Handball

Anschläge auf Schiri-Boss

SID
Peter Rauchfuß wird seit Monaten terrorisiert
© imago

Zerstochene Reifen, ein Brandanschlag und ein Drohbrief: Laut übereinstimmenden Medienberichten wird DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß seit Monaten terrorisiert. Die Forderung der Täter: Rauchfuß soll sein Amt niederlegen. Zudem wird ihm offenbar eine Mitschuld am Unfalltod eines Schiri-Duos gegeben.

"Sowohl Rauchfuß als auch DHB-Präsident Bernhard Bauer bestätigten die Vorfälle", berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung". Demnach ist es bereits im Januar am Rande eines Lehrgangs in Halberstadt zu einem ersten Anschlag gekommen. Am Auto von Rauchfuß sind die Reifen zerstochen worden.

Im Juni folgte dann ein Brandanschlag auf das Fahrzeug des 69-Jährigen, der sich zu dem Zeitpunkt erneut in einem Hotel in Halberstadt aufgehalten hatte. "Der Wachmann des dortigen Hotels hatte eine Verpuffung wahrgenommen und konnte mit einem Feuerlöscher die Flammen löschen. Nur dadurch konnte die Zerstörung des Fahrzeugs verhindert werden", schrieb die "Magdeburger Volksstimme".

Der Inhalt des Drohbriefes

Zudem ging ein Drohbrief ein mit der Aufforderung, Rauchfuß solle sein Amt niederlegen. Außerdem soll dem Schiri-Boss in dem Schreiben eine Mitschuld am Tod der beiden Schiedsrichter-Zwillinge Bernd und Reiner Methe gegeben werden.

Das Duo kam im November 2011 bei einem Autounfall ums Leben, als es auf dem Weg zum Bundesliga-Spiel zwischen Balingen-Weilstetten und dem SC Magdeburg war.

Rauchfuß war früher selbst ein Weltklasse-Schiedsrichter. Er war vier Mal bei Olympia und fünf Mal bei Weltmeisterschaften dabei. Zudem leitete er neun Europapokal-Endspiele. Seit 2002 ist Rauchfuß DHB-Schiedsrichterwart.

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