Dienstag, 15.10.2013

Auch Regelwerk Ziel der Kritik

Rauchfuß kritisiert Nationaltorhüter

Peter Rauchfuß, Schiedrichterwart des Deutschen Handballbundes, hat das Regelwerk im Handballs scharf kritisiert. "Das Regelwerk ist nicht glücklich", sagte er der "Handballwoche".

Silvio Heinvetter ärgerte sich erst öffentlich über einen Schiedsrichter
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Silvio Heinvetter ärgerte sich erst öffentlich über einen Schiedsrichter

Der Chef der deutschen Schiedsrichter fordert den Weltverband IHF und die Europäische Handball-Föderation (EHF) auf, die Statuten zu modernisieren und anzupassen.

"Die großen Verbände müssen sich Gedanken machen. So wie heute Handball gespielt wird, sind unsere Regeln nicht mehr angemessen. Je kleiner der Ermessens-Spielraum, desto besser", sagte Rauchfuß und kritisierte vor allem die Auslegung von Passivem Spiel und Stürmerfoul.

Trotz der vielen Diskussionen in den vergangenen Wochen spricht sich Rauchfuß gegen die Einführung einer Torkamera oder eines Videobeweises aus. "Wir sollten Geld nicht an der falschen Stelle investieren. Im Handball ist vielleicht ein Tor mal strittig, 1000 sind es nicht", sagte Rauchfuß, der bei vier Olympischen Spielen pfiff.

Auch Heinvetter kritisiert

Im Hinblick auf die Schiedsrichter-Schelte von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter rief Rauchfuß zu mehr Zurückhaltung in der öffentlichen Beurteilung der Unparteiischen auf. "Ich stelle eine große Dünnhäutigkeit und große Unbeherrschtheit aller Beteiligten in der Liga fest", sagte Rauchfuß, "viele lenken mit ihrer Kritik an den Schiedsrichtern aber nur von ihren eigenen Problemen ab." Heinevetter hatte nach der Partie seiner Füchse Berlin gegen die Rhein-Neckar Löwen (21:21) in der Vorwoche öffentlich erklärt, seine Mannschaft sei "verarscht" worden.

Silvio Heinvetter im Steckbrief


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