Samstag, 21.12.2013

Die Nadja Nadgornaja Kolumne

"Als hätten wir uns selbst geschlagen"

Deutschlands Handball-Frauen sind bei der WM in Serbien im Viertelfinale unnötig gegen Dänemark ausgeschieden. Insgesamt spielte das DHB-Team aber ein gutes Turnier. Rückraumspielerin Nadja Nadgornaja erklärt in ihrer SPOX-Kolumne, warum sie mit dem Lob aus der Heimat bisher noch nichts anfangen kann.

Nadja Nadgornaja und die DHB-Frauen sind im Viertelfinale ausgeschieden
© getty
Nadja Nadgornaja und die DHB-Frauen sind im Viertelfinale ausgeschieden

Liebe Handball-Fans,

die Enttäuschung über das Aus im Viertelfinale gegen Dänemark ist noch immer groß. Wir sind sehr traurig, weil wir wissen, dass mehr drin war. Wir haben das Spiel zeitweise dominiert, am Ende aber ein paar leichte Fehler gemacht, die Dänemark eiskalt ausgenutzt hat. Es fühlt sich an, als hätten wir uns selbst geschlagen.

Mit der Zeit werden wir aber erkennen, wie viel wir erreicht und dass wir uns gut entwickelt haben. Nicht nur im Laufe des Turniers, sondern auch insgesamt in den vergangenen Jahren haben wir deutliche Schritte nach vorne gemacht.

Das zeigt auch das positive Feedback aus der Heimat. Eigentlich alle haben uns zu einem guten Turnier gratuliert und gesagt, dass wir stolz auf uns sein können, weil wir guten Handball gezeigt haben. Aber wie gesagt: Momentan hilft das noch nicht wirklich. Die Möglichkeit, eine Medaille zu holen, war da. Hoffentlich kommt diese Chance wieder.

Weihnachten wird einfach gut tun

Jetzt hab ich erstmal ein paar Tage Zeit, um alles zu verarbeiten und mich ein wenig zu erholen. Mein nächstes Training mit dem Thüringer HC findet schließlich erst am 26. Dezember statt. Die Zeit mit der Familie an Weihnachten wird einfach gut tun.

Noch in diesem Jahr startet dann die Bundesliga wieder - wir müssen mit dem THC am 28. Dezember in Bietigheim spielen und erwarten zwei Tage später in Bad Langensalza noch Frisch Auf Göppingen. Es wäre schön, wenn auch der ein oder andere neu dazugewonnene Fan zu diesen Spielen kommen könnte. Im Februar geht es dann mit dem Thüringer HC in Hauptrunde der Champions League zur Sache. Für mich persönlich ist es das eine Premiere und wird sicher ein Highlight.

Mit der Nationalmannschaft steht 2014 die Qualifikation für die Europameisterschaft auf dem Programm. Das ist für mich jetzt aber noch ein Fernziel, so weit will ich noch gar nicht vorausschauen.

Erstmal müssen wir das vergangene Turnier analysieren, um das wirklich abzuschließen und neue Ziele in Angriff zu nehmen. Und diese dann möglichst zu erreichen.

Bis dann!

Eure Nadja


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