HBL: Power-Ranking zum Saisonstart

Trotz Umbruch: Kiel macht's

Von Felix Götz
Dienstag, 20.08.2013 | 13:58 Uhr
Filip Jicha und der THW Kiel sind auch in dieser Saison Favorit auf die Meisterschaft
© getty
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Am Samstag startet die HBL in die neue Saison. Der Meister hat einige Hochkaräter verloren und schiebt Hamburg und Flensburg die Favoritenrolle zu. Doch Coach Alfred Gislason hat nach wie vor ein Spitzenteam zur Verfügung. Eine Überraschung könnte Melsungen gelingen, ein Aufsteiger schafft den Klassenerhalt.

1. THW Kiel

Lineup: Sjöstrand - Sigurdsson (Klein), Jicha, Palmarsson, Vujin, Sprenger, R. Toft Hansen

"Wir sind nicht der große Titelfavorit. Das sind eher die SG Flensburg-Handewitt und der HSV", versucht THW-Manager Klaus Elwardt die Konkurrenz unter Druck zu setzen. SPOX lässt sich davon nicht beirren, die Meisterschaft führt erneut nur über die Zebras.

Zugegeben: Mit Torhüter Thierry Omeyer, Daniel Narcisse, Momir Ilic und dem langjährigen Kapitän Marcus Ahlm haben die Kieler Spieler verloren, die (nicht nur) an der Förde teilweise Legenden-Status genießen. Deshalb wird es kein Spaziergang zum Titel. Reichen wird es trotzdem.

Mit den Rückraumspielern Rasmus Lauge Schmidt und dem bei der WM in Spanien groß aufspielenden Tunesier Wael Jallouz wurden hochinteressante und mit ihren jeweils 22 Jahren entwicklungsfähige Akteure geholt. Zwischen den Pfosten dürfte es mit dem schwedischen Duo Johann Sjöstrand und Andreas Palicka ebenfalls keine größeren Probleme geben. Außerdem sind mit Filip Jicha, Marko Vujin und Aron Palmarsson nach wie vor fantastische Akteure beim THW.

Die Aufgabe von Alfred Gislason ist es, aus dem vorhandenen Potenzial eine homogene Truppe zu basteln und jeden Einzelnen mit dem THW-Siegergen zu infizieren. Dass der Trainerfuchs aus Island dazu in der Lage ist, hat er in den vergangenen Jahren mehrfach mit Bravour bewiesen.

2. HSV Hamburg

Lineup: Bitter - Mahe, Lackovic, Duvnjak (Canellas), Pfahl, Lindberg, H. Toft Hansen

Rücktritt, Dementi, Rauswurf: Mit der peinlichen Posse um das Aus von Geschäftsführer Frank Rost nach nur sechs Wochen im Amt hat der HSV bereits in der Vorbereitungszeit für Unterhaltung gesorgt. Auswirkungen auf die sportliche Leistung wird das Sommertheater nicht haben. Der Champions-League-Sieger dürfte Kiel Beine machen und trotz des großen Umbruchs nach Platz fünf in der vergangenen Spielzeit wieder eine gute Rolle in der HBL spielen.

Entscheidend dafür sind drei Dinge: Wie schnell schafft es Coach Martin Schwalb, die acht Neuen Zarko Markovic, Adrian Pfahl, Davor Dominikovic, Kentin Mahe, Petar Djordjic, Joan Canellas, Henrik Toft Hansen und Marcus Cleverly zu integrieren? Bekommen die Norddeutschen ihre Leistungsschwankungen in den Griff? Und wie werden die Löcher am Kreis und in der Abwehr, die der Abgang von Igor Vori nach Paris hinterlässt, geschlossen?

Mit Marcin Lijewski und Mimi Kraus ist weitere Qualität aus der Hansestadt verschwunden. Dafür ist mit Canellas, der nach der Insolvenz von Atletico Madrid bereits ein Jahr früher als geplant seine Zelte an der Elbe aufgeschlagen hat, ein Topspieler neu dabei. Spielintelligenz und brachiale Wurfgewalt: der Spanier bringt alles mit.

Insgesamt hat Hamburg eine gute Mischung im Kader. Gestandenen Akteuren wie Blazenko Lackovic, Domagoj Duvnjak, dem derzeit noch verletzten Pfahl und Jogi Bitter stehen die zukünftigen Raketen Mahe und Djordjic zur Seite. "Ihnen gehört die Zukunft des HSV", ist sich Schwalb sicher.

