Handball

Heuberger und Bitter warnen

SID
Martin Heuberger befürchtet Konsequenzen der vielen Spiele
© getty

Nationaltrainer Martin Heuberger und Torwart Johannes Bitter haben erneut eindringlich die Überbelastung der Handball-Profis kritisiert. "Irgendwann wird der Handballsport daran ersticken", sagte Bitter im Sportgespräch des Deutschlandfunks (DLF).

"Die vielen Spiele, die Verletzungen, irgendwann werden die Spieler einfach nicht mehr zu den internationalen Turnieren fahren, weil sie sagen: Ich kann einfach nicht mehr", ergänzte der Torhüter.

Auch Bitter hat drei Jahre lang kein Spiel für die Nationalmannschaft bestritten, kehrt aber für die WM-Qualifikationsspiele gegen Polen im Juni in die Auswahl des Deutschen Handballbunds (DHB) zurück.

Die Nationalmannschaft wegzulassen, könne aber am Ende ein Weg werden, den viele Profis gehen könnten, sagte Bitter: "Und das ist einfach der Tod für den Handball."

Regeneration statt Training

Nationaltrainer Heuberger bekommt die Auswirkungen des aufgeblähten Terminkalenders direkt zu spüren. "Man merkt es, wenn man zum Lehrgang kommt: Da kommen Spieler angereist, die sind eigentlich völlig platt und müssten normalerweise erst einmal zwei Tage Regeneration betreiben, bevor man an ordentliches Training denken kann. Es ist sehr, sehr schwierig", sagte der 49-Jährige.

Bei einer möglichen Lösung wäre auch Heuberger zu Kompromissen bereit. "Man muss insgesamt am Kalender arbeiten und ich denke, da müssen alle internationalen Verbände was vom Kuchen abgeben", sagte der Coach.

Johannes Bitter im Steckbrief

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