Montag, 07.05.2012

Auch Double kann Kiels Titelhunger nicht stillen

"Haben das Gefühl, nicht verlieren zu können"

Es war etwa 2.00 Uhr in der Früh als im Stammitaliener des THW Kiel die letzten Gläser eines langen Abends zusammenstießen. Ausgiebig und mit Erlaubnis von Trainer Alfred Gislason feierten die zunehmend unschlagbar erscheinenden Handballer ihre Übermacht.

Der THW Kiel holte mit einem 33:31 gegen die SG Flensburg-Handewitt den Titel im DHB-Pokal
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Der THW Kiel holte mit einem 33:31 gegen die SG Flensburg-Handewitt den Titel im DHB-Pokal

Fünf Tage nach dem vorzeitigen Gewinn der deutschen Meisterschaft hatte man sich am Sonntag mit einem 33:31 (15:15) gegen die SG Flensburg-Handewitt den Triumph im DHB-Pokal gesichert.

Satt ist das Team trotzdem noch lange nicht. Die Bundesligasaison will man ohne Punktverlust beenden. Zudem soll das Triple her.

"Wenn man das Gefühl hat, dass man nicht verlieren kann, gibt das eine enorme Sicherheit. Es wäre schön, wenn wir dieses Gefühl noch lange behalten könnten. Wir werden nicht nachlassen", sagte Gislason nach dem siebten Double der Vereinsgeschichte: "Dieser Erfolg hilft uns. Die Jungs sind davon überzeugt, dass sie jede schwierige Situation überstehen können. Am Wochenende geht es in der Liga gegen Hamburg - da wollen wir weiter gewinnen."

Jicha: "Champions-League-Sieg ist ein großer Traum"

Dabei könnten die Kieler im Punktspielbetrieb eigentlich einen Gang herausnehmen und die verbleibenden fünf Partien als Testspiele unter Wettkampfbedingungen angehen. Am 26./27. Mai wartet im Final Four der Champions League in Köln das nächste Ziel.

"Der Sieg in der Champions League ist ein großer Traum. Das bleibt immer etwas ganz Spezielles", sagte Filip Jicha, Welthandballer von 2010, und bezeichnete auch das Erreichen einer "perfekten" Bundesligasaison mit 34 Siegen in 34 Spielen als "sehr reizvolle Aufgabe".

Gislason kann sich also sicher sein, dass seine Spieler trotz der jüngsten Erfolge und der Partynacht zum Montag, den Fokus nicht verlieren werden. "Das ist nur eine Sache, die diese Mannschaft ausmacht. Vor allem nimmt sich hier aber niemand zu wichtig. Der Respekt voreinander steht immer im Vordergrund", sagte Nationalspieler Dominik Klein. Der THW ist ein Kollektiv, das nicht nur vom Erfolg zusammengehalten wird.

Gislason "stolz" auf seine Mannschaft

Dem wollte sich nach dem DHB-Pokal-Sieg auch Gislason nicht entziehen. "Wenn es mir gelingt, mich bei der Feier schnell zu verdrücken und zu Hause eine Flasche Wein aufzumachen, war es auch für mich ein gelungener Abend", hatte der Isländer noch in der Halle augenzwinkernd angekündigt, um den Abend dann doch ein wenig länger im Kreis der Mannschaft zu verbringen: "Die Jungs haben sich diese Feier absolut verdient."

Zumal das Team beim Final Four in Hamburg sowohl im hochklassigen Endspiel gegen Flensburg als auch am Samstag im Halbfinale gegen den noch amtierenden Meister HSV Hamburg zeigen musste, dass es neben aller spielerischen Klasse auch kämpfen kann. "Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft", sagte Gislason.

Der DHB-Pokal in der Übersicht

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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