Handball

Bieglers "Ladies" feiern Auftaktsieg

SID
Svenja Huber war beste deutsche Werferin beim Auftaktsieg des DHB

Dickes Ausrufezeichen von Bieglers "Ladies": Die deutschen Handballerinnen haben zum Auftakt der Europameisterschaft in Schweden einen überraschenden 30:27 (13:14)-Sieg gegen Vizeweltmeister Niederlande gefeiert.

Beste Werferin im Team von Bundestrainer Michael Biegler war Svenja Huber mit sieben Treffern. Nächster deutscher Gegner ist am Dienstag der Olympia-Zweite Frankreich (20.45 Uhr).

"Ich bin stolz auf die Mädels und den ersten Sieg", sagte Biegler. "Sie geben kein Spiel her und kämpfen sich immer zurück. Jetzt haben wir großes Selbstvertrauen."

Das deutsche Team legte vor etwa 2026 Zuschauern in Kristianstad druckvoll los und ging bereits nach 34 Sekunden durch Kim Naidziniavicius in Führung. Auch die erste Unterzahl überstand die DHB-Auswahl sehr gut.

In der Folge spielte sie jedoch in der Offensive zu ungenaue Pässe und ließ einige Tempogegenstöße zu, sodass die Niederländerinnen nach zwölf Minuten die Führung übernahmen und bis auf fünf Tore ausbauten. Auch die ersten beiden Siebenmeter brachten Huber und Spielführerin Anna Loerper nicht im Tor unter.

Woltering, Fischer und Bölk leiteten Wende ein

Diese Phase beendete Huber mit einem Heber von Rechtsaußen. Lange konnten Bieglers "Ladies" gegen den abgeklärten Vizeweltmeister nicht aufholen, doch zwei Paraden von Clara Woltering sowie Treffer der nun starken Lone Fischer und Emily Bölk brachten sie zur Pause bis auf ein Tor heran.

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel übernahmen die Niederländerinnen wieder das Zepter und zogen zunächst davon. Kerstin Wohlbold verletzte sich bei einem Wurf zudem am Finger und musste behandelt werden. Deutschland ließ sich jedoch nicht abschütteln, was auch am guten Auftritt von Kreisläuferin Jenny Karolius lag, die deutlich verbessert aus der Kabine kam.

Das Spiel wogte hin und her, durch ein Tor von Naidziniavicius ging Deutschland in der 34. Minute nach langer Zeit wieder in Führung. Die Rückraumspielerin musste nach einem Schlag ins Gesicht jedoch ebenfalls behandelt werden und fehlte dem Team für einige Zeit.

Vorne kamen bei den deutschen Frauen deutlich mehr Zuspiele an als noch im ersten Durchgang. Hinten parierte Woltering in wichtigen Phasen immer wieder Würfe und hielt die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) mit zehn Paraden gut im Spiel.

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