Montag, 04.06.2012

Nach der perfekten Saison

Gislason erwartet Rückschläge für THW Kiel

Nach der gerade beendeten Rekordsaison blickt der Ausnahmeklub THW Kiel schon wieder nach vorn - Trainer Alfred Gislason erwartet eine weitaus härtere Spielzeit.

Alfred Gislason mit dem Champions-League-Pokal nach dem Finalsieg gegen Madrid
© Getty
Alfred Gislason mit dem Champions-League-Pokal nach dem Finalsieg gegen Madrid

Deutsche Konkurrenten wie der HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt würden dann besser eingespielt sein, vermutete Gislason in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe). Anders als zuletzt werden die Kieler außerdem einige Neuzugänge ins Team integrieren müssen.

Der THW dominierte in der am Samstag zu Ende gegangenen Saison ungeschlagen die Meisterschaft: Nach dem 39:29 gegen den VfL Gummersbach stellte die Mannschaft eine historische Bestmarke auf: Nie zuvor in der deutschen Sportgeschichte war es einer Profimannschaft gelungen, den Meistertitel zu erreichen, ohne einen Punkt abzugeben. Zudem holte der THW den Pokalsieg und gewann die Champions League.

Starke Konkurrenz erwartet

Im kommenden Kalenderjahr könne den Kielern eine Zäsur bevorstehen, vermutete Gislason. Dann wird Torwart Thierry Omeyer nach Frankreich zurückkehren, Kapitän Marcus Ahlm will nach der kommenden Spielzeit seine Spielerkarriere beenden. Schon in der nächsten Spielzeit werde der Weggang von Rückraumspieler Kim Andersson das Spiel des Clubs verändern: "Ich bin selbst gespannt, wie es aussieht." Kiel wird fünf Neue in den Kader integrieren müssen.

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Mit Konkurrenz rechnet Gislason künftig vor allem aus Berlin: Die Füchse müssten irgendwann aufhören, den Underdog zu spielen. Sie seien schon jetzt super besetzt auf der Ersatzbank. In der abgelaufenen Saison erreichte Berlin Platz Drei und ist damit auch in der Champions League gesetzt. Auch der HSV werde mit dem wieder genesenen Rückraumspieler Oscar Carlén stärker werden. Vorjahresmeister Hamburg erreichte nur den vierten Tabellenrang.

"Diese Mannschaft will immer gewinnen"

Seine Spieler würden die Konkurrenz - trotz der bisherigen Dominanz - nicht unterschätzen, sagte Gislason der Zeitung.

"Diese Mannschaft will immer gewinnen", stellte er klar und wies die Vermutung zurück, der Titelhunger seiner Jungs sei nun gestillt. Allen im Verein sei klar, dass der Erfolg nicht einfach wiederholbar sei.

Gislason will sich nach dem glänzenden Saisonfinale in sein Haus in Wendgräben bei Magdeburg zurückziehen. Drei Wochen wolle er nicht mehr erreichbar sein und sich während der Olympischen Spiele wohl nur die Partien seiner isländischen Landsleute anschauen. Während der Sommerpause lautet seine Devise: "Ich beschäftige mich nicht mehr mit Handball."

Die Tabelle der Bundesliga

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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