Nach Pleite gegen Melsungen

Leere Akkus bei Rekordmeister THW Kiel

SID
Montag, 10.12.2012 | 14:16 Uhr
"Wir haben nicht 100 Prozent gegeben": THW-Coach Alfred Gislason enttäuscht.
© Getty
Advertisement
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Tag 2
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Tag 3
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Tag 4
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Viertelfinale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Viertelfinals
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Halbfinale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Halbfinals
Pro14
Leinster -
Edinburgh
Premiership
Worcester -
Saracens
ACB
Barcelona Lassa -
Saski-Baskonia
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Finale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Finale
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 2
Premiership
Wasps -
Bath Rugby
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 1
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 3
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 2
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 4
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 3
China Open Women Single
WTA Peking: Viertelfinale
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 4
ACB
Valencia -
Obradoiro

Erstmals seit 585 Tagen hat der THW Kiel wieder eine Partie in der Bundesliga verloren. Die letzte Heimpleite der Zebras liegt sogar 613 Tage zurück. Dass das Malheur aber gegen Melsungen passiert, überrascht schon.

Am Ende wurde es ganz still. Die 10 285 Zuschauer in der ausverkauften Arena waren schlichtweg sprachlos. Nach 51 ungeschlagenen Bundesliga-Spielen mit 101:1 Punkten in Serie musste Handball-Rekordmeister THW Kiel wieder eine Niederlage hinnehmen.

Aber nicht gegen die Rhein-Neckar Löwen, nicht gegen die Füchse Berlin und auch nicht gegen Flensburg-Handewitt. Nein, gegen die MT Melsungen gab es ein beinahe sensationelles 25:29. "Ich bin enttäuscht", sagte Trainer Alfred Gislason. "Wir haben nicht 100 Prozent gegeben. Wir dachten, er geht von allein", lautete die Begründung von Rückraumspieler Christian Zeitz im NDR.

Die Intergalaktischen, die Überirdischen und Unbesiegbaren, wie die Kieler in der vergangenen Saison wegen ihrer 68:0 Bundesliga-Punkte ehrfurchtsvoll betitelt wurden, sind wieder auf dem Boden gelandet: In dieser Saison in der Champions League zweimal, in der Bundesliga einmal verloren und einmal remis gespielt.

Diese Saison schon drei Niederlagen

Vergangene Saison maulte die Konkurrenz, die Meisterschaft sei zu langweilig. Jetzt herrscht wieder Spannung. Tabellenführer sind die Rhein-Neckar Löwen. Dennoch ist der THW unverändert Titelkandidat Nummer eins. Daran ändert auch der Ausrutscher gegen die Nordhessen nichts.

Die Serie der Kieler ist eindrucksvoll: 585 Tage hatten sie nicht verloren. Die letzte Heimniederlage des THW lag sogar 613 Tage zurück. Am 6. April 2011 hatten die Rhein-Neckar Löwen mit 33:31 in Kiel gewonnen. Dass es nicht ewig so weitergehen konnte, war Gislason klar. Deshalb verteilte der Isländer trotz der Schmach Lob: "Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, eine 101:1-Serie ist nicht so schlecht."

Die Akkus scheinen leer

Die Kieler, die ihr 29. Pflichtspiel in dieser Saison bestritten, kommen in Atemnot. Die Akkus vieler Akteure scheinen leer zu sein. Immerhin haben zwölf Zebras im Januar an der Europameisterschaft in Serbien teilgenommen, acht spielten im Sommer bei Olympia in London. Und bei der WM vom 11. bis 27. Januar kommenden Jahres in Spanien werden wohl neun THW-Akteure antreten.

Zuletzt mussten Patrick Wiencek und Aron Palmarsson wegen Adduktorenproblemen passen, Thierry Omeyer spielte trotz einer Fußverletzung. "Wir haben seit Monaten englische Wochen - in dieser Woche haben wir viel trainiert. Vielleicht auch zu viel, ich muss darüber nachdenken, ob ich so auch meinen Teil zur Niederlage beigetragen habe", meinte Gislason.

Der 15. Spieltag im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung