Diskussion um Zeitspiel-Reform

Hanning schlägt Testlauf vor

SID
Mittwoch, 23.10.2013 | 12:09 Uhr
Bob Hanning will erst mal testen, ob die neue Regel eine Verbesserung darstellt
© getty
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In der Diskussion um eine Reform der Zeitspiel-Regel im Handball hat Bob Hanning einen Testlauf in der Jugend-Bundesliga vorgeschlagen.

Der neue Vizepräsident des Deutschen Handballbundes kann sich vorstellen, eine Angriffsuhr wie beim Basketball in der Jugend-Bundesliga zu testen. "Dort könnte man schauen, ob so eine Regel tatsächlich eine Verbesserung darstellt und ein Gewinn für die Sportart ist", sagte Hanning dem "SID". Dieses Thema gehöre in die Regelgremien des Handball-Weltverbandes IHF.

"Wir müssen für Neuerungen offen sein", sagte Hanning, der auch Geschäftsführer der Füchse Berlin ist: "Ein persönliches Urteil dazu habe ich mir allerdings noch nicht gebildet."

Shot-Clock auch im Handball?

Zuletzt hatten sich die Bundesligatrainer Gudmundur Gudmundsson (Rhein-Neckar Löwen) und Alfred Gislason (THW Kiel) für eine Shot-Clock wie in anderen Sportarten eingesetzt. "Im Basketball hat jede Mannschaft 24 Sekunden Zeit für einen Angriff. Alle wissen das. Die Schiedsrichter, die Spieler, die Trainer, die Zuschauer. Das ist eine gute Lösung", sagte Gudmundsson.

THW-Coach Gislason schlägt in den Kieler Nachrichten vor, dass jeder Angriff nur maximal 35 Sekunden dauern darf. Bislang liegt es beim Handball im Ermessensspielraum der Schiedsrichter, wann sie Zeitspiel anzeigen.

"Regelwerk nicht glücklich"

Auch die Unparteiischen plädieren für eine Reform der aktuellen Statuten. "Das Regelwerk ist nicht glücklich", sagte DHB-Schiedrichterwart Peter Rauchfuß kürzlich. Der Chef der deutschen Schiedsrichter fordert die IHF und die Europäische Handball-Föderation (EHF) auf, die Statuten zu modernisieren und anzupassen.

"Die großen Verbände müssen sich Gedanken machen. So wie heute Handball gespielt wird, sind unsere Regeln nicht mehr angemessen. Je kleiner der Ermessensspielraum, desto besser", sagte Rauchfuß und kritisierte damit vor allem die Auslegung des passiven Spiels.

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