Handball

Abschiede: Jansen heult, Jurecki leer

Von Adrian Franke
HSV-Legende Torsten Jansen gewann 2007 mit Deutschland den WM-Titel
© getty

Nach 485 Spielen und 1.561 Toren im Trikot des HSV verlässt Toto Jansen Hamburg, der Abschied war tränenreich. Auch der SC Magdeburg verliert mit Bartosz Jurecki eine seiner Säulen und der Kreisläufer zeigte sich überwältigt. Holger Glandorf schwärmt derweil nach seinem Comeback vom "super Gefühl".

"Ich bin stolz darauf, dass ich ein Teil dieser Wahnsinnsgeschichte war - und es auch immer sein werde", erklärte Jansen bei der emotionalen Abschiedsrede den Fans. Zuvor hatte er noch einmal 60 Minuten gegen Lemgo durchgespielt und vier Tore erzielt. Der 38-Jährige, der noch ein Jahr in Kiel dranhängt, musste aber zugeben: "Nach dem Spiel kam dann der Flash. In der Kabine habe ich geheult."

Der SC Magdeburg verabschiedete sich indes von seiner langjährigen Nummer 31, Bartosz Jurecki verlässt den Klub nach neun Jahren. "Dieses Publikum, diese Stadt werden immer in meinem Herzen bleiben", schwärmte der Routinier, dessen Trikot unter das Hallendach gezogen wurde und der sich mit sieben Treffern im letzten Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen verabschiedete.

Obwohl schon im September klar war, dass Magdeburg den auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde, fügte Jurecki hinzu: "Ich habe lange geplant, was ich heute sage, aber jetzt ist mein Kopf ganz leer. Es war eine unglaublich schöne Zeit für mich und meine Familie. Ich komme gerne wieder nach Magdeburg zurück."

Glandorfs Bilderbuch-Comeback

Auch die SG Flensburg-Handewitt hatte zum Saisonabschluss etwas zu feiern. Da wäre zum einen der 32:29-Sieg über die Füchse Berlin sowie die erneute Qualifikation zur Champions League. Doch vor allem kam Holger Glandorf ein gutes halbes Jahr nach seinem Achillessehnenriss zum Comeback - und traf prompt kurz nach seiner Einwechslung zum zwischenzeitlichen 22:21.

"Trainer Ljubomir Vranjes hatte mir vor dem Spiel gesagt, dass er mich ein paar Minuten bringen wird. Dann kam ich rein und habe sogar ein Tor gemacht, besser geht es ja nicht", freute sich Glandorf anschließend gegenüber Handball-World.com: "Es war einfach nur ein super Gefühl. Diese Minuten haben mir Spaß gemacht und geben mir Selbstvertrauen."

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