Das Finale

Spanien ist Weltmeister!

Von SPOX
Sonntag, 27.01.2013 | 19:09 Uhr
In einem einseitigen Finale prügeln die Spanier Dänemark aus der Halle und holen sich den WM-Titel
© Getty
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Die Spanier sind Weltmeister und zerlegen bei der Heim-WM im Finale die Dänen. Die Kroaten ließen keine Zweifel an ihrer Favoritenrolle gegen Slowenien aufkommen und entschieden das Spiel um Platz 3 mit fünf Toren Vorsprung für sich.

Das Finale

27. Januar

Spanien - Dänemark 35:19 (18:10)

Topscorer: Valero Rivera (6) - Kasper Söndergaard und Henrik Möllgaard (beide 4)

Das große Finale der Handball-WM in Spanien war eine überraschend klare Angelegenheit. Im Vorfeld galten die Dänen als leichter Favorit, doch Spanien zeigte eine überragende Leistung. Die Dänen erwischten einen ganz schwarzen Tag - bei ihnen lief absolut nichts zusammen.

Vor den Augen der dänischen Kronprinzessin Mary und dem spanischen Kronprinzen Felipe konnten die Spanier sich gleich zu Beginn mit 3:0 absetzen. Selbst nach der Auszeit von Wilbeck wirkten die Dänen noch nervös, während Spanien überragend verteidigt. Mikkel Hansen, Anders Eggert und Co. fanden in der Offensive überhaupt kein Mittel. Erst gegen Mitte der ersten Hälfte waren sie vermeintlich im Spiel - doch danach zog der Gastgeber erst richtig an. Niklas Landin (6/23) bekam keine Hand an den Ball und wurde früh durch Jannick Green ersetzt. Besser wurde es allerdings nicht.

Nach dem Wechsel hatte Spanien die Partie weiter klar im Griff. Dänemark knüpfte ansatzlos an die enttäuschende Vorstellung aus der ersten Hälfte an. Relativ früh ergaben sich die Dänen ihrem Schicksal und in der Halle begannen die spanischen Festlichkeiten bereits Mitte der zweiten Hälfte. Für ein WM-Finale war es eine eindeutige Geschichte, am Ende schossen die Spanier Dänemark quasi aus der Halle.

Bei den Dänen enttäuschte fast jeder. Anders Eggert (3/5) und Hans Lindberg (1/2) waren durchweg nicht auf der Platte - und Mikkel Hansen (2/5)erwischte einen katastrophalen Auftritt. Spanien überzeugte vor allem durch seine mannschaftliche Geschlossenheit. Der Erfolg geht absolut in Ordnung.

Die Spanier sind damit zum zweiten Mal nach 2005 Weltmeister, während die Dänen nach 1967 und 2011 ihr drittes Endspiel in Folge verloren. Trotz des verlorenen Finals wurde Mikkel Hansen von Paris St.-Germain zum MVP des Turniers gewählt.

Spiel um Platz 3

26. Januar

Slowenien - Kroatien 26:31 (13:14)

Topscorer: Vid Kavticnik (4) - Domagoj Duvnjak, Ivan Cupic (beide 8)

Kroatien hat sich durch einen 31:26-Sieg über Außenseiter Slowenien die Bronzemedaille gesichert. Der Weltmeister von 2003 landete damit zum dritten Mal binnen eines Jahres auf dem dritten Platz einer Großveranstaltung. Zuvor hatten die Kroaten auch bei der EM vor einem Jahr in Serbien und bei den Olympischen Spielen von London Bronze geholt.

Die Slowenen konnten nur in der ersten Halbzeit mithalten. Im zweiten Durchgang setzten sich die Kroaten dann schnell und entscheidend ab. Vor allem gegen die kompakte kroatische Abwehr fand der Außenseiter kein Mittel mehr.

Slowenien erzielte bei seiner sechsten Teilnahme trotz der verpassten Medaille sein bestes WM-Ergebnis. Bisher hatte der zehnte Platz von 2007 als größter Erfolg bei einer WM gegolten.

Beste kroatische Werfer in der im zweiten Durchgang einseitigen Partie waren Spielmacher Domagoj Duvnjak vom Bundesligisten HSV Hamburg und Rechtsaußen Ivan Cupic mit jeweils acht Treffern. Bei den Slowenen traf Vid Kavticnik am häufigsten (4 Tore).

Das Halbfinale

25. Januar

Spanien - Slowenien 26:22 (13:12)

Topscorer: Joan Canellas (5) - Gasper Marguc (7)

Die spanischen Handballer stehen im Finale ihrer Heim-WM und dürfen vom ersten Titelgewinn seit dem WM-Triumph von 2005 träumen. Der Gastgeber, der im Viertelfinale das deutsche Team aus dem Turnier geworfen hatte, besiegte Außenseiter Slowenien im Halbfinale in Barcelona nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 26:22.

Der Favorit tat sich allerdings über weite Strecken des Spiels überraschend schwer. Spaniens erste Fünf-Tore-Führung nach 24 Minuten durch schmolz bis zur Pause auf einen Treffer. Vor allem Keeper Gorazd Skof (12 Paraden) hielt die Slowenen in dieser Phase im Spiel. Erst Mitte der zweiten Hälfte setzten sich die Gastgeber entscheidend ab. Der Treffer zum 20:14 (48. Minute) durch Rückraumspieler Canellas bedeutete die Vorentscheidung.

Die Spanier präsentierten sich in der Offensive erneut einfallslos und ohne zündende Ideen. Schlüssel zum Erfolg war ein ums andere Mal das Abwehrbollwerk der Iberer. Ging mal ein Ball an der Mauer vorbei, war meistens Keeper Arpad Sterbik zur Stelle.

Dänemark - Kroatien 30:24 (14:11)

Topscorer: Anders Eggert (9) - Damir Bicancic (7)

Dänemark zeigte im zweiten Halbfinale eine ganz starke Vorstellung. Angetrieben vom überragenden Flensburger Anders Eggert (9 Tore) legte der Vize-Weltmeister von 2011 den Grundstein für seinen Erfolg bereits im ersten Durchgang. Hinten rührte die 6:0-Abwehr mit dem in der ersten Hälfte grandiosen Niklas Landin im Tor Beton an, vorne traf vor allem Eggert zunächst nach Belieben.

Schon zur Halbzeit hatte der Linksaußen sieben Treffer auf seinem Konto. Und Keeper Landin, der bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag steht, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits acht Paraden in der Statistik.

Die Kroaten, die im Viertelfinale noch Titelverteidiger Frankreich ausgeschaltet hatten, fanden im Positionsangriff zu selten ein Mittel gegen den massiven dänischen Mittelblock. Die im Turnier noch ungeschlagenen Skandinavier enteilten schnell auf 8:3, kurz vor der Pause erzielte Eggert mit seinem 50. Turniertreffer das 13:8 (27. Minute). Im zweiten Abschnitt hielt Kroatien die Partie zunächst ausgeglichen, am Ende setzten sich die Dänen aber souverän durch.

Das Viertelfinale

23. Januar

Russland - Slowenien 27:28 (13:14)

Topscorer: Timur Dibirov, Sergey Shelmenko (beide 6) - Luka Zvizej, Urus Zorman (beide 5)

Im ersten Viertelfinale der WM trafen Russland und Slowenien aufeinander. Russland setzte sich im Achtelfinale nur knapp gegen Brasilien durch, während die Slowenen gegen Ägypten weniger Mühe hatten, die nächste K.o.-Runde zu erreichen. Aufgrund des Turnierverlaufs bisher waren die Slowenen im Vorfeld der Partie favorisiert. Die Truppe um Topscorer Dragan Gajic (34/44) war in diesem Turnier neben Kroatien und Dänemark die einzig ungeschlagene Mannschaft. Bitter: Gajic fiel für das Viertelfinale verletzt aus.

Beide Teams gingen zu Beginn der Partie leichtfertig mit ihren Chancen um, die russische Abwehr wirkte aber sicherer, zwang die Slowenen oftmals zu überhasteten Abschlüssen und konnte so zwischenzeitlich auf fünf Tore (10:5) davonziehen (15.). Nach der ersten Auszeit kam Slowenien dann aber ins Rollen, konnte den Vorsprung aufholen und erzielte mit der Pausensirene gar die Führung. Ganz stark: Sloweniens Keeper Primoz Prost.

Im zweiten Durchgang wurde die Partie härter, blieb aber anfangs noch ausgeglichen. Nach einem kurzen Run konnten die Slowenen zwar auf fünf Tore wegziehen (23:18), aber Russland kämpfte sich wieder zurück (24:25). Die Russen schwächten sich allerdings durch drei Rote Karten selbst (Gorbok, Chipurin, Evdokimov).

Die Slowenen, bei denen Star-Mittelmann Uros Zorman in der entscheidenden Phase immer wieder Verantwortung übernahm, mussten aber trotzdem bis zum Ende zittern. Erst 15 Sekunden vor Schluss entschied Sebastian Skube die Partie mit seinem Tor zum 28:26. Slowenien steht zum ersten Mal in der Geschichte im WM-Halbfinale und trifft jetzt auf Spanien.

Deutschland - Spanien 24:28 (14:12)

Topscorer: Sven-Sören Christophersen (6) - Julen Aguinagalde, Victor Tomas (beide 7)

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Dänemark - Ungarn 28:26 (18:11)

Topscorer: Hans Lindberg (10) - Laszlo Nagy (8)

3:0 nach 5 Minuten, 8:2 nach 15 Minuten, 13:5 nach 23 Minuten, 18:11 zur Pause. Die Dänen übernahmen sofort das Kommando und spielten die Ungarn in der ersten Halbzeit an die Wand. Die Ungarn wirkten gehemmt, fingen sich viele Tempogegenstöße oder scheiterten oft am starken Niklas Landin, der neun Paraden zeigte.

In der zweiten Halbzeit sah das Spiel dann aber komplett anders aus. Ein früher 4:0-Run gab den Ungarn neue Hoffnung. Superstar Laszlo Nagy drehte auf und lieferte eine überragende Partie ab. Als dann auch der lange abgetauchte Gabor Csaszar (4/7) in Fahrt kam, waren die Ungarn sechs Minuten vor Schlus auf 2 Tore dran (24:26).

In der 59. Minute verkürzte Nagy dann sogar auf 26:27. Erst der Treffer von Henrik Möllgaard, sein einziger im gesamten Spiel, entschied das Spiel zugunsten der Dänen. Dänemarks überragender Mann hieß Hans Lindberg. 10 Würfe, 10 Treffer. Anders Eggert steuerte 5 Tore zum Sieg bei. Dazu war die Quote von Keeper Landin (42 Prozent) top. Superstar Mikkel Hansen (2/8) hatte dagegen keinen guten Tag.

Frankreich - Kroatien 23:30 (12:13)

Topscorer: Cedric Sorhaindo (5) - Domagoj Duvnjak (9)

Diese Paarung könnte auch das Finale bei einer WM sein, sie war aber nur das Viertelfinale. Also war klar, dass einer der großen Favoriten seine Koffer packen muss. Zu Beginn wurde es sofort heiß: Drago Vukovic wurde mit Rot vom Platz gestellt - eine vermeintliche Fehlentscheidung.

Doch die Kroaten ließen sich dadurch nicht beeinflussen. Nach einer frühen 2:0-Führung der Franzosen dominierten die von einem überragenden Duvnjak angeführten Kroaten das Spiel. Nach zwei Toren in Folge von Ivan Cupic betrug der Vorsprung in der 16. Minuten zum ersten Mal vier Tore (8:4).

Ein 5:2-Run brachte die Franzosen bis zur Pause wieder ins Spiel, aber dann erwischten die Kroaten den besseren Start in Halbzeit zwei. Ganz schnell war man wieder auf vier Tore weg, ehe Frankreich noch mal eine gute Phase hatte und nach einem Fernandez-Tor auf 19:20 verkürzte.

Das Krasse: In der Crunchtime kam nicht mehr viel von den großen Franzosen. Es kam eigentlich nichts - auch weil die kroatische Abwehr nichts zuließ. Dafür kam Zlatko Horvat und knallte Thierry Omeyer einen Treffer nach dem anderen rein. Es wurde nicht mal mehr ansatzweise knapp. Am Ende wurde es fast eine Demütigung.

Die großen Stars der Franzosen enttäuschten dabei allesamt. Nikola Karabatic? 1/4. Daniel Narcisse? 1/5. Luc Abalo? 2/7. Und Omeyer (10/37) verlor das Keeper-Duell gegen Mirko Alilovic (13/37).

Das Achtelfinale

21. Januar

Serbien - Spanien 20:31 (12:20)

Topscorer: Petar Nenadic (4) - Albert Rocas (7)

Klare Angelegenheit für den Gastgeber, der durch den nie gefährdeten Sieg jetzt im Viertelfinale am Mittwoch auf Deutschland trifft. Von Beginn an marschierte Spanien in der Offensive. Bereits nach zwölf Minuten stand es 7:3 für die Iberer, die sich auch von einer eher zweifelhaften Roten Karte gegen Morros nicht aus dem Konzept bringen ließen.

Bei den Serben enttäuschte der Angriff ebenso wie die Verteidigung. Lediglich Keeper Stanic verhinderte bis zur Pause einen noch höheren Rückstand mit einigen tollen Paraden. Wirklich eng wurde es für die Spanier auch nach Wiederanpfiff nie.

Vize-Europameister Serbien torkelte auch in den zweiten 30 Minuten nur so übers Feld, von den Stars Stankovic, Ilic oder Toaskic war nichts zu sehen. So war es spätestens ab der 40. Minute nurmehr ein lockeres Auslaufen für die Spanier, die keinesfalls gänzlich überzeugten, gegen die furchtbar harmlosen Serben aber auch nicht mehr zeigen mussten.

Kroatien - Weißrussland 33:24 (21:9)

Topscorer: Stepancic (6) - S. und D. Rutenka (je 4)

Der nächste lockere Sieg für den Favoriten. Kroatien spaziert gegen heillos überforderte Weißrussen ins Viertelfinale und trifft dort auf Titelverteidiger Frankreich! Wie davor schon die Spanier an gleicher Stelle, zog auch Kroatien nach kurzer Spielzeit mächtig auf und davon.

Nach 15 Minuten stand es bereits 10:5, bis zur Pause baute der Favorit den Vorsprung dann sogar auf zwölf Punkte aus. Vor allem beim schnellen Gegenstoß war Kroatien kaum zu halten, am Ende erzielten sie 14 Treffer nach demselben Schema.

Auch nach dem Wechsel blieb es ein ungleiches Duell, obwohl die Kroaten zwei Gänge zurückschalteten und sich gedanklich wohl schon mit der Monsteraufgabe Frankreich vertraut machten. Dazu ließ Coach Goluza vermehrt die zweite Garnitur ran.

Weißrussland präsentierte sich als schwächster aller 16 Achtelfinalteilnehmer und hätte in dieser Form im Viertelfinale einer WM auch nichts zu suchen gehabt.

Slowenien - Ägypten 31:26 (19:11)

Topscorer: Jure Dolenec (6) - Ahmed Mostafa (10)

Das Spiel lässt sich sehr gut mit einem Wort zusammenfassen: Favoritensieg. Slowenien, neben Dänemark und Kroatien das noch einzig ungeschlagene Team des Turniers, hatte gegen couragierte Ägypter nur zwischenzeitlich Probleme und zieht völlig verdient ins Viertelfinale ein. Dort geht's nun gegen Russland.

Vor allem zu Beginn der Partie ließen die Slowenen die Muskeln spielen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Ägypter zum 5:5 gab's den fast schon spielentscheidenden Zwischensprint der Slowenen zum 15:7. Nach der Pause nahm der Favorit deutlich den Fuß vom Gas und spielte die Angriffe nicht mehr mit der nötigen Entschlossenheit zu Ende. Die Folge: Ägypten kam zwischenzeitlich bis auf zwei Tore ran. Dennoch gab's letztlich einen deutlichen Sieg des Favoriten.

Ungarn - Polen 27:19 (10:9)

Topscorer: Ivancsik (6) - Jurecki (5)

Das nennt man dann wohl Timing: Genau im ersten K.o.-Spiel haben die Ungarn ihre mit Abstand beste Leistung bei dieser WM auf das Parkett gezaubert und ziehen nach einem Sieg gegen schwache Polen in die nächste Runde ein. Schlüssel zum Erfolg waren neben dem bärenstarken Keeper Roland Mikler der kompakte Mittelblock der Ungarn.

Vor allem im ersten Durchgang bekamen Freunde der Defensive einen Leckerbissen von beiden Teams geliefert. Kaum einen offenen Wurf gab's für die Offensivreihen, beim Zwischenstand von lediglich 10:9 für Ungarn ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel setzten sich die Ungarn jedoch recht deutlich ab, ließen defensiv weiterhin keine Chancen zu und präsentierten sich in den entscheidenden Momenten schlichtweg abgezockter. Wie bei der WM 2011 setzen sich auch dieses Mal die Ungarn durch und treffen im Viertelfinale nun auf Dänemark.

20. Januar

Deutschland - Mazedonien 28:23 (13:9)

Topscorer: Stefan Kneer (5) - Kiril Lazarov (8)

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Brasilien - Russland 26:27 (14:14)

Topscorer: Felipe Ribeiro, Vinicius Teixeira (beide 6) - Sergej Gorbok (11)

In der zweiten Achtelfinalbegegnung am Sonntag traf Russland auf den deutschen Gruppengegner Brasilien. Auf dem Blatt an und für eher eine lockere Aufgabe für die Russen - sie waren also im Vorfeld der Favorit. 2009 trafen beide Teams schon einmal bei einer WM aufeinander, damals siegte Russland verdient mit 25:22.

Diese Stellung versuchten sie auch gleich zu Beginn bei dieser WM zu untermauern und zogen direkt mit 3:0 davon. Erst dann fing Brasilien an Handball zu spielen und kam in die Partie. Angeführt vom starken Pacheco steigerten sich die Südamerikaner von Minute zu Minute und setzten dem Weltmeister von 1993 und 1997 ordentlich zu. Nach dem 0:3 gingen sie gar mit 4:3 in Führung (10.) Russland wirkte in der ersten Hälfte zu pomadig, ja fast überheblich - die Quittung hierfür bekamen sie mit dem Halbzeitergebnis.

Auch im zweiten Durchgang gestalteten die Brasilianer die Partie auf Augenhöhe. Allerdings zeigten sie auch deutliche Schwächen im Abschluss. Russland konnte sich beim überragenden Gorbok bedanken, dass sie letztendlich ins Viertelfinale einzogen. Nächster Gegner: Slowenien oder Ägypten.

Island - Frankreich 28:30 (14:15)

Topscorer: Thorir Olafsson (7) - Samuel Honrubia (7)

Frankreich - Island. Das klingt nach einem Handball-Leckerbissen. Die Franzosen wurden nach der Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen das DHB-Team nur Gruppenzweiter. Die Isländer spielten auch keine überragende Gruppenphase und wurden nur Dritter in der Gruppe B. Doch eigentlich begann für die beiden Teams mit dem Start der K.o.-Phase die WM jetzt erst richtig.

Es entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Begegnung. Frankreich verteidigte zwar besser, aber Karabatic, Narcisse und Co. scheiterten immer wieder am starken Björgvin Gustavsson. Der Keeper der Isländer hatte fast an jedem Ball seine Hände. Nach 15 Minuten nahm das Spiel richtig Fahrt auf, mit schönen Abschlüssen auf beiden Seiten. Thierry Omeyer hatte abermals keinen wirklich starken Tag zu Beginn. Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnte er seine gewohnte Klasse zeigen und Frankreich konnte dank ihm mit einem Tor Vorsprung in die Pause. Bei den Franzosen überzeugte vor allem Samuel Honrubia - bei den Isländern war Aron Palmarsson (6 Tore, 3 Assists) der auffälligste Akteur, über ihn lief jeder Angriff.

Im zweiten Spielabschnitt bewiesen die Isländer große Kämpferqualitäten. Frankreich zog immer wieder davon, aber mit tollem Einsatz und toller Leidenschaft kamen die Isis immer wieder ran. Fünf Minuten vor dem Ende konnten sie immer noch das Unentschieden halten - es bahnte sich eine Überraschung an. Doch dann kam er: Nikola Karabatic. Mit einem grandiosem Sprungwurf erzielte er das zwischenzeitliche 28:27 und sorgte so für die Vorentscheidung. Letztlich setzten sich die Franzosen in der Crunchtime durch, aber es war ganz schön knapp. Neben Honrubia trafen Guigou (6) und Accambray (5) am besten. Auf Frankreich wartet jetzt wohl Kroatien... Wenn das kein Hammer wird!

Dänemark - Tunesien 30:23 (16:11)

Topscorer: Nikolai Markussen (6) - Soamma Boughanmi (5)

Auch für die bis dahin ungeschlagenen Dänen ging mit der K.o.-Phase die WM nun los - sie trafen auf den DHB-Bezwinger Tunesien. Scheinbar waren die Dänen noch in der "Wohlfühloase Vorrunde", denn nach knapp fünf Minuten lagen sie mit 1:4 hinten. Erst der Treffer von Mikkel Hansen schien die Skandinavier geweckt zu haben.

Danach nahm die Partie ihren zu erwartenden Lauf: Der Europameister wirkte jetzt konzentrierter und elanvoller, während Tunesien den Ball zu einfach herschenkte oder zu übermütig den Abschluss suchte. Auch die Defensivarbeit der Nordafrikaner ließ zu diesem Zeitpunkt des Spiels arg zu wünschen übrig. Die Dänen nutzen dies konsequent und clever aus und zogen mit der Pausensirene auf fünf Tore davon.

Im zweiten Durchgang waren die Dänen von der ersten Minute an hellwach und sorgten mit einem 5:0-Run für eine Vorentscheidung (20:12). Danach war die Partie gelaufen. Tunesien hatte nicht mehr die Kraft und die Klasse, um die Dänen zu fordern. Ulrik Wilbek konnte so einige seiner Stars schonen - im Tor bekam Green beispielsweise nun seine Spielzeit. Niklas Landin (16/33) hatte zuvor überragend gehalten.

Für die Nordafrikaner erwies sich Dänemark letztendlich als mindestens eine Nummer zu groß. Mit bisher sechs Siegen in sechs Spielen unterstrichen sie ihre Favoritenstellung ganz dick. Neben Markussen traf Anders Eggert (5) am besten, Hansen verbuchte 3 Tore.

Hier geht's zum Roundup der Vorrunde

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