Handball

Kein Gehalt: Rumänischer Klub streikt

Von SPOX
Mihaela Tivadar bekommt seit über zwei Monaten kein Gehalt mehr

Krisenstimmung beim CSM Poliesti: Der rumänische Erstligist spielte zwar eine erfolgreiche letzte Saison und konnte sich erstmals für den EHF-Pokal qualifizieren, doch finanziell steht der Klub vor dem Abgrund. Die Spielerinnen ziehen die Konsequenz - und streiken.

Poliesti wird durch die örtliche Kommune finanziert, wartet aber seit zweieinhalb Monaten auf Gehälter. "Es ist eine schwierige Situation, wir haben einen Punkt erreicht, wo es nicht mehr weiter geht, denn wir werden nicht mehr bezahlt", klagte Kapitänin Mihaela Tivadar.

"Es ist die Zeit gekommen, wo wir uns nicht mehr aufs Training konzentrieren können", bestätigte Daciana Curtean. Eigentlich sollte Poliesti in der 1. Runde des EHF-Pokals gegen den HC Neistin Torshavn von den Färöer Inseln antreten. Ob das Spiel zustande kommen wird, ist fraglich.

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"Wir würden gerne das gleiche schöne Team bleiben, aber wenn die Leute im Rathaus uns nicht unterstützen, können wir nicht für umsonst spielen. Jede von uns hat eine Familie zuhause und wir müssen unser Leben fortführen", sagte Curtean.

Man habe "kein Geld für Essen und kein Geld für Benzin, um ins Training zu fahren", veranschaulicht Iryna Burtea-Shutska die Krise: "Sagt mir, wenn irgendjemand im Rathaus arbeitet, wenn er zwei Monate nicht bezahlt wird. Ich glaube das nicht. Wir haben unsere Ziele erreicht und verdienen es respektiert zu werden."

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