Freitag, 01.06.2012

Nur noch Ziele fürs Geschichtsbuch

Kiels Traum von der perfekten Spielzeit

An der rund 50 Quadratmeter großen Videowand werden die letzten Einstellungen vorgenommen. Auch die Bierbuden sind schon aufgebaut. Public Viewing auf dem Rathausmarkt. Kiel ist bereit. Doch nicht der Beginn der Fußball-EM in knapp einer Woche versetzt die Stadt schon jetzt in Aufregung. Am Samstag sollen die Handballer des heimischen THW gefeiert werden.

Titel wurden genug gefeiert, jetzt spielt Kiel für die Geschichtsbücher
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Titel wurden genug gefeiert, jetzt spielt Kiel für die Geschichtsbücher

Für eine Saison mit drei Titeln und womöglich auch für einen Rekord im deutschen Sport. Noch nie schaffte es ein Bundesligist eine Meisterschaft ohne Verlustpunkt zu gewinnen. Die Kieler trennen von diesem Ziel noch 60 Minuten.

"Wenn wir am Samstag gegen den VfL Gummersbach gewinnen, ist diese Saison eigentlich nicht mehr zu toppen. Dann war es eine perfekte Spielzeit", sagt THW-Trainer Alfred Gislason. 66:0 Punkte weist sein Team nach dem 35:24 (19:13) am Donnerstagabend bei Eintracht Hildesheim auf.

"Jetzt wollen wir die Null halten", fordert der Trainer: "Ich weiß, wie schwierig es wird, so eine Chance noch einmal zu bekommen." Wenn man die Gegner fast nach Belieben aus dem Weg räumt, bleiben nur noch Ziele fürs Geschichtsbuch.

Lob von Bundestrainer Heuberger

Schon seit Wochen steht fest, dass den Kielern der insgesamt 17. Triumph in der Meisterschaft nicht mehr zu nehmen ist. Auch der Sieg im DHB-Pokal ging an den THW. Dazu feierte man am vergangenen Sonntag den Erfolg in der Champions League.

"Wenn man das Triple holt, ist das eine sehr respektable Leistung. Ich freue mich für den THW. Die Mannschaft und Trainer Alfred Gislason sind für ihre harte Arbeit belohnt worden", sagt Bundestrainer Martin Heuberger.

Feier auf dem Rathausbalkon

Am Samstag soll gefeiert werden - mal wieder. Schon nach dem Coup in der Königsklasse hatte Gislason seinen Spielern eine zweitägige Party auf Mallorca erlaubt. Jetzt folgt die Feier mit den Fans. Nach der Übergabe der Meisterschale und einem kurzen Abstecher unter die Dusche startet für die Profis der Autokorso durch die Stadt.

Auf dem Rathausbalkon werden dann die drei Trophäen präsentiert. "Wir haben im vergangenen Jahr den Balkon vermisst, jetzt wollen wir dieses einzigartige Gefühl richtig genießen", sagt Nationalspieler Dominik Klein.

Der letzte Spieltag der HBL im Überblick

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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