3. SG Flensburg-Handewitt

Lineup: Andersson - Eggert, Gustavsson, Mogensen, Glandorf, Svan Hansen, Knudsen

Sonderlich flüssig ist die SG nach wie vor nicht. Auch deshalb wurden mit Bogdan Radivojevic, Jim Gottfridsson, Hampus Wanne und Drasko Nenadic ausschließlich junge Spieler verpflichtet. Der Stamm ist geblieben, Coach Lubomir Vranjes schickt also eine eingespielte Truppe ins Rennen. Dies sollte gerade in der Anfangsphase der Saison ein Vorteil sein.

Somit wird sich auch an der Spielweise des Vizemeisters nicht viel ändern. Volle Pulle über die wieselflinken Außen Lasse Svan Hansen und Anders Eggert wird es gehen, in der Abwehr soll etwas häufiger als zuletzt neben dem 6:0 auch im 5:1 gespielt werden. Die weiteren Stützen sind der in der vergangenen Saison überragende Keeper Mattias Andersson und Holger Glandorf, der mit 1678 Treffern mittlerweile Platz fünf in der ewigen HBL-Bestenliste der Feldtorschützen belegt.

Eine Problemzone der Flensburger ist der linke Rückraum, wo Lars Kaufmann aufgrund seiner Knieverletzung noch längere Zeit nicht zur Verfügung steht.

4. Rhein-Neckar Löwen

Lineup: Landin - Gensheimer, Ekdahl du Rietz, Schmid, Petersson, Groetzki, Myrhol

Mit dem Triumph im EHF-Pokal haben die Löwen in der vergangenen Saison endlich den ersten Titel ihrer Vereinsgeschichte geholt. Nach dem etwas überraschenden dritten Platz in der Liga sind die Badener auch diese Saison zu den Topteams zu zählen.

Die Mannschaft ist in ganz großen Teilen zusammengeblieben. Zwar fallen Zarko Sesum und Alexander Petersson noch längere Zeit verletzt aus. Die beiden Rückkehrer Nikola Manojlovic und Sergei Gorbok sowie Runar Karason sind aber für den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Klub gute Verstärkungen.

Für Unruhe könnte im Laufe der Saison die Tatsache sorgen, dass 2014 13 Verträge auslaufen, darunter auch der Kontrakt von Ober-Löwe Uwe Gensheimer. Manager Thorsten Storm ist also gefordert, möglichst schnell für klare Verhältnisse zu sorgen.

5. Füchse Berlin

Lineup: Heinevetter - Petersen, Christophersen, Jaszka, Igropoulo, Richwien, Nielsen

Neben den erfahrenen Akteuren um Kapitän Iker Romero, Silvio Heinevetter und dem nach einer Knieverletzung noch immer nicht fitten Sven-Sören Christophersen setzen die Füchse auf die bekanntlich sehr gut ausgebildete eigene Jugend und ein schwedisches Trio. Jesper Nielsen soll Torsten Laen am Kreis ersetzen, Matias Zachrisson auf Rechtsaußen Markus Richwien unterstützen und Fredrik Petersen auf Linksaußen die erste Geige spielen.

Zudem gehören nach Paul Drux mit Jonas Thümmler und Fabian Wiede zwei weitere Jungs aus dem Fuchsbau fest zum Profikader. Ein toller Transfer ist Manager Bob Hanning und Trainer Dagur Sigurdsson mit Pavel Horak gelungen. Der tschechische Rückraumspieler erzielte vergangene Saison 141 Tore für Göppingen und soll im Angriff vor allem Christophersen unterstützen.

Ganz klar: Auch wenn Berlin hier nur auf Rang fünf landet, ist den Hauptstädtern nach Platz vier in der vergangenen Spielzeit bei gutem Verlauf auch eine bessere Platzierung zuzutrauen.

6. MT Melsungen

Lineup: Appelgren - Allendorf, P. Müller, Fahlgren, M. Müller, Sellin, Mansson (Danner)

Europapokal in der Rothenbach-Halle? Gut möglich! Die Hessen haben bereits in der vergangenen Saison ihr Potenzial beispielsweise durch den Sieg in Kiel bewiesen, nun sind mit den aus Wetzlar gekommenen Brüdern Philipp und Michael Müller sowie Johannes Sellin aus Berlin hervorragende Verpflichtungen gelungen.

Melsungen dürfte somit in der Abwehr um Daniel Kubes noch besser werden und hat mit Sellin und Michael Allendorf endlich zwei Spieler, die das bisher eher dürftige Tempogegenstoßspiel auf ein höheres Level heben. Und nicht vergessen: Das Torhüter-Duo Mikael Appelgren und Per Sandström kann sich sehen lassen.

Platz 1-6: Von Kiel bis Melsungen

Platz 7-12: Von Magdeburg bis Balingen

Platz 13-18: Von Gummersbach bis Eisenach

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