Freitag, 03.01.2014

Vier-Nationen-Turnier

Handballer starten mit Niederlage

Die deutschen Handballer sind mit einer überraschenden Niederlage in das eigene Vier-Nationen-Turnier gestartet. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger unterlag Österreich in Dortmund nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung mit 28:29 (14:17).

Martin Heuberger konnte mit der Leistung seiner Spieler nicht zufrieden sein
© getty
Martin Heuberger konnte mit der Leistung seiner Spieler nicht zufrieden sein

Es war beim 23. Aufeinandertreffen mit den Österreichern die dritte Niederlage der Auswahl des DHB. Beste deutsche Werfer vor 4800 Zuschauern waren Uwe Gensheimer und Holger Glandorf mit jeweils fünf Toren. Gensheimer vergab in der Schlusssekunde die große Chance zum Ausgleich, als er mit einem Siebenmeter an Nikola Marinovic scheiterte.

Weitere Turnier-Gegner des nicht für die EM in Dänemark qualifizierten WM-Fünften sind am Samstag (17.15 Uhr) in Krefeld Russland und am Sonntag (18.00) in Oberhausen Island. Die Isländer hatten im ersten Turnierspiel den WM-Siebten Russland mit 35:34 (19:18) bezwungen.

Heuberger ging wieder einmal mit großen personellen Problemen in ein Turnier und musste gegen die mit acht Bundesliga-Legionären angetretenen Österreicher auf die Rückraumspieler Steffen Weinhold, Adrian Pfahl, Michael Haaß, Steffen Fäth und Sven-Sören Christophersen verzichten. Immerhin stand Kapitän Oliver Roggisch nach einer überstandenen Innenbandverletzung zur Verfügung.

Roggisch kehrt zurück

Der Abwehrchef verlieh der deutschen Deckung in der ersten Halbzeit aber keine Sicherheit. Die Gäste kamen immer wieder zu leichten Toren, auch weil Schlussmann Carsten Lichtlein in der ersten Viertelstunde keinen Ball zu fassen bekam. Das deutsche Angriffsspiel konnte sich in der Anfangsphase zwar durchaus sehen lassen, doch nach einer 10:8-Führung (14.) dank gelungener Aktionen von Holger Glandorf und schöner Anspiele auf Kreisläufer Patrick Wiencek schlichen sich auch dort immer mehr Fehler und Unkonzentriertheiten ein. Die Folge war nach 20 Minuten ein 10:14-Rückstand.

"Es ist noch Luft nach oben. Wir haben die Angriffe zu schnell abgeschlossen und den ein oder anderen technischen Fehler gemacht", sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer angesichts des Drei-Tore-Rückstands zur Halbzeit.

Doch auch in der zweiten Halbzeit tat sich die DHB-Auswahl, in der Finn Lemke (21) vom TBV Lemgo sein Nationalmannschaftsdebüt gab, weiter schwer. Gute Chancen wurden vergeben, den Gästen so immer wieder Tempogegenstöße ermöglicht.

Gensheimer vergibt den Ausgleich

Trotz eines 22:27-Rückstandes (52.) gaben die Gastgeber aber nicht auf. In der Abwehr wurde um jeden Ball gekämpft, der Rückstand in der 57. Minute auf ein Tor verkürzt (26:27). In der Schlussminute überschlugen sich die Ereignisse, Gensheimer war am Ende der große Pechvogel.

Auch die Hoffnung auf eine volle Halle nach den zuletzt enttäuschenden Besucherzahlen beim Supercup in Bremen und Hamburg erfüllte sich derweil nicht ganz. Der Oberrang in der Westfalenhalle wurde sogar komplett geschlossen. "Wir sind in einer Bringschuld. Ich habe die Hoffnung, dass die Leistung der Mannschaft honoriert wird", hatte Bauer vor dem Turnier erklärt.


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