Handball-Zwerg Leipzig mit großen Träumen

Kretzschmar treibt Erstliga-Projekt voran

SID
Dienstag, 23.10.2012 | 14:19 Uhr
Der Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar will mit "seinem" Verein Leipzig in die erste Liga
© Getty
Advertisement
New Haven Open Women Single
Live
WTA Connecticut: Tag 2
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Tag 3
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Main Fight Pressekonferenz
National Rugby League
Broncos -
Eels
Champions Hockey League
HV71 -
Adler Mannheim
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard Pressekonferenz
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 1
Champions Hockey League
Grizzlys Wolfsburg -
Banska Bystrica
Champions Hockey League
Red Bull München -
Cracovia Krakau
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 1
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Weigh-in
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 2
National Rugby League
Storm -
Rabbitohs
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard + Main Fight
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 3
Champions Hockey League
Cracovia Krakau -
Red Bull München
Premiership
Leicester -
Bath

Der Handball-Zwerg SC DHfK Leipzig hat den großen THW Kiel im DHB-Pokal zu Gast. Für Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar ist das Match gegen den deutschen Rekordmeister am Mittwoch willkommene Gelegenheit, wieder einmal für das Projekt "Erstliga-Handball" des Traditionsvereins zu werben. An eine Sensation gegen den THW glaubt beim Europacup-Gewinner von 1966 allerdings keiner.

"Kiel ist die beste Mannschaft der Welt, das Maß aller Dinge. Unser Verein und die Spieler haben aber eine tolle Möglichkeit sich zu zeigen", sagt Handball-Ikone Kretzschmar: "So ein Spiel ist der Hauptgewinn."

Das Interesse in der Region für das Spiel der dritten Runde ist riesig, innerhalb von nur 90 Minuten waren die fast 6.000 Tickets im Vorverkauf vergriffen. Manager Maik Gottas: "Wir hätten auch 20.000 Karten verkaufen können."

Team aus Amateuren

In der Arena Leipzig treffen freilich Handball-Welten aufeinander. Mit rund 1,2 Millionen Euro steht der Gastgeber selbst in der zweiten Liga vom Etat her nur im Mittelfeld. Die junge Mannschaft ohne Stars besteht fast durchweg aus Amateuren, die nebenbei in die Schule gehen, eine Ausbildung absolvieren oder ihrem Job nachgehen.

Champions-League-Gewinner Kiel hat fast das Zehnfache an Geld zur Verfügung, verlor im Vorjahr keine Bundesliga-Partie und der Kader ist mit ausgebufften Nationalspielern aus mehreren Ländern gespickt. "Die Mannschaft ist komplett Weltklasse", sagt Kretzschmar und hat vor der Pokalpartie keine Illusionen: "Die können gar keinen Gang zurückschalten, die geben 60 Minuten Vollgas.".

Bezüglich der Leipziger Aufstiegspläne ist Kretzschmar trotz der knappen Finanzen aber kämpferisch und optimistisch. Auch wenn es für den Fünften der Vorsaison sportlich zuletzt ein paar Dämpfer gab. Nur 6:10 Zähler bedeuten vorerst Platz 16.

"Im Vorjahr waren wir der Aufsteiger. Jetzt denkt die ganze Liga, da kommt der Aufstiegsaspirant. Uns will man es zeigen", sagt Aushängeschild Kretzschmar: "Aber wir wollen diesen Aufstieg auch, sind ambitioniert." Nach dem "Spiel des Jahres" gegen Kiel muss Trainer Uwe Jungandreas deshalb sein Team in der Liga schleunigst auf Kurs bringen und "alle Kräfte in das richtungsweisende Spiel gegen Nordhorn investieren".

Gislason drückt Daumen

Jungandreas, der einst den Provinzverein Delitzsch aus der Nähe von Leipzig ins Oberhaus führte, will mit jungen Akteuren an die Spitze. Einst brachte er Spieler wie Lars Kaufmann oder Silvio Heinevetter hervor, nun möchte er die Talente aus der Handball-Akademie des Vereins entwickeln.

Selbst Kiels Trainer Alfred Gislason hat Sympathien für das Projekt, drückt für einen Aufstieg der jungen Mannschaft die Daumen. "Das wünsche ich mir sogar. Weil es für den deutschen Handball einfach toll wäre. Leipzig ist eine Handball-Stadt", sagt Gislason.

Allerdings stößt der SC DHfK schon jetzt in vielen Punkten an seine Grenzen. Die beruflichen Verpflichtungen der Akteure beeinträchtigen beispielsweise die Planungen für die Auswärtsfahrten. Und mangelnde Hallenkapazitäten in der Stadt sind ein Dauerthema, behindern das Training.

Die 3. Runde im DHB-Pokal

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung