Frankreich deklassiert Dänemark

SID
Sonntag, 26.01.2014 | 19:20 Uhr
Thierry Omeyer reißt die Arme in die Luft - Frankreich ist Europameister 2014
© getty
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Frankreich ist Handball-Europameister 2014. In einem schon früh entschiedenen Finale besiegte das Team von Trainer Claude Onesta Gastgeber Dänemark deutlich mit 41:32 (23:16). Spanien gewinnt das Spiel um Platz drei gegen Kroatien.

Finale (in Herning)

26. Januar

Dänemark - Frankreich 32:41 (16:23)

Topscorer: Mikkel Hansen (9) - Michael Guigou (10)

Mit einem Kempatrick und dem 23:16 zu Gunsten Frankreichs beendete Valentin Porte die erste Halbzeit des EM-Finales. 23 Tore in 30 Minuten, die Les Blues überrannten Gastgeber Dänemark, der zudem einen Totalausfall seiner Torhüter zu beklagen hatte - Landin und Green parierten ganze drei Würfe der Franzosen im erstem Spielabschnitt.

Obwohl auch Gegenüber Thierry Omeyer nicht sein bestes Spiel machte, gelang es Dänemark im Verlauf der Partie nie, den Acht-Tore-Halbzeitrückstand abzubauen und sich in Schlagdistanz zu bringen - im Gegenteil: Die Equipe Tricolore verwaltete den Vorsprung nicht bloß, sondern spielte sich mit tollen Kombinationen und großartigen Abschlüssen Zusehens in einen Rausch.

Dabei war die Partie im Grunde schon viel früher so gut wie entschieden, als sich Mittelblocker Rene Toft Hansen bereits in der siebten Minute die zweite Zeitstrafe einhandelte und Frankreich im Anschluss das 12:4 erzielte.

Schon nach 50 Minuten begannen die Feierlichkeiten auf der Bank der Franzosen, die vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zu überzeugen wussten: Fünf Spieler erzielten mehr als fünf Tore.

Dänemark kassiert damit im zweiten Finale in Folge eine herbe Niederlage. Schon bei der WM in Spanien 2013 deklassierte der Gastgeber die Skandinavier mit 35:19.

Spiel um Platz 3 (in Herning)

26. Januar

Spanien - Kroatien 29:28 (16:13)

Topscorer: Joan Canellas (8) - Domagoj Duvnjak (8)

Spanien hat das Spiel um Platz drei mit 29:28 gewonnen und sich die Bronzemedaille gesichert. HSV-Mittelmann Joan Canellas avancierte zum besten Akteur und entschied die Partie zugunsten des Weltmeisters.

Mit seinen Turniertreffern 42 bis 50 warf Joan Canellas seine Spanier fast im Alleingang zum Gewinn der Bronzemedaille und stand somit schon vor der Austragung des Finales als Torschützenkönig der EM fest.

Vor 14.000 Zuschauern in Herning lieferte Kroatien den Spaniern einen spannenden Fight, kämpfte sich nach Rückstand mehrfach zurück und hielt das Spiel bis in die Schlussphase offen. Vor allem Domagoj Duvnjaks Spielgeschick und die offensive 6:0-Abwehr der Kroaten verhinderten, dass Spanien auf mehr als vier Tore davon ziehen konnte. Allerdings war es auch Duvnjak, der die Niederlage seiner Mannschaft in den Schlussminuten einleitete.

Beim Stand von 27:28 leistete sich der Kieler eine vermeidbare Zeitstrafe, in dessen Folge Canellas seinen achten Treffer der Partie erzielte und das Spiel entschied. Kroatien erwies sich insgesamt zu inkonsequent, ließ in wichtigen Szenen immer wieder die nötige Effizienz vermissen und scheiterte zu oft am diesmal starken Jose Manuel Sierra im Tor der Spanier. So vergab das Team von Trainer Slavko Goluza nach 20 Minuten zunächst einen völlig freien Tempo-Gegenstoß und danach einen Strafwurf. Das Resultat war ein Drei-Tore-Rückstand zur Halbzeit, der bis zum Ende der Partie nicht mehr aufgeholt werden konnte.

Spanien revanchiert sich mit diesem Erfolg für das Spiel um Platz drei der EM 2012 in Serbien. Damals besiegten die Kroaten, die erstmal seit acht Jahren nicht auf dem Treppchen stehen, die Iberer mit 31:27.

Halbfinale (in Herning)

24. Januar

Dänemark - Kroatien 30:27 (13:15)

Topscorer: Anders Eggert (8) - Marko Kopljar und Zlatko Horvat (beide 6)

Es ist geschafft, Dänemark hat am Sonntag seine große Handball-Party! Das Team um Superstar Mikkel Hansen bezwang die Kroaten in einem hart umkämpften und intensiven Spiel. Kroatien scheidet damit zum vierten Mal in Folge bei einem großen Turnier im Halbfinale aus.

Allerdings entschied die Partie keiner der großen Offensivstars Hansen oder Duvnjak - sondern einmal mehr Mats Landin. Mit einer herausragenden Torhüter-Leistung war er der Garant für den dänischen Erfolg.

Vor ausverkauftem Haus in Herning ging es intensiv zur Sache, mit leichten Vorteilen für Kroatien. Niklas Landin war noch nicht wirklich in der Partie und so konnte sich der Olympiadritte knapp absetzen und ging mit zwei Toren Vorsprung in die Pause.

Die Dänen kamen vor allem durch Anders Eggert nach der Pause aber immer wieder ran. Die Crunch-Time aber war dann Landin-Time. Der Torhüter war ab der 40. Minute der ganz große Rückhalt der Dänen. Bei den Kroaten merkte man den enormen Kräfteverschließ, so dass Domagoj Duvnjak und Co. am Ende nicht mehr zusetzen konnten und sich die Halle in Herning in ein rot-weißes Tollhaus verwandelte.

Am Sonntag trifft Dänemark auf Frankreich und kann seinem EM-Titel von 2012 verteidigen.

Frankreich - Spanien 30:27 (12:14) BOXSCORE

Topscorer: Luc Abalo (8) - Joan Canellas (10)

Frankreich steht im Finale der Europameisterschaft 2014. Der Olympiasieger setzte sich gegen den Weltmeister aus Spanien in einem nicht immer hochklassigen Match am Ende verdient durch.

Es war das zu erwartend enge Spiel zwischen den beiden Handball-Großmächten. Allerdings erwischten die Franzosen den besseren Start - dank Thierry Omeyer. Der Altmeister im Kasten der le Blues zauberte in den ersten Minuten und ließ die Spanier fast verzweifeln.

Nach 12 Minuten hatten Entrerios und Co. erst zwei Treffer erzielt. Doch davon ließen sie sich nicht entmutigen, blieben ruhig und fanden so wieder in ihr Spiel zurück.

Mit der Pausensirene ging der Weltmeister dann gar in Führung, da bei den Franzosen in der Offensive wenig zusammen lief. Superstar Nikola Karabatic blieb ohne Treffer im ersten Durchgang.

Nach der Pause aber nahm die Truppe von Claude Onesta das Heft wieder in die Hand, die Iberer vergaben ihre Chance zu leichtfertig oder schlossen zu überhastet ab.

Die Franzosen stehen verdient im Finale am Sonntag. Bei dem Olympiasieger überzeugten vor allem Valentin Porte und Luc Abalo mit teils spektakulären Treffern. Bei Spanien war ein ums andere Mal Joan Canellas dafür verantwortlich, dass das Spiel nicht schon früher entschieden wurde. Einen ganz schwachen Tag erwischte Jorge Maqueda.

Spiel um Platz 5 (in Herning)

24. Januar

Island - Polen 28:27 (13:16)

Topscorer: Snorri Stein Gudjonsson (8) - Patryk Kuchczynski (5)

Bis 15 Minuten vor Schluss lagen die Polen - teilweise mit drei Toren - in Führung. Erst zum 20:20 konnten die Isländer erstmals ausgleichen. Sekunden vor Schluss brachte Runar Karason die Skandinavier mit dem Siegtreffer erstmals in Front und sicherte so seinem Team Platz 5.

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