Füchse und Löwen trennen sich remis

SID
Sonntag, 06.10.2013 | 17:36 Uhr
Im Topspiel zwischen den Füchsen und Löwen gab es keinen Sieger
© imago
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Die SG Flensburg-Handewitt siegt am 8. Spieltag beim TBV Lemgo und hält den Anschluss an die Tabellenspitze. Kiel (gegen Minden) und Hamburg (gegen Göppingen) erledigen ihre Pflichtaufgaben, der HSV aber nur mit Mühe. Am Sonntag trennten sich die Füchse Berlin und Rhein-Neckar Löwen remis.

Füchse Berlin - Rhein-Neckar Löwen 21:21 (13:10) (BOXSCORE)

Die Füchse erwischten im Topspiel den klar besseren Start. Nach einem erfolgreichen Tempogegenstoß von Fredrik Petersen führte Berlin nach knapp 10 Minuten schon mit 5:1.

10 Minuten später erhöhte Fabian Wiede mit einem Kracher aus dem Rückraum auf einen 5-Tore-Vorsprung (9:4). Die Löwen kamen erst gegen Ende der 1. Halbzeit angeführt von einem starken Andy Schmid besser in die Partie, dennoch hatte Berlin das Spiel klar im Griff.

In der zweiten Halbzeit ergab sich dann aber ein völlig anderes Bild. Die Füchse bekamen vor allem im Angriff große Probleme. Die Gäste nutzten einen 4:0-Run, um zum 16:16 auszugleichen. Die Folge war eine Auszeit der Füchse.

Dramatisch wurde es dann in der Schlussminute. 16 Sekunden vor dem Ende brachte Pavel Horak die Füchse mit 21:20 in Führung, aber Patrick Groetzki rettete den Löwen in letzter Sekunde noch einen Punkt. Schmid (6) und Gensheimer (5) waren die besten Werfer bei den Löwen, bei Berlin traf Spielmacher Bartlomiej Jaszka (7) am besten.

TBV Lemgo - SG Flensburg-Handewitt 30:34 (12:20) (BOXSCORE)

Fünf Tage nach dem 26:26 gegen Berlin bestimmte die SG Flensburg-Handewitt von Beginn an das Geschehen. Torhüter Mattias Andersson mit einer Parade gegen Lemgos Rickard Lönn und Tobias Karlsson mit einem Block gegen den Wurf von Timm Schneider sorgten mit ihrem Einsatz in der Defensive dafür, dass die Gäste bereits nach vier Minuten mit 5:3 vorne lagen. Lemgo, das mit der Empfehlung eines knappen 34:33-Sieges in Magdeburg in die Partie gegangen war, konnte auch aus der zweiminütigen Überzahl nach einer Zeitstrafe für Dasko Nenadic kein Kapital schlagen.

Schneider und Florian Kehrmann leisteten sich unnötige Ballverluste und auf der Gegenseite hielt Thomas Mogensen Flensburgs Zwei-Tore-Vorsprung, ehe Nenadic sich mit dem 7:4 von der Strafbank zurückmeldete und der Topscorer des Abends Anders Eggert mit zwei Treffern Flensburg auf 10:5 davonziehen ließ. Die Zeitstrafe von Schneider nutzten die Norddeutschen dann, um ihren Vorsprung sogar noch auf neun Tore auszubauen. Zwei Pfostentreffer durch Patrick Zieker und Schneider verhinderten, dass Lemgo den eigenen Rückstand bis zur Pause noch auf weniger als acht Tore reduzieren konnte.

Das gelang erst zu Beginn des zweiten Durchgangs nach einem 4:0-Zwischensprint der Hausherren, nachdem Flensburgs Steffen Weinhold die Rote Karte gesehen hatte. Doch die Gäste ließen sich zunächst aber weder davon, noch von einem verworfenen Siebenmeter durch Eggert beim Stand von 28:22 für Flensburg (48.) aus dem Konzept bringen und bauten die Führung wieder auf 29:22 aus.

Während einer Zwei-Minuten-Überzahl nach Strafzeit gegen Glandorf kam Lemgo noch einmal heran - dank Flensburgs Keeper Andersson, der kurz hintereinander Wurfversuche von Schneider und Marcel Niemeyer parierte, und da Schneider in der Schlussminute noch den Pfosten traf, aber nicht mehr dichter als auf vier Tore.

Flensburg schaffte die erhoffte Trendwende in Lemgo und steht in der Tabelle nun bei 11:5 Punkten auf Platz vier der Tabelle, während Lemgo nach der dritten Saisonniederlage mit 8:8 ein ausgeglichenes Punktekonto vorzuweisen hat und auf Platz neun zurückfällt.

THW Kiel - GWD Minden 34:25 (19:11) (BOXSCORE)

Der THW Kiel war als Tabellenführer der Handball-Bundesliga natürlich klarer Favorit im Spiel gegen die GWD Minden. Der Tabellensechzehnte brauchte einige Minuten, um sich auf den Gegner einzustellen und konnte dann zeitweise mithalten.

Allerdings biss man sich immer wieder an der Deckung die Zähne aus und bei einer Wurfquote von 44 Prozent konnte man dem Gegner kaum gefährlich werden.

Dementsprechend zogen die Gastgeber auch dank der aggressiven 5:1-Abwehr bis zur 22. Minute auf 14:6 davon. Kiel agierte durchaus konzentriert, auch wenn die spielerische Linie nicht immer durchgezogen werden konnte. Zur Halbzeit war das Spiel bei einer 19:11-Führung eigentlich schon entschieden.

In Hälfte zwei leisteten sich die Kieler zunächst zahlreiche Fehlwürfe, da Jens Vortmann im Kasten der Gäste auf Temperatur war. Aber auch Johan Sjöstrand im Tor der Kieler zeigte gute Paraden. So blieb der Abstand konstant. Minden war zwar bemüht, schaffte es aber nicht, die Wurfquote nach oben zu bringen. Gegen die massive Qualität der Kieler reichte es so nicht.

Der Doppelpack von Christian Zeitz in der 53. Minute zum 29:21 war dann die endgültige Entscheidung zugunsten der Zebras, die damit weiter eine weiße Weste tragen und die Bundesliga souverän anführen. Johan Sjöstrand wurde zudem als bester Spieler der Kieler ausgezeichnet, das Publikum freute sich über eine starke Leistung ihres Teams - es war der achte Sieg im achten Spiel.

HSV Handball - Frisch Auf Göppingen 31:29 (18:13) (BOXSCORE)

Die Hamburger legten in beeindruckendem Tempo los und diktierte das Match. Acht Minuten waren gespielt, da stand es 8:3 - die Hamburger hatten noch keinen einzigen Fehlwurf zu beklagen. Doch Göppingen ließ sich so schnell nicht einschüchtern, bei 8:5 nahm HSV-Coach Martin Schwalb die erste Auszeit.

Und die wirkte: Aus dem 8:5 machte der HSV ein 12:5, musste die Gäste in der 23. Minute zum 9:13 herankommen lassen Aber Göppingen erlaubte sich zu viele technische Fehler. Dazu musste Manuel Späth nach der dritten Zeitstrafe schon in der ersten Hälfte vom Platz

Im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild, wobei der HSV in der Offensive nicht mehr so zwingend agierte und sich einige Fehlwürfe leistete. In der 44. Minute dann die nächste Auszeit von Schwalb, da Göppingen bis auf vier Tore rangekommen (20:24) war und Bitter mit einer Parade den 21. Treffer der Gäste kurz zuvor verhindert hatte.

Es begannen nun die dramatischen Minuten, denn die Gäste merkten, dass ein Sieg noch in Reichweite war. Marcel Schiller brachte sein Team per Strafwurf auf 24:26 ran (50.). Als der Arm der Schiedsrichter bei Ballbesitz HSV in der Schlussminute dann oben war, nahm sich Hansen ein Herz und traf zur 30:28-Vorentscheidung. Canellas machte dann mit seinem elften Treffer den 31:29-Sieg schließlich perfekt. Damit springt der HSV auf den fünften Rang, Göppingen bleibt zwölfter.

TuS N-Lübbecke - Hannover-Burgdorf 28:28 (16:16) (BOXSCORE)

Bergischer HC - Balingen-Weilstetten 29:29 (15:11) (BOXSCORE)

Emsdetten - SC Magdeburg 25:36 (8:14) (BOXSCORE)

VfL Gummersbach - ThSV Eisenach 30:24 (13:9) (BOXSCORE)

HSG Wetzlar - MT Melsungen 25:30 (10:13) (BOXSCORE)

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