Donnerstag, 03.11.2016

Dagur Sigurdssons Zukunft mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft weiterhin ungewiss

Rätselraten um Sigurdsson geht weiter

Bundestrainer Dagur Sigurdsson blieb auch nach dem 35:24-Kantersieg der deutschen Mannschaft in der EM-Quali gegen Portugal standhaft. Doch es wurde weiter über seinen wohl bevorstehenden Abgang und mögliche Jobanfragen spekuliert.

Direkt hinter dem echten Dagur Sigurdsson aus Fleisch und Blut stand während der Pressekonferenz Uwe Gensheimer - als riesige Pappfigur. Doch auch vom Kapitän der Handball-Nationalmannschaft lässt sich Sigurdsson in diesen Tagen nicht in die Karten schauen.

"Ich hoffe, dass Dagur noch weiter unser Trainer bleibt, aber das liegt alles an ihm. Wir müssen jetzt auf seine Entscheidung warten", sagte Gensheimer nach dem 35:24 der DHB-Auswahl gegen Portugal in Wetzlar.

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Der erwartete Kantersieg des Europameisters zum Auftakt der Quali für die EM 2018 in Kroatien war schnell abgehakt.

Viel heißer wurde auch in Mittelhessen die Frage diskutiert, ob Sigurdsson nach der WM 2017 in Frankreich (11. bis 29. Januar) wirklich wie vermutet seine Zelte beim DHB vorzeitig abbricht. Und wenn ja - wohin es den vielseitigen Isländer ziehen könnte.

Spekulationen über Sigurdssons zukünftigen Job

Mittlerweile gibt es sogar Spekulationen, die Zukunft des 43-Jährigen liege gar nicht im Handball-Bereich. Vielleicht wechselt Sigurdsson zum großen Bruder Fußball.

Er selbst kickte als Jugendlicher in der U17-Auswahl seines Heimatlandes, entschied sich dann aber doch für die Karriere als Handballer.

Möglicherweise ist ein Tausendsassa, der es auf rund 20 Geschäftsbeteiligungen in völlig unterschiedlichen Branchen bringt, auch für die Wirtschaft interessant.

In Wetzlar jedenfalls ließ sich Sigurdsson nicht aus der Reserve locken.Gebetsmühlenartig wiederholte er, dass aktuell "kein Angebot auf dem Tisch" liege und er seine "private Entscheidung" in den nächsten Wochen zusammen mit seiner Familie treffen werde. Geld alleine wird wohl nicht den Ausschlag geben.

"Da gibt es mehrere Sachen, die ins Bild kommen", erklärte Sigurdsson auf seine ganz eigene Art und Weise bei Sport1.

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Viele Spekulationen über Sigurdsson Nachfolge

Als mögliche Kandidaten für die Bundestrainer-Nachfolge werden Alfred Gislason (THW Kiel), Ljubomir Vranjes (SG Flensburg-Handewitt), Markus Baur (TVB Stuttgart) und Frauen-Bundestrainer Michael Biegler gehandelt.

Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Baur, Weltmeister von 2007, war beim Sieg gegen Portugal einer der 4421 Zuschauer in der ausverkauften Rittal Arena.

Das DHB-Team ließ sich von den Diskussionen über Sigurdsson nicht beirren und löste die erste Pflichtaufgabe in der EM-Quali, in der bereits am Samstag in Zürich die Schweiz (17.45 Uhr) wartet, souverän.

Doch Gensheimer gab zu, dass der wahrscheinliche Abgang des Coaches natürlich auch im Team das Gesprächsthema sei.

"Logischerweise spricht man darüber und macht sich Gedanken. Schließlich hat Dagur an unserer Entwicklung in den letzten beiden Jahren einen ganz, ganz großen Anteil", meinte Weltklasse-Linksaußen Gensheimer und betonte: "Ich bin froh, dass Dagur mein Trainer ist. Etwas anderes will ich mir noch nicht vorstellen."

Die Spieler allerdings wissen um ihren beschränkten Einfluss auf die Zukunfts-Entscheidung von Sigurdsson. "Wir werden nicht wirklich etwas ändern können und müssen unseren Job auf dem Spielfeld erledigen", meinte der Magdeburger Finn Lemke.

Fehlerhafter Sieg gegen Portugal

An Selbstkritik jedenfalls ließ es Sigurdsson trotz des Schützenfestes gegen Portugal nicht mangeln. Dass es in der zweiten Halbzeit mit der Abstimmung in der Defensive haperte, nahm er auf seine Kappe.

In Debütant Dominik Weiß (Stuttgart) und Jannik Kohlbacher (Wetzlar) bildeten zwei unerfahrene Kräfte den Mittelblock. "Da war der Rhythmus gebrochen", haderte Sigurdsson, der einen Tag später aber ein ganz anderes Problem hatte.

Linkshänder Fabian Wiede (Berlin) fällt wegen einer Schulter-OP für die WM aus und muss ein halbes Jahr pausieren.

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