Torhüter vor Wechsel zu den Zebras

Landin will Kiel-Trauma überwinden

SID
Freitag, 24.10.2014 | 11:26 Uhr
Niklas Landin will unbedingt einen Sieg gegen seinen baldigen Arbeitgeber
© getty
Advertisement
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Tag 3
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Tag 4
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Viertelfinale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Viertelfinale
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Halbfinale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Halbfinale
Pro14
Leinster -
Edinburgh
Premiership
Worcester -
Saracens
ACB
Barcelona -
Saski Baskonia
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Finale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Finale
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 2
National Rugby League
Storm -
Cowboys
Premiership
Wasps -
Bath Rugby
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 1
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 3
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 2
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 4
Champions Hockey League
Wolfsburg -
Salzburg
Champions Hockey League
München -
Brynäs
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 3
China Open Women Single
WTA Peking: Viertelfinale
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 4
ACB
Valencia -
Obradoiro
NBA
Timberwolves -
Warriors
NBA
Warriors -
Timberwolves
Premiership
Saracens -
Wasps

Niklas Landin ist es als Weltklasse-Torhüter gewohnt, im Brennpunkt zu stehen. Beim Gipfeltreffen in der Bundesliga zwischen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen und Verfolger THW Kiel am Samstag in Mannheim (Sa., 16.15 Uhr im LIVE-TICKER) werden sich die Blicke aber noch ein bisschen mehr auf den reaktionsschnellen Schlussmann der Badener richten.

Nach der laufenden Saison wird Landin von den Löwen (18:2 Punkte) ausgerechnet zu den Zebras (16:4) an die Förde wechseln. Zwei Herzen schlagen trotzdem (noch) nicht in seiner Brust. "Wir wollen den Sieg gegen Kiel", sagte der Däne ohne Umschweife.

Ausgerechnet mit dem neuen Arbeitgeber verknüpft Landin seine bislang bitterste sportliche Niederlage. Am letzten Spieltag der Vorsaison fehlten den Löwen im Fernduell mit dem Rekordmeister mickrige zwei Tore zum ersten nationalen Titel der Vereins-Geschichte. Es war das spannendste Finale der Bundesliga-Historie.

Dabei war das Team um den früheren Europameister Landin am 24. Mai 2014 mit einem Vorsprung von sieben Treffern in den Schlussakt des Kopf-an-Kopf-Rennens gegangen. Der Stachel sitzt auch fünf Monate später noch tief - nicht zuletzt beim 2,02-m-Hünen. "Ich denke nicht ständig daran, aber wenn das Thema angesprochen wird, sind die Emotionen sofort wieder da", sagte der 25-Jährige der Rhein-Neckar-Zeitung. Nie zuvor habe er sich so leer gefühlt.

Beide Spitzenteams patzten bereits

Vor längst ausverkauftem Haus (13.200 Zuschauer) könnten die Löwen mit einem Sieg ihren Vorsprung auf Kiel auf vier Punkte ausbauen. Beide Spitzenteams haben aber vor dem elften Spieltag überraschenderweise schon Federn lassen müssen. Die Badener, die seit dieser Saison vom ehemaligen Kieler Profi Nikolaj Jacobsen trainiert werden, verloren ihr Auswärtsspiel gegen den Bergischen HC (23:24). Der THW patzte sogar zweimal: beim kriselnden TBV Lemgo (21:27) sowie beim HBW Balingen-Weilstetten (21:22).

"Wir sollten eigentlich ohne Niederlage sein, wenn man sich unseren Spielplan ansieht", sagte Löwen-Rechtsaußen Patrick Groetzki, sieht aber auch Schwächen beim Titelverteidiger: "Kiel hat als Meisterschaftsfavorit ja auch schon Punkte abgegeben." Einen Grund für die fehlende Konstanz hat der Nationalspieler parat: "Die vermeintlich kleinen Gegner glauben immer mehr daran, auch gegen die Topmannschaften punkten zu können", meinte Groetzki.

Landin: Verabschiedung mit Titel

Insbesondere für Landin wäre ein Erfolg am Samstag ein besonderer Sieg. Der außerhalb des Feldes eher introvertierte Torwart will sich im nächsten Frühjahr mit einem Titel von den Löwen verabschieden. Kiel heißt dann die neue Herausforderung. In seinem Leben hat der sympathische Zeitgenosse aber bereits ganz andere Aufgaben mit Bravour gemeistert. Mit neun Monaten erkrankte Landin an einer Hirnhautentzündung (Meningitis). Seitdem ist er auf dem linken Ohr taub. "Ich habe mich dadurch nie ernsthaft beeinträchtigt gefühlt", sagte der Mann aus Søborg über sein Handicap.

Brisanz besteht beim ersten Aufeinandertreffen der Erzrivalen auch, weil der ehemalige Löwen-Manager Thorsten Storm die Seiten gewechselt hat und nun Wahl-Kieler ist. Sein Amt beim 19-maligen Meister tritt der 49-Jährige allerdings offiziell erst am 1. November an. Ursprünglich sollte Storm erst im kommenden Sommer zu den Zebras kommen. Mitte 2015 kann er dann auch einen Löwen-Mitstreiter von einst begrüßen: Niklas Landin.

Die HBL im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung