Freitag, 09.01.2015

Rückenwind für Handballer

DHB-Team besiegt Tschechien

Teil eins der Generalprobe bestanden, der Kurs auf Katar stimmt: Die deutschen Handballer kommen kurz vor der Weltmeisterschaft im Wüstenstaat (15. Januar bis 1. Februar) immer besser in Schwung. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson besiegte Tschechien in Stuttgart dank einer deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei mit 32:24 (14:16) und präsentierte sich sieben Tage vor ihrem Turnier-Auftakt gegen Polen in ansprechender Form.

Dagur Sigurdsson blickt mit Vorfreude auf die Weltmeisterschaft in Katar
© getty
Dagur Sigurdsson blickt mit Vorfreude auf die Weltmeisterschaft in Katar

Bester Schütze des deutschen Teams, das im siebten Spiel unter Sigurdsson den fünften Sieg feierte, war Kapitän Uwe Gensheimer mit acht Treffern. Zudem zeigte Youngster Paul Drux (5 Tore) eine ganz starke Partie.

Aufseiten der Tschechen traf Filip Jicha am häufigsten (6). Zum Abschluss ihrer WM-Vorbereitung trifft die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Samstag in Mannheim erneut auf Tschechien.

"In der ersten Hälfte standen wir am Anfang gut. Nach einer Viertelstunde haben wir einfache Tore bekommen", sagte Gensheimer bei "Sport1": "In der zweiten war es dann so, wie wir uns das gewünscht haben. Unser Manko ist, dass wir das noch nicht über 60 Minuten schaffen." Trainer Sigurdsson war nach der Schlusssirene mehr als zufrieden mit seiner Mannschaft: "Die zweite Halbzeit war wirklich überragend. Das war perfekt."

Vor 6211 Zuschauern in der ausverkauften Porsche-Arena begann die deutsche Mannschaft stark und führte auch dank der Treffer des 19-jährigen Drux bis Mitte der ersten Halbzeit mit 11:8 (17.). Doch fortan schlich sich bei den Gastgebern der Schlendrian ein. Vorne wurden klarste Chancen vergeben und hinten packte die sonst so zuverlässige Defensive nicht wie gewohnt zu, so dass die Tschechen Tor um Tor aufholten und zur Pause verdient vorne lagen.

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"Rhytmus verloren"

"Wir haben den Rhythmus verloren und nicht wiedergefunden", monierte DHB-Vizepräsident Bob Hanning nach den ersten 30 Minuten: "Grundsätzlich hat einiges gefehlt. Das muss kritisch angesprochen werden."

Coach Sigurdsson schien in der Kabine die richtigen Worte gewählt zu haben. Im Tor steigerte sich der für Silvio Heinevetter eingewechselte Andreas Wolff von Minute zu Minute und vorne drehte nun vor allem die Flügelzange mit Rechtsaußen Patrick Groetzki und Linksaußen Gensheimer auf. Nach dem 20:19 (40.) durch Gensheimer schraubten die Hausherren ihre Führung binnen kurzer Zeit bis auf 26:20 (47.) - die Entscheidung.

Hoffnungsträger Michael Kraus erlebte sein Comeback im DHB-Team weitestgehend von der Bank aus und kam nur sporadisch zum Einsatz. Der zuletzt angeschlagen fehlende Abwehrspezialist und Kreisläufer Hendrik Pekeler stand dagegen auf Anhieb in der Startformation.

Nominierung nach dem Tschechien-Spiel

Welche 18 Spieler am kommenden Dienstag mit zur Wüsten-WM fliegen werden, wird Sigurdsson erst nach dem zweiten Tschechien-Spiel entscheiden. Er könnte es sich leicht machen: Der Kader für Stuttgart und Mannheim umfasst nach dem kurzfristigen Ausfall Tim Kneules, der seine WM-Teilnahme aufgrund anhaltender Oberschenkelprobleme am Donnerstag abgesagt hatte, genau 18 Spieler.

Vor dem Anpfiff hatten beide Teams Solidarität mit den Opfern des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris gezeigt und mit den Zuschauern eine Schweigeminute unter dem Motto "Nous somme Charlie" ("Wir sind Charlie") eingelegt.


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