Freitag, 05.02.2016

Nach EM: Endlich Entlastung für Handball-Spitzenklubs?

Mannschaften hoffen auf Solidarität

Nach dem euphorisch gefeierten Titelgewinn der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft in Polen fordern die Spitzenklubs der Bundesliga Maßnahmen zur Entlastung ihrer Spieler ein.

Für Thorsten Storm muss dringend etwas geschehen
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Für Thorsten Storm muss dringend etwas geschehen

"Es muss dringend etwas geändert werden, wir müssen statt 14 endlich 16 Spieler auf den Spielberichtsbogen kriegen", sagte Geschäftsführer Thorsten Storm von Rekordmeister THW Kiel dem SID am Rande des traditionellen Handball-Treffs der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten.

Auch die SG Flensburg-Handewitt unterstützt den Vorstoß, für den die Klubs bereits am Rande des Allstar Games am heutigen Freitag in Nürnberg werben wollen. "Überall in Europa, nach internationalen Regeln und auch bei der Nationalmannschaft wird mit 16 Spielern gespielt", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke: "Und das, obwohl die Bundesliga die größte Anzahl an Mannschaften hat. Das ist schwer zu verstehen."

Die Spitzenteams ächzen unter der Belastung von Spielen in Liga, Pokal, Champions League und Nationalmannschaft und fordern schon lange Anpassungen.

"Die Nationalspieler kommen auf fast 100 Spiele in diesem Jahr", sagte Schmäschke. Doch bislang wurden die Vorstöße jeweils in den Liga-Vollversammlungen abgeschmettert, in denen auch die Zweitligisten ein Stimmrecht haben.

Von Verletzungen gebeutelt ist derzeit vor allem der THW Kiel. Der deutsche Rekordmeister muss in Steffen Weinhold und Christian Dissinger zwei weitere Leistungsträger langfristig ersetzen. Beide zogen sich bei der EM schwere Adduktorenverletzungen zu.

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