Supercup: Rhein-Neckar Löwen - SC Magdeburg 27:24

Erster Titel der Saison geht an die Löwen

Mittwoch, 31.08.2016 | 21:54 Uhr
Die Rhein-Neckar Löwen haben den Supercup gewonnen
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Die Rhein-Neckar Löwen haben sich zum ersten Mal den Sieg beim Supercup gesichert. Im Duell Meister gegen Pokalsieger setzte sich das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen in der Stuttgarter Porsche-Arena mit 27:24 (17:11) gegen den SC Magdeburg durch. Am Samstag (15 Uhr live auf DAZN) stehen sich beide Mannschaften zum HBL-Auftakt erneut gegenüber.

Beim ersten Supercup ohne den THW Kiel seit 2004 schnappten sich die Löwen vor 5.651 Zuschauern erstmals diese Trophäe. Bei ihrer ersten Teilnahme 2007 waren die Badener dem THW noch mit 31:41 unterlegen.

Der SCM verlor dagegen erstmals ein Supercup-Spiel. Bei ihren zuvor zwei Auftritten setzten sich die Magdeburger jeweils durch. 1996 wurde Kiel mit 26:23 bezwungen, fünf Jahre später gelang ein 28:25 gegen die SG VfL Bad Schwartau.

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Bester Werfer der Partie war Alexander Petersson mit sieben Toren. Die weiteren Löwen-Treffer erzielten Gudjon Valur Sigurdsson (6), Andy Schmid (5), Hendrik Pekeler (3), Kim Ekdahl du Rietz, Rafael Baena (beide 2), Patrick Groetzki und Gedeon Guardiola (beide 1).

Bei Magdeburg erwies sich Yves Grafenhorst mit sechs Buden als treffsicherster Spieler. Zudem netzten Zeljko Musa, Fin Lemke, Nemenja Zelenovic (alle 4), Robert Weber, Marko Bezjak (beide 2), Daniel Pettersson und Mads Christiansen (beide 1).

Die Reaktionen:

Andy Schmid (Löwen): "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, haben gut Druck gemacht und sind gut weggekommen. Man hatte das Gefühl, wir wollten den Titel ein bisschen mehr. Ich will Magdeburg nichts vorwerfen, aber wir sind schon voll reingegangen."

Michael Damgaard (Magdeburg): "Heute war die Olympiade scheißegal, ich möchte jeden Titel gewinnen. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Jannick Green (Rückenblockierung), Finn Lemke (Knieverletzung) und Matthias Musche (muskuläre Probleme) stehen allesamt zumindest im Kader. Bei den Löwen kann Alexander Petersson nach seinem Jochbeinbruch wieder mitmischen.

Magdeburgs Coach Wiegert setzt zunächst auf Quenstedt, Grafenhorst, Damgaard, Bezjak, Zelenovic, Weber und Musa. Jacobsen lässt Palicka, Sigurdsson, Du Rietz, Schmid, Petersson, Groetzki und Baena beginnen.

7.: Autsch! Zelenovic reißt Pekeler um und kassiert richtigerweise die Zwei-Minuten-Strafe. Doch Schmid verwandelt den fälligen Siebenmeter nicht. Der Schweizer scheitert an Keeper Quenstedt, es steht 3:3.

13.: Magdeburg wirft den Ball im Angriff einfach weg. Palicka reagiert blitzschnell und spielt einen tollen Pass auf den längst gestarteten Sigurdsson. Der fängt die Kugel mit einer Hand und versenkt eiskalt. Die Löwen führen mit 7:3, SCM-Coach Wiegert nimmt erstmal eine Auszeit.

24.: Kreisläufer-Büffel Baena wie man ihn kennt. Raus den Hintern, rum um den Gegenspieler und Bezjak weiß sich nur noch mit einer Ringereinlage zu helfen. Das gibt selbstverständlich Siebenmeter, den verwandelt Sigurdsson lässig zum 13:7.

30.: Halbzeit in Stuttgart. Die Löwen haben hier bisher alles im Griff und führen mit 17:12. Will der SCM hier noch was reißen, muss eine deutliche Leistungssteigerung her.

37.: Kein Durchkommen für den SCM durch die starke Deckung der Löwen. Damgaard wird zu einem schwierigen Wurf gezwungen und scheitert einmal mehr am wunderbar aufgelegten Palicka. 18:13 führt der Meister.

44.: Magdeburg kämpft sich zurück auf 17:19 und hat die dicke Chance, durch Grafenhorst sogar auf ein Tor ran zu kommen. Doch der Linksaußen scheitert nach einem Tempogegenstoß freistehend an Palicka.

51.: Was die alles liegen lassen, die Magdeburger. Auf Rechtsaußen wird Pettersson herrlich freigespielt. Er springt ein, bleibt aber am mittlerweile für Palicka gekommenen Appelgren hängen. Im Gegenzug trifft du Rietz zum 23:19. War es das schon?

58.: Der SCM sendet noch einmal ein Lebenszeichen. Schmid setzt den Ball an die Unterkante der Latte, Quenstedt macht das Spiel schnell und Grafenhorst verkürzt nach einem Tempoggenstoß auf 23:25.

60.: Das Spiel ist aus. Magdeburg kommt in der zweiten Halbzeit nicht weiter als auf zwei Tore Differenz ran. Am Ende steht es 27:24 für die Löwen.

Der Star des Spiels: Alexander Petersson. Andreas Palicka bot im Tor mit 36,67 Prozent abgewehrter Bälle eine starke Partie. Trotzdem hat es Petersson verdient, hier zu stehen. Er bot nach seiner Rückkehr nach seinem Jochbeinbruch eine starke Performance, war im Angriff ein ständiger Unruheherd und mit sieben Toren bester Werfer. Seine Quote lag bei 63,64 Prozent (7 von 11).

Der Flop des Spiels: Marko Bezjak. Es war nicht sein Tag. Bezjak spielte teils schlechte Pässe und traf lediglich zwei seiner sechs Versuche. Ebenfalls mäßig war der müde wirkende Olympiasieger Michael Damgaard (0 von 3).

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Das fiel auf:

  • Der Supercup als letztes Vorbereitungsspiel vor dem Saisonstart? Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht. Beide Teams wollten zwar den Sieg, gingen aber nicht konstant konsequent zu Werke. Weder im Angriff noch in der Abwehr.
  • Die Löwen-Abwehr stellte Magdeburg von Beginn an vor große Probleme. Dafür waren vor allem Pekeler und Guardiola verantwortlich. Jacobsen ließ lange mit einer 5:1-Deckung agieren, in der Pekeler in der Mitte weit herausrückte und somit den Aufbau der Magdeburger empfindlich störte.
  • Beide Teams nutzten die durch die neue Regelung entstandene Möglichkeit, mit einem siebten Feldspieler anstatt dem Torhüter zu agieren, nicht wirklich. Magdeburg versuchte es erst in den Schlussminuten, ansonsten wurde lediglich in Unterzahl ein zusätzlicher Feldspieler auf die Platte geschickt.
  • Magdeburg leistete sich - auch aufgrund der Löwen-Abwehr - zu viele technische Fehler. Teilweise waren die Anspiele einfach zu ungenau, oft genug wurden aber auch relativ leichte Bälle schlichtweg nicht gefangen.
  • Schmid und du Rietz wechselten wie gewohnt häufig die Positionen zwischen halblinks und der Mitte. Die beiden Stars lieferten allerdings längere Zeit eine eher unauffällige Partie. Wobei Schmid in der Crunchtime dann doch aufdrehte.

Alles zur HBL-Saison 2016/2017

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