Dienstag, 03.03.2015

HSV reist strapaziös zum EHF-Cup-Auswärtsspiel

Horror-Trip nach Norwegen

Als die HSV-Profis am Sonntag mit einer 32:34-Niederlage im Gepäck aus der Halle in Haslum geschlichen kamen, hatten sie weitaus mehr als nur 60 Minuten Handball in den Knochen stecken. Der Grund: Die Anreise zum dritten Spiel der EHF-Cup-Gruppenphase war eine Katastrophe. Doch der Reihe nach.

Der HSV unterlag im zweiten Gruppenspiel der Gruppenphase im EHF-Cup mit 32:34 in Haslum
© getty
Der HSV unterlag im zweiten Gruppenspiel der Gruppenphase im EHF-Cup mit 32:34 in Haslum

Am Samstagabend trat der HSV-Tross die Reise nach Norwegen an. Der Plan: Über Kopenhagen nach Oslo fliegen und von da aus weiter in das im Osten des Landes gelegene Haslum fahren. Doch daraus wurde nichts.

Die Fluggesellschaft SAS streikte unangekündigt, schon in Hamburg ging nichts mehr. Also machte sich die Mannschaft von Trainer Jens Häusler mit dem Zug auf nach Kopenhagen. Doch hier gab es schon das nächste Problem.

Burger und Pommes

Stundenlang versuchte Präsident Karl Gladbeck einen Weiterflug nach Oslo zu organisieren - ohne Erfolg. Die Spieler verpflegten sich derweil notdürftig mit Burger und Pommes, Pascal Hens genehmigte sich einfach auf den Reisetaschen liegend eine Mütze voll Schlaf.

Um 1 Uhr nachts war endgültig klar: Man muss in Kopenhagen bleiben. Die Norddeutschen checkten in einem Hotel ein, morgens um 6.15 Uhr ging das Chaos einfach weiter. Das Team musste sich aufteilen und auf verschiedenen Routen weiter reisen, da im Flugzeug nicht genügend Platz war.

Über Stockholm nach Oslo

Ein Teil der Truppe flog direkt nach Oslo. Der andere Teil - darunter Jogi Bitter und Toto Jansen - reiste über Stockholm in die norwegische Hauptstadt. Es dauerte schließlich bis 13.15 Uhr, ehe alle Akteure in Oslo waren.

Der Anpfiff rückte immer näher. Für einen Mittagschlaf war keine Zeit, es ging direkt zur Halle nach Haslum. Gerade noch kam der HSV rechtzeitig an. Letztlich bleibt festzuhalten: Das Abenteuer hat sich nicht gelohnt. Schließlich setzte es eine Niederlage.

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