Donnerstag, 27.09.2012

Prämien in der Handball-CL vergleichsweise gering

Viel Ruhm und wenig Reichtum

Champions League klingt nach Ruhm und viel Reichtum. Im Handball sind die Prämien allerdings vergleichsweise gering. Trotzdem sind die Klubs auf jeden Cent angewiesen.

Der THW Kiel ist amtierender Handball-Champions-League-Sieger
© spox
Der THW Kiel ist amtierender Handball-Champions-League-Sieger

Champions League - das klingt für viele nach Ruhm und vor allem nach Reichtum. Im Fußball mag das zutreffen. Allein in der Gruppenphase beträgt das Startgeld 8,6 Millionen Euro. Für jeden Sieg gibt es eine weitere Million, jedes Unentschieden bringt immerhin 500.000 Euro ein.

Im Handball sieht das alles anders aus. Selbst wer nach 16 Spielen die begehrte Trophäe gewinnt, streicht maximal 495.000 Euro ein. Im Vergleich scheint das ein Hungerlohn. Für viele Klubs ist dennoch jeder Cent fast überlebenswichtig.

"Wir stehen immer unter wirtschaftlichem Druck", sagt Trainer Martin Schwalb vom Bundesligisten HSV Hamburg: "So viel kann man in der Champions League zwar nicht verdienen, trotzdem hilft uns aber jeder Euro weiter." Nach dem Ausstieg von Präsident und Mäzen Andreas Rudolph im vergangenen Sommer ist die finanzielle Situation bei den Hanseaten angespannt.

Sogar Gehaltskürzungen für Spieler und Angestellte stehen im Raum. Erfolge in der Königsklasse sind da nicht nur gut fürs Gemüt, sondern auch fürs Portemonnaie.

HSV zum Auftakt bei Ademar Leon

Ganz ähnlich sieht man dies wohl bei Hamburgs Auftaktgegner Ademar Leon. Die Spanier, die den HSV am Samstag empfangen, sind ebenfalls zum Sparen gezwungen. Mit dem Starensemble vergangener Jahre hat der Renommierklub nicht mehr viel gemein. "Sie sind eine Wundertüte", sagt Schwalb.

Seine Mannschaft trifft in der Gruppe A zudem auf den Bundesligarivalen SG Flensburg-Handewitt, Russlands Meister Medwedi Tschechow, den serbischen Meister Partizan Belgrad und Montpellier HB.

Der französische Champion, der bereits am Donnerstagabend in Flensburg antrat, hat derzeit aber vor allem mit anderen Problemen zu kämpfen. Der Topklub um den ehemaligen Kieler Nikola Karabatic soll ein Spiel der vergangenen Meisterschaftssaison absichtlich verloren haben.

Ein Wettbüro meldete entsprechende Auffälligkeiten. "Das ist natürlich nicht schön. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen und hoffe für uns alle, dass da nichts dran ist", sagte Schwalb, wollte sich die Vorfreude auf die kommenden Wochen aber nicht verderben lassen.

"Es warten echte Hausnummern"

"Die Gruppe ist richtig geil. Es warten echte Hausnummern auf uns. Das sind alles Mannschaften, die etwas bewegen wollen", sagte der Coach. Die anderen deutschen Teams haben da ein vergleichsweise einfaches Programm zu bewältigen.

Titelverteidiger THW Kiel trifft in der Gruppe B am Sonntag zwar auf den Vorjahresfinalisten Atletico Madrid, danach warten in dem schwedischen Meister IK Sävehof, dem rumänischen Titelträger HCM Constanta, Ungarns Champion MKB Veszprem und RK Celje aus Slowenien aber durchweg lösbare Aufgaben.

Auf die Füchse Berlin, im vergangenen Jahr immerhin Vierter beim Finalturnier in Köln und damit Gewinner von insgesamt 265.000 Euro, wartet zum Start am Sonntag der weißrussische Meister Dinamo Minsk.

Dann geht es zum wohl schwierigsten Spiel in der Gruppe D zu Spaniens Meister FC Barcelona. Weitere Gegner der Hauptstädter sind Pick Szeged aus Ungarn, der Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen und der kroatische Champion RK Zagreb.

Handball: Die Champions League im Überblick

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
© Imago
1/10
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen.html
Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
© Getty
2/10
Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=2.html
Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
© Imago
3/10
Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=3.html
Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
© Getty
4/10
Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=4.html
Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
© Getty
5/10
Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=5.html
Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
© Getty
6/10
Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=6.html
Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
© Getty
7/10
Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=7.html
Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
© getty
8/10
Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=8.html
Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
© getty
9/10
Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=9.html
Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
© getty
10/10
Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
/de/sport/diashows/handball-bundesliga-torschuetzenkoenige/die-besten-werfer-der-letzten-zehn-jahre-kyung-shin-yoon-hans-lindberg-lars-christiansen,seite=10.html
 


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Wer wird HBL-Meister 2016/2017?

SG Flensburg-Handewitt
THW Kiel
Rhein-Neckar Löwen
Füchse Berlin
ein anderes Team

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.