Samstag, 26.05.2012

Champions League: Final Four

Kiel erreicht dank Jicha das CL-Finale

Der THW Kiel ist ins Finale der Champions League eingezogen. Die Zebras gewannen das erste Halbfinale gegen die Füchse Berlin mit 25:24 (15:12). Überragender Mann des Spiels war Filip Jicha mit elf Toren. Im Finale wartet Atletico Madrid.

Filip Jicha (M.) war von den Berlinern nie zu stoppen
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Filip Jicha (M.) war von den Berlinern nie zu stoppen

Am Ende war es mehr Erleichterung als Freude. Befreit von dem Ballast der vorherigen 60 Minuten hüpften die Handballer des THW Kiel jubelnd über das Feld der Kölner Arena. Nur wenige Meter entfernt wurde jeder Spieler der Füchse Berlin zu einem menschlichen Häufchen Elend.

In einem dramatischen Halbfinale hatte sich der THW beim Final Four der Champions League gegen den Bundesligarivalen durchgesetzt. 25:24 (15:12). Knapper geht es nicht. Nach dem vorzeitigen Gewinn der deutschen Meisterschaft und dem Sieg im DHB-Pokal können die Kieler weiter vom Triple träumen.

"Mit der Leistung der Mannschaft bin ich nicht wirklich zufrieden", sagte THW-Trainer Alfred-Gislason: "Ich bin einfach nur froh, dass wir im Endspiel stehen." Dort treffen die Kieler am Sonntag (18.00 Uhr) auf Atletico Madrid und können in ihrem insgesamt sechsten Königsklassen-Finale zum dritten Mal nach 2007 und 2010 den Titel holen. Atletico hatte im Halbfinale den dänischen Meister AG Kopenhagen, der nun am Sonntag (15.15 Uhr) im Spiel um Platz drei auf die Füchse trifft, mit 25:23 (12:15) bezwungen.

Heinevetter: "Waren nicht schlechter als Kiel"

"Ich muss die Dinge erstmal verdauen. Ich finde, dass wir nicht schlechter als Kiel waren und den Sieg auch verdient gehabt hätten", sagte Berlins Torhüter Silvio Heinevetter. Auch an Kiels Filip Jicha war das Spiel nicht spurlos vorbeigegangen.

"Ich muss erstmal in die Kabine und mich sammeln", sagte der ehemalige Welthandballer, der seine Mannschaft mit elf Toren zum Sieg geführt hatte. Den Füchsen reichten auch sieben Treffer von Alexander Petersson nicht zum größten Triumph der Klubgeschichte.

Mit bis zu sechs Toren hatte der Hauptstadtklub in der ersten Hälfte zurückgelegen und sich nach der Pause immer wieder bis zum zwischenzeitlichen Ausgleich heran gekämpft.

Füchse vor zweiter Champions League-Teilnahme

"Wir haben es uns selbst schwer gemacht. Wir haben die Tore nicht gemacht, die wir hätten machen müssen", kritisierte THW-Kapitän Marcus Ahlm nach dem Finale vor 20.000 Zuschauern: "Jetzt müssen wir so schnell wie möglich regenerieren. Wenn man es positiv sieht, können solch enge Ergebnisse einem vielleicht noch einen weiteren Kick geben."

Auf Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson wartet hingegen vor allem moralische Aufbauarbeit. Nach dem Spiel um den dritten Platz am Sonntag soll drei Tage später in der Bundesliga die erneute - und für die Füchse erst zweite - Teilnahme an der Champions League perfekt gemacht werden.

"Dieses Spiel gegen Lemgo ist für mich fast wichtiger als das Final Four", hatte Berlins Manager Bob Hanning vor dem Final-Wochenende gesagt.

Der Krimi im Re-Live

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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