Das Aus und die Folgen

"Barcelona wird Meister - mit 60:0 Punkten"

Von Florian Schimak
Donnerstag, 11.07.2013 | 11:28 Uhr
Jung-Nationalspieler Christian Dissinger wechselte erst im Juni von Schaffhausen nach Madrid
© imago
Advertisement
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam of Darts: Tag 6
NHL
Coyotes @ Canadiens
NBA
Warriors @ Celtics
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Viertelfinale
Premiership
Gloucester -
Saracens
NBA
Thunder @ Spurs
Rugby Union Internationals
Wales -
Georgien
Rugby Union Internationals
England -
Australien
Rugby Union Internationals
Schottland -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Fidschi
Ran Fighting
ran Fighting Gala
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Viertelfinale
King Of Kings
King of Kings 51
NBA
Warriors @ 76ers
ACB
Andorra -
Malaga
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Halbfinale
BSL
Tofas -
Anadolu Efes
Premiership
Exeter -
Harlequins
ACB
Barcelona -
Valencia
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Finale
NBA
Wizards @ Raptors
NHL
Islanders @ Hurricanes
NHL
Blue Jackets @ Sabres
NBA
Wizards @ Bucks
NBA
Bulls @ Lakers
NBA
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves

Die Nachricht von Atletico Madrids Ruin kam nicht überraschend, schlug aber trotzdem ein wie eine Bombe. Der spanische Spitzenklub zieht sich aus dem Handball-Geschäft zurück. SPOX beleuchtet die sechs wichtigsten Fragen zu den Folgen des Erdbebens.

1. Wie konnte es überhaupt so weit kommen?

"Das Fehlen von Sponsoren und der Mangel an logistischer Unterstützung von öffentlichen Institutionen, gepaart mit der Unfähigkeit seitens der Führungskräfte des Vereins, nach den bisherigen Verlusten weitere Gelder in den Club zu stecken, haben ein Überleben des Vereins unmöglich gemacht", heißt es in der von Club-Präsident Domingo Diaz de Mera Lozano unterzeichneten Erklärung.

Erst im Jahr 2011 hatte man den Handball wieder nach Madrid gebracht, da das Spitzenteam von Ciudad Real - ebenfalls aus finanziellen Gründen - in die spanische Hauptstadt umzog und fortan unter dem Namen MB Atletico de Madrid auflief. So wurde nicht nur die lange Handball-Tradition in der Metropole fortgesetzt, sondern auch vermeintlich professionelle Strukturen und eine schlagkräftige Mannschaft geschaffen.

Die Wirtschaftskrise in Spanien aber setzte dem Verein ordentlich zu, die finanzielle Potenz war nach nur einem Jahr nicht mehr vorhanden. So gingen Spieler wie Kiril Lazarov (FC Barcelona) von Bord. Der Etat wurde gesenkt, Nachwuchshoffnungen wie Christian Dissinger oder Alexander Duschebajew verpflichtet. Doch das Loch, das die fehlenden Sponsorengelder hinterließen, konnten in den letzten Wochen nicht gestopft werden.

Dabei reiste selbst Trainer Talant Duschebajew um die halbe Welt, um Gelder zu generieren. "Ich war weiß Gott wo. Wenn ich ehrlich bin, will ich es gar nicht genau sagen. Schließlich hat sowieso nichts geklappt", äußerte sich Duschebajew enttäuscht. "Dass es dem Verein wirtschaftlich nicht gut geht, wussten wir alle schon seit langer Zeit. Wir waren uns auch bewusst, dass irgendwann dieser Tag kommen könnte. Dennoch haben wir immer gehofft, irgendwie noch aus dem Loch herauszukommen", sagte der ehemalige Welthandballer bei "Sport1".

Insgesamt fehlen 1,7 Millionen Euro, um das Team weiter erhalten zu können. Neben dem Trainer waren auch einige Spieler zu teils erheblichen Gehaltseinbußen bereit - doch all das half nichts. 900.000 Euro Steuerschulden soll der Fiskus einfordern, berichten spanische Medien.

Hinzu kommen dem Vernehmen nach offene Gehälter sowie ausstehende Beträge bei den Sozialversicherungen und anderen Gläubigern - ein Großteil davon angeblich noch aus der Zeit vor dem Umzug von Ciudad nach Madrid. Die Behörden sollen einem weiteren Aufschub der Steuerschulden widersprochen haben. Ein Schritt, der das Schicksal des Vereins nun endgültig besiegelt hat.

Ähnlich wie beim HSV Hamburg ist Atletico Madrid unabhängig vom gleichnamigen Fußballverein und so kamen in Spanien erste Vorwürfe zutage, dass der Fiskus bei den ebenfalls verschuldeten Fußballvereinen öfter mal ein Auge zudrücken würde.

Seite 1: Wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Seite 2: Was wird aus den ganzen Stars?

Seite 3: Was macht Star-Coach Talant Duschebajew?

Seite 4: Wer rückt in der Champions League nach?

Seite 5: Welche Folgen hat das Aus für die spanische Liga?

Seite 6: Was passiert nun in der HBL?

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung