Handball-WM: Deutschland - Tunesien 23:25

DHB-Team kassiert erste Pleite

Von Bastian Strobl
Sonntag, 13.01.2013 | 19:03 Uhr
Deutschland verlor im zweiten Gruppenspiel gegen Tunesien
© Getty
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Nichts wurde es mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft musste bei der WM in Spanien die erste Niederlage hinnehmen. In Granollers zog das Team von Martin Heuberger gegen Tunesien mit 23:25 (13:13) den Kürzeren.

Sven-Sören Christophersen (7) und Steffen Weinhold (4) waren die besten Schützen im deutschen Team. Bei Tunesien überragten Wael Jallouz (8) und Amine Bannour (6). Für die DHB-Auswahl war es die erste Pleite der Geschichte gegen die Afrikaner.

Damit hat Deutschland in der Gruppe A genauso wie Tunesien, Argentinien und Brasilien, das die Gauchos mit 24:20 bezwang, einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto.

Für die Heuberger-Truppe geht es am Dienstag mit dem dritten Gruppenspiel gegen Argentinien weiter (Die., 18 Uhr im LIVE-TICKER).

Reaktionen:

Martin Heuberger (Trainer Deutschland): "Uns hat ein wenig das Glück gefehlt. Die Mannschaft hat toll gekämpft. Wir haben aber zu viele Tore aus der Distanz bekommen. Ich bin aber stolz auf die Mannschaft. Sie hat ein großes Herz."

Sven-Sören Christophersen (Deutschland): "Wir haben die Tunesier in der Abwehr nicht in den Griff bekommen, und vorne haben wir zu viele Chancen ausgelassen. Das reicht dann in der Summe nicht."

Silvio Heinevetter (Deutschland): "Wir waren alle nicht an der Leistungsgrenze:"

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Heuberger verzichtet auf Veränderungen in der Startformation. Auf den beiden Außen fangen wieder Klein und Groetzki an. Am Kreis spielt Wiencek, den Rückraum bilden Kneer, Haaß und Pfahl. Weinhold, mit sieben Toren der Topscorer gegen Tunesien, kommt erst mal weiter von der Bank. Im Tor steht wie gewohnt Heinevetter.

5.: Heinevetter liegt quer in der Luft und wehrt den Wurf mit seinem Fuß ab. Starke Parade. 3:2 für Deutschland.

8.: Heine ist schon wieder on fire. Doppelparade vom Berliner. Aber vorne scheitert erst Schmidt beim Siebenmeter und dann Klein nach einem Tempogegenstoß. 3:3.

18.: Deutschland hat Heinevetter, Tunesien hat Maggaiez, der auch beim zweiten Siebenmeter zur Stelle ist, diesmal gegen Weinhold. Das DHB-Team auch in der Defensive momentan zu sorglos. 8:5 für Tunesien.

29.: Starker Lauf der Deutschen! Die Heuberger-Truppe war bereits 6:10 in Rückstand, doch nach einem Timeout hat sich das Team wieder gesammelt. Weinhold, Christophersen und Klein sorgen für den Ausgleich. 13:13.

36.: Bannour dreht auf! Der tunesische Topscorer nutzt die Zwei-Minuten-Strafe gegen Haaß und bringt sein Team wieder mit zwei Toren in Führung. 15:13 für Tunesien.

45.: Deutschland muss aufpassen! Tunesien zieht noch mal an, sogar in Unterzahl treffen die Afrikaner. 20:17 für Tunesien.

57.: Jetzt kommt auch noch Pech dazu! Klein versucht es von Außen mit einem Dreher, scheitert aber am Pfosten. Bitter, einfach nur bitter. 22:21 für Tunesien.

Deutschland - Tunesien: Das komplette Spiel im Re-Live

Der Star des Spiels: Wael Jallouz. Die Kieler Offiziellen dürften die Partie mit einem kleinen Grinsen verfolgt haben. Der 21-Jährige wird ab dem nächsten Sommer für die Zebras auflaufen und nutzte die WM-Bühne schon mal für ein bisschen Werbung in eigener Sache. Der sprunggewaltige und wurfstarke Rückraumspieler war mit 8 Treffern Topscorer bei Tunesien. Bei Deutschland stark: Sven-Sören Christophersen, der von der Bank kommend zumindest versuchte, Deutschland im Spiel zu halten.

Der Flop des Spiels: Patrick Groetzki. War es gegen Brasilien Pfahl, der auf ganzer Linie enttäuschte, übernahm diese Rolle im zweiten Gruppenspiel der Rechtsaußen. In der ersten Halbzeit war er weder in der Defensive noch in der Offensive ein Faktor. Die Quittung bekam er nach der Pause, als Heuberger fast gänzlich auf ihn verzichtete.

Analyse: Unangenehm. Aggressiv. Kämpferisch. Es waren diese Attribute, die im Vorfeld der Partie mit Tunesien verbunden wurden. Und genau das erfuhr die Heuberger-Truppe in Granollers am eigenen Leib. Die Afrikaner legten mit viel Dampf los, sowohl in der Defensive als auch vorne. Bestes Beispiel dafür: Bereits nach wenigen Sekunden gab es die erste Zwei-Minuten-Strafe für den WM-Vierten von 2005.

Trotzdem kam Deutschland weitaus besser als beim Sieg gegen Brasilien in die Partie. Der Ball lief gut durch die Reihen, wodurch die deutschen Spieler zu einfachen Toren kamen. Im Tor stand Heinevetter seinen Mann.

Unerklärlicherweise gab es nach 15 Minuten allerdings einen Bruch im deutschen Spiel. Die Mannschaft agierte auf einmal zu statisch, zudem verzweifelte man mehrmals an Tunesiens Torhüter Marouene Maggaiez, unter anderem bei zwei Siebenmetern. In der Verteidigung ließ man dem Rückraum der Afrikaner zu viel Platz, den vor allem die sprunggewaltigen Bannour und Bald-Kieler Jallouz zu einem kleinen Zwischenspurt nutzten.

Beim Stand von 6:10 musste man kurzzeitig Böses erahnen. Doch Heuberger konnte sich wie bei der Begegnung gegen Brasilien erneut auf seine Bankspieler verlassen. Allen voran das Duo Christophersen und Weinhold, der bereits im Duell mit den Südamerikanern Topscorer war, brachte Deutschland wieder heran.

Auch in der Defensive schaltete man wieder einige Gänge nach oben. Insbesondere Haaß ging früher und energischer den tunesischen Rückraumspielern entgegen. Nach der Pause machte der Gegner - anders als Brasilien zum Auftakt - dem DHB-Team allerdings nicht den Gefallen, Konditionsprobleme zu offenbaren.

Ganz im Gegenteil! Deutschland wurde wieder zu sorglos. Die logische Konsequenz: Jallouz und Banour durften im Rückraum fast nach Belieben schalten und walten und hämmerten Heinevetter, der sich kaum noch auszeichnen konnte, einen Ball nach dem anderen um die Ohren.

Zwar stolperten die Tunesier in der Folgezeit ein wenig über ihr eigenes Temperament und kassierten einige Zwei-Minuten-Strafen. Allerdings verpasste es das deutsche Team in diesen Momenten, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen.

Im Endeffekt fehlte in den entscheidenden Szenen das Quäntchen Glück und die nötige Erfahrung, solche engen Spiele für sich zu entscheiden. Außerdem muss sich auch Heuberger fragen lassen, warum er nicht früher auf Lichtlein im Tor setzte oder Christophersen mehr Einsatzzeit schenkte.

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