gegensatz zum Fußball ist das charakteristisch, wo man sich in bestimmten Bereichen nicht aufhalten sollte?

Drux: Im Fußball sollte der Abwehrspieler nicht auf einmal im Sturm stehen. Bei uns ist es aber sehr schnell und es geht ständig hin und her.

Frage: Das sind wieder die Stichpunkte Teamgeist und Teamgedanke wahrscheinlich noch stärker ausgeprägt als im Fußball. Kannst du charakterisieren, was für dich den Handball ausmacht?

Drux: Für mich ist es ein Mannschaftssport, der vor allem von Teamgeist und Zusammenhalt lebt. Das Spiel ist so schnell und körperlich geworden. Man ist darauf angewiesen, dass alle zusammenhalten. Es ist ein geiler Sport, da müssen wir ja nicht drüber reden. Es macht im Team so viel Spaß, da es durch das Körperliche noch emotionaler wird. Wenn man dann noch etwas gewinnt, ist es natürlich umso geiler. Man ist so gepusht und bekommt nichts mehr mit. Meistens merkt man erst am nächsten Tag was alles weh tut.

Seite 1: Paul Drux über die WM in Frankreich, Dauerstress und Sigurdssons Rolle

Seite 2: Paul Drux über Fußball als Sport Nummer eins, Handball-Gehälter und den WM-Favoriten

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