Löwen nach Zitterpartie gewarnt

"Dann kriegt man in der HBL Probleme"

SID
Sonntag, 09.11.2014 | 11:57 Uhr
Nikolaj Jacobsen ist mit der aktuellen Performance seines Teams nicht einverstanden
© getty
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Obwohl die Rhein-Neckar Löwen noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen waren, überwog bei Trainer Nikolaj Jacobsen der Frust die Erleichterung. "Wir waren einfach nicht da. Ich habe die Mannschaft gewarnt, aber vor allem in der Abwehr waren wir nicht gut", schimpfte der Däne nach dem 35:34 (14:14)-Zittersieg am Samstag gegen das kriselnde Kellerkind TBV Lemgo und schlug Alarm: "Dann kriegt man in der Bundesliga Probleme."

Erst in der 57. Spielminute hatten die defensiv ungewohnt anfälligen Gastgeber die Partie gedreht und so am 12. Spieltag mit Müh' und Not die Tabellenführung der Handball-Bundesliga vor dem punktgleichen THW Kiel (22:4) verteidigt. Da der Rekordmeister beim deutlichen 32:20 (16:11) beim Bergischen HC allerdings problemlos zu seinem zehnten Pflichtspielsieg in Folge kam, schmolz der Vorsprung in der Tordifferenz jedoch auf drei Tore.

Lemgos Trainer Niels Pfannenschmidt ärgerte sich zurecht über die nur hauchdünn verpasste Sensation in der Mannheimer Arena: "Wir hätten einen Sieg verdient gehabt. Aber trotzdem ein großes Kompliment an mein Team." So steckt der zweimalige deutsche Meister mit 6:16 Punkten weiter im Tabellenkeller fest.

HSV-Siegesserie reißt

Bei den Löwen war Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer mit elf Treffern erfolgreichster Werfer. Auch Kim Ekdahl du Rietz (zehn Treffer) trug sich gegen Lemgo zweistellig in die Torschützenliste ein.

Kiels Trainer Alfred Gislason war nach dem Kantersieg in Wuppertal erleichtert, zumal der BHC zuvor die Rhein-Neckar Löwen in eigener Halle bezwungen hatten. "Mit zunehmender Spieldauer haben wir auch vorne etwas flüssiger gespielt. Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben, hier zu gewinnen", sagte der Isländer. Bester THW-Werfer war Marko Vujin mit zehn Treffern, davon fünf verwandelte Siebenmeter.

Nach sechs Siegen in Serie kassierte der HSV Hamburg erstmals wieder eine Niederlage in der Liga. Beim Tabellendritten Frisch Auf Göppingen unterlag der frühere Champions-League-Sieger mit 23:26 (8:15) und rutschte durch die Pleite vom fünften auf den sechsten Rang ab.

Flensburg klettert auf Platz drei

Derweil zeigte sich Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt von der 26:29-Heimpleite aus der Vorwoche gegen die Löwen erholt und fuhr beim 31:22 (18:12) bei GWD Minden den achten Saisonsieg ein. Flensburg schob sich mit 16:6 Punkten bei zwei Spielen weniger als das Führungsduo auf den dritten Tabellenplatz vor.

In einem Duell aus dem unteren Mittelfeld der Tabelle feierte der HC Erlangen gegen die HSG Wetzlar einen 22:20 (12:10)-Erfolg und setzte sich mit zehn Zählern um zwei Punkte von den Hessen ab, die der Abstiegszone immer näher kommen.

Dort stehen nach ihren Niederlagen weiterhin Minden (8:18) und Lemgo (6:16) sowie Schlusslicht SG BBM Bietigheim (4:22), das der TuS N-Lübecke 24:32 (14:14) unterlag.

